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Neid plädiert für Verkleinerung der Bundesliga

Von am 13. Januar 2008 – 17.47 Uhr 23 Kommentare

Über eines sind sich alle Verantwortlichen des Frauenfußballs einig: Die Bundesliga muss an Qualität gewinnen, will man bis zur Frauenfußball-WM 2011 und darüber hinaus neue Zuschauerkreise erschließen und den Sport auch für das Fernsehen attraktiver machen. Uneinigkeit herrscht jedoch über den Weg, der zum Erfolg führen soll.

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Bundestrainerin Silvia Neid sprach sich am Rande des DFB-Hallenpokals nachdrücklich für eine Verkleinerung der Liga von 12 auf 8 Vereine aus. „Wir brauchen mehr Highlights“, so Neid. Doch dieser Vorschlag stößt nicht bei allen Bundesligavereinen auf Gegenliebe.

Die mangelnde Attraktivität der Liga lasse sich an den geringen Zuschauerzahlen ablesen. „Als ich noch gespielt habe, war die Liga zweigeteilt und zum Finale kamen schon damals 5.000 Zuschauer. Aber heute steht schon Mitte Mai fest, wer Meister wird. Es ist doch logisch, dass man da als neutraler Zuschauer nicht mehr hingeht.“

Play-offs zur Steigerung der Attraktivität

Mit der Einführung von Play-off-Spielen soll die Bundesliga für Zuschauer wie Medien gleichermaßen an Attraktivität gewinnen. „Man könnte beispielsweise die besten vier Mannschaften über Kreuz noch einmal gegeneinander antreten lassen.“ Eine Verkleinerung der Liga mit der damit verbundenen geringeren Anzahl von Spieltagen (14 statt 22) würde zudem zu einer Entzerrung des jetzt schon engen Terminkalenders führen, der die Nationalspielerinnen schon heute an die Grenzen der Belastbarkeit führt.

„Wir können ja nicht auf die Qualifikation für Olympia, EM und WM verzichten, nur damit unsere Spielerinnen regenerieren können, das ist nicht der Sinn der Sache. Die Nationalmannschaft ist immer noch das Aushängeschild des deutschen Frauenfußballs.“

Neid appelliert an alle beteiligten Teams, im Sinne des Frauenfußballs, eigene Interessen hinten anzustellen. „Man muss sich jetzt an einen Tisch setzen und überlegen, was für den Frauenfußball bis 2011 am Besten ist. Man darf nicht egoistisch denken, sondern muss den gesamten Frauenfußball im Auge haben, damit wir das Optimale herausholen und eine gute WM spielen.“

Ablehnung der Reformpläne

Sonst könnte der deutsche Frauenfußball an Boden gegenüber der Konkurrenz verlieren. „Wir sollten über den Tellerrand schauen. Man sieht ja etwa, was in Holland passiert, wo die Vereine an den Männerfußball gekoppelt werden. Da wird die ganze Woche in Richtung Nationalmannschaft gearbeitet und deren Philosophie vertreten.“

Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder weist derartige Gedankenspiele jedoch zurück. „Die Arbeit der Clubs wird immer viel zu negativ dargestellt. Woher kommen denn die Top- Spielerinnen? Man tut jetzt so, als wäre man Weltmeister geworden ohne die Vereine.“ Eine Verkleinerung der Liga kommt für ihn nicht in Frage. „Wir brauchen eine breite und starke Liga. Wenn es da unten nichts mehr gibt, haben wir Inzucht.“

