Tanja Schulte: „Es geht vor allem um Körpersprache“

Von am 19. Januar 2008 – 13.55 Uhr 3 Kommentare

Tanja Schulte, Trainerin der Frauenfußball-Mannschaft SG Wattenscheid, hat in einem Interview über die Defizite in ihrem Team gesprochen. „Es geht vor allen Dingen um Körpersprache, um Power. Andere Teams sind da weiter, daran müssen wir ganz hart arbeiten“, mahnt sie ihre Spielerinnen rund fünf Wochen, bevor ihr die Team mit einem Heimspiel gegen die SG Essen-Schönebeck die Winterpause in der Frauenfußball-Bundesliga beenden wird.

„Es muss jedem klar sein, das wird die wichtigste Rückrunde in der Vereinsgeschichte, zumindest in jüngster Zeit“, so Schulte gegenüber dem „RevierSport“ über die Bedeutung der verbleibenden 13 Bundesligaspiele. „Fußballerisch sind wir nicht schlecht, in dieser Hinsicht stimmt der Tabellenplatz nicht“ erklärt sie.

Bei einem Laktattest am Sonntag soll der Fitnesszustand der Spielerinnen ermittelt werden. „Ich hoffe, er wird einigermaßen positiv ausfallen, so dass wir sofort starten können. Ansonsten gibt es Sonderschichten.“

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Positive Zuschauerresonanz

Am meisten freut sich Schulte über die positive Zuschauerresonanz in den ersten Saisonspielen. „Unser Produkt wird in Wattenscheid angenommen, obwohl wir gegen Schönebeck und Duisburg im Revier konkurrieren.“

Die Kräfteverhältnisse im Revier sieht sie derzeit klar festgelegt. „Duisburg agiert in anderen Sphären, die SGS kratzt so langsam daran, wir sind nun einmal die Nummer drei, aber das darf kein Problem sein.“

Durchsetzungsvermögen gefragt

Nun gilt es auf die Zähne zu beißen und mit sportlichen Leistungen nicht nur die Zuschauer zufrieden zu stellen, sondern auch den Abstieg zu vermeiden. „Wenn wir in diesem Jahr die Klasse halten, bin ich davon überzeugt, in der kommenden Spielzeit erst recht nicht abzusteigen. Wenn es überhaupt zwei Aufsteiger der letzten zwei Jahre schaffen können, dann sind das Saarbrücken und die SGW.“

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Dabei gilt es wohl, zumindest Saarbrücken und Freiburg hinter sich zu lassen, doch auch den Hamburger SV sieht Schulte noch als Abstiegskandidaten. „Das Unding war für mich der Hamburger SV, spielerisch die schlechteste Truppe, die aber dreimal hintereinander 1:0 gewann. Der HSV kann noch reinrutschen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Aylin's größter Fan sagt:

    So jetzt kann sich Europa warm anziehen, Aylin ist im Geschäft!!!

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  • Play the Game sagt:

    Na Frau Schulte, ne bessere Motiviation kann der Hamburger SV nicht bekommen für das Rückspiel in Wattenscheid. Die Spielerinnen vom HSV sollten sich diesen Artikel schön in der Kabine aufhängen. 😉

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  • Play the Game sagt:

    Na Frau Schulte, was sagen Sie zum Punktgewinn vom HSV gegen Potsdam? 😉

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