„14 Spieltage sind zu wenig. Wichtiger wäre, dass alle Vereine einen so großen und ausgeglichenen Kader haben, dass sie auch mal auf eine Auswahlspielerin verzichten können“, ist Tanja Schulte, Trainerin von Wattenscheid 09, ebenfalls gegen eine Verkleinerung.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Dieser Vorschlag ist nicht ganz neu!!! Man kann sicher darüber debattieren, ob damit der Bundesliga geholfen ist, oder nicht!!!
    Für mich ist dieser Vorschlag nur Augenwischerei, ohne Auswirkungen auf die Qualität des FF!!! Es würde nur die Qualität der 2. Ligen steigern, wenn Klubs wie Freiburg, Wattenscheid, HSV und Saarbrücken, wieder „zwangsweise“ absteigen müßten!!!
    Aber es ändert nix an der finanziellen Situation der anderen Klubs!!! Frankfurt hätte deswegen nicht weniger-, und Potsdam, Duisburg und Essen nicht mehr Kapital!!! Und die oben genannten Vereine hätten noch weniger Mittel, um ihre guten Spielerinnen halten zu können!!!
    Nur um die Termine besser in den Griff zu bekommen, sollte die Liga nicht beschnitten werden!!! Ich glaube nicht, dass da schon alles ausgereizt ist!!!
    Aber Frau Neid könnte auch selber etwas tun, damit die Vereine insgesamt besser werden können!!! WARUM müssen es denn immer NATIO-Spielerinnen aus Frankfurt, Duisburg oder Potsdam sein??? OK, da ist Stege, Martina Müller, Linda Bresonik und Melanie Beringer, die in anderen Klubs spielen!!! Aber das ist viel zu wenig!!! WARUM mußten es 7 Frankfurterinnen sein??? WARUM läßt sie eine Bianca Rech Zuhause??? WARUM nimmt sie nicht mal eine Tanja Vreden mit, oder eine Claudia Nusselt???
    WARUM setzt sie auf Verletzte und Spielerinnen ohne Form, anstatt auf solche, die quasi Tore am Fließband schießen???
    Wie soll das Niveau in der Liga besser werden, wenn sie nur aus den oberen DREI der Liga, ihren Kader rekrutiert???
    An den Problemen, die der FF in Deutschland noch hat, wird sich absolut gar nichts ändern, wenn die Liga verkleinert wird!!! Vielleicht wandern dann noch mehr Spielerinnen ins Ausland ab, oder beenden noch früher ihre Karriere!!!
    Der Schuß, geht mit Sicherheit nach hinten los!!!
    Ich stehe Schröders Äußerungen ja sehr skeptisch gegenüber, aber hier hat er mal wieder genau ins Schwarze getroffen!!!
    Mal so ne Frage aus einer ganz anderen Sparte; „Könnte man durch das Reduzieren von Bands und Solisten, die Qualität der Unterhaltungsmusik in Deutschland verbessern“???

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  • Bernhard sagt:

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    Stimmt. Warum habe ich aber hier das Gefühl, dass hier nur an den Egoismus der Vereine gedacht sein könnte. Und nicht vom Egoismus des DFB.

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  • helena sagt:

    Auch wenn ich einmal mehr Detlef widersprechen muß…;-) Der Vorschlag ist mit Sicherheit noch nicht zu Ende gedacht, aber er ist auch nicht so indiskutabel wie es dargestellt wird. Und sie hat, wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, auch nicht gesagt, daß die Verkleinerung der Liga das Allheilmittel gegen die Mittelmäßigkeit der Liga ist, sondern dies als EINEN Vorschlag in die Runde geworfen – was dann GEMEINSAM diskutiert werden muß.
    Daß Herr Schröder einmal mehr gegen Frau Neid spricht, ohne jemals einen ganz konkreten besseren Vorschlag gemacht zu haben (jedenfalls habe ich, außer Aussagen zur hervorragenden Arbeit der Potsdamer Schule noch nie etwas Konstruktives aus Potsdamer Richtung gehört!), überrascht mich nicht weiter.
    Ob Geld wirklich das Allheilmittel ist, haben wir ja bereits an anderer Stelle konträr diskutiert. Eine Verkleinerung der Liga verteilt Geld natürlich nicht „gerechter“ (falls es das überhaupt muß, denn auch in der Männerliga sind die Gelder nicht „gerecht“ verteilt; jeder ist doch da selber in der Pflicht! aber das nur am Rande), aber vielleicht schafft man es dadurch tatsächlich, etwas mehr Spannung in die Liga zu bekommen? Gerade auch der Gedanke, daß zum Schluß einer Saison die vier, man könnte auch die ersten fünf oder sechs Vereine nehmen, quasi ein „Kreuzturnier“ ausspielen und erst am Ende dieses Turniers der Deutsche Meister feststeht, halte ich für nicht ganz falsch (und ob dann insgesamt 12, 14 oder 16 Mannschaften am Start sind, ist letztendlich auch gleich)… Es gibt mit Sicherheit verschiedene Modelle, die es zu diskutieren gälte. Allerdings sind so festgezurrte und wenig flexible Meinungen wie die von Herrn Schröder äußerst unproduktiv und der Sache nicht dienlich. Man ist sich doch sehr wohl einig, daß die Liga spannender werden muß, nicht nur hinsichtlich der nächsten WM, sondern vor allem deshalb, weil uns die guten Spielerinnen über kurz oder lang „davonlaufen“ und wir dann nur noch die mittelmäßigen Spielerinnen sehen könnten. Das hätte allerdings den Vorteil, daß Frau Neid aus sehr unterschiedlichen Vereinen die Nationalspielerinnen benennen müßte…
    Daß es klar ist: natürlich halte ich die Arbeit der Vereine für sehr wichtig, gerade im Nachwuchsbereich, sie ist die conditio sine qua non der Nationalmannschaft, dennoch kann man sich nicht darauf ausruhen, was bisher geschafft wurde. Und die Popularität des Frauenfußballs steht und fällt nun einmal mit der Nationalmannschaft… Und daß Frau Neid die Natio und die WM vornehmlich im Blick hat, je nun, wer wenn nicht sie?

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  • Boris sagt:

    Vielleicht sollte man ja auch mal daran denken, so etwas wie den Algarve-Cup, 4-Nationen-Turnier und/oder Nordic-Cup abzuschaffen. Ich möchte nicht wissen, wie z. B. Ulli Höneß reagieren würde, wenn seine Natio-Spieler neben allem anderen auch noch diese Turniere spielen müßten.

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  • jayden sagt:

    also man sollte doch mal überlegen. So ein großer Unterschied ist doch in der Bundesliga gar nicht mehr. Natürlich… der FCR, der FFC und Turbine sind schon etwas hervorgehoben, aber ist dies nicht in allen Ligen so? Und wie man sieht, schaffen es auch die „kleinen“, die „großen“ mal stolpern zu lassen. Der FCR ist im Pokal gegeb Bayern rausgeflogen. Der Abstiegskampf ist dieses Jahr so spannend wie noch nie. Und sollte man zum Ende der Saison noch eine K.O.-Runde machen, dann finde ich dies ziemlich unangebracht. 1. haben wir für sowas den DFB-Pokal, 2. kann man durch Verletzungen, fehlende Regeneration usw. auch mal einen schlechten Tag haben und dann in der K. O.-Runde rausfliegen. Das spiegelt dann doch die beste Saisonleistung nicht wieder.

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  • helena sagt:

    @jayden:
    Wenn die besten vier (bis sechs) Mannschaften am Ende der Saison (nach natürlich nicht ganz so vielen Spieltagen insgesamt) eine Art Miniturnier (den Modus, etwa die Spieltage und die Austragungsorte, Heimspiele/Auswärtsspiele etc. wären ja eh zu diskutieren) auszurichten, gäbe zumindest auch den Vereinen, die jetzt „nur“ auf Platz 4, 5 oder 6 stehen die Möglichkeit, Meister zu werden und damit die „großen 3“ mehr als zu ärgern. Die gesamte Saisonleistung zeigt sich im Tabellenstand bis zum Miniturnier, im Miniturnier würden die Karten neu gemischt. Damit könnten sich etwa auch die „großen 3“ nicht sicher sein, wirklich Meister zu werden, auch wenn sie vor dem Turnier ganz oben stünden. Und für die Zuschauer bedeutete es, daß sie mehr hochkarätige Spiele zu sehen bekämen. Es wäre ja auch keine Ko-Runde wie im DFB-Pokal, sondern jeder gegen jeden, also quasi eine Tabelle „in klein“. Ähnliches könnte man sich auch mit den Absteigern und den Aufsteigern vorstellen (so etwas ist ja auch mal kurz angedacht gewesen bei 1./2. Männerliga)…
    Ob so ein Miniturnier für eine Zeit, in der die Liga ausgeglichener oder zumindest die TV-Präsenz stärker wäre, sich als sinnvoll erwiese, würde die Zukunft zeigen müssen – aber zum momentanen Zeitpunkt ist alles, was den FF kompakter und klarer darstellbar macht und eine gewisse Spannung vermittelt, nur förderlich.
    Und: ja, auch in anderen Ligen ist es so, daß nur 3 bis maximal 5 Vereine die Meisterschaft unter sich ausmachen, aber die Tatsache, daß sich (in den Medien, aber auch Zuschauer neben dem Feld) fast niemand für den FF interessiert, zeigt doch, daß sich etwas ändern muß und ein spannender Abstiegskampf niemanden aus dem Haus lockt. Das ist nicht das, was sich medial „verkaufen“ ließe und, entschuldige, selbst viele FF-Fans nicht. Für ein Miniturnier, in dem „mein“ Verein dabei ist und bei dem ich gute Spiele sehen kann, dafür würde ich auch weiter fahren; für ein Spiel gegen einen Abstiegskandidaten, wo die Frage in aller Regel nur lautet, wie hoch gewonnen wird und wer die Tore schießt, nicht… Und das wird nicht nur mir so gehen…

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  • jayden sagt:

    Überleg doch mal: wenn man schon unter den ersten 1 bis sagen wir mal 6 landen muss, ist der Druck schon groß. Landest du unter den letzten 6, spielst du um den Klassenerhalt, unter den ersten 6, um die Meisterschaft. Nur dadurch entsteht hoher Druck, die Spielerinnen bekommen noch weniger Zeit zur Regeneration und am Ende der Saison muss man auf höherem Niveau spielen als am Anfang der Saison. Ausserdem entstrafft das nicht den Terminplan, sondern wir müssten dann noch länger spielen. Oder hätten einen noch strafferen Spielplan.

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  • Stefan Lomer sagt:

    Ich denke dass es eine gute Idee ist die Frauen-Bundesliga zu verkleinern. So kann das Niveau des Frauenfussballs gesteigert werden.

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  • Jonos sagt:

    Hallo,

    eine Verkleinerung der Bundesliga wäre meines Erachtens auch für die Nationalmannschaft eher schädlich. Gerade bei den kleineren Vereinen können die Talente von morgen Bundesligaerfahrung sammeln und sich somit zu Stützen für die Nationalmannschaft von morgen entwickeln. Als Beispiel möchte ich das Mittelfeld der U20-Frauen des DFB nennen. Hier waren für das letzte Länderspiel mit Nathalie Bock –Wolfsburg-, Nadine Keßler –Saarbrücken- , Jasmin Jannermann –Freiburg- und Imke Wübbenhorst –HSV- Mädels berufen, die in Vereinen spielen, die bei einer Verkleinerung der Liga vermutlich nicht mehr im Oberhaus spielen würden. Ich wage es zu bezweifeln, dass diese Mädels heute bei Vereinen wie FFC Frankfurt, Turbine Potsdam oder FCR Duisburg eine Chance bekommen würden. Zudem würden die übrigen verbleibenden Clubs, neben ihren heute schon guten Spielerinnen vermutlich noch ausländische Spielerinnen anwerben. Für unsere Mittelfeld – Talente also keine Chance mehr auf höchsten Niveau zu spielen! Dann wird es unter Umständen so sein wie bei den Männern. Geniale deutsche Mittelfeld-Asse wie Overath, Netzer, Schuster oder Effenberg sucht man in Deutschland heute fast vergeblich. Die Mittelfeld-Stars heißen doch heute, Diego, van der Vaart, Ribery, Marcellino und so weiter.
    Also Finger weg von einer Verkleinerung der Frauen-Bundesliga!

    Jonos

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  • Mathy sagt:

    ich kann Stefan Lomer nur zustimmen!

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  • Detlef sagt:

    @Helena,
    Schröders konkreter Vorschlag, die Qualität der FF-Bundesliga zu verbessern, lautet schlicht PROFESSIONALISIERUNG!!! Wie er sich diese allerdings konkret vorstellt, habe ich auch noch nicht so ganz verstanden!!! Für mich ist das irgendwie auch ein Widerspruch insich!!! Denn wenn man mal einfach behauptet, dass Frankfurt mit der Profession am Weitesten fortgeschritten ist, Schröder aber selbst immer wieder gebetsmühlenartig erzählt, dass er dieses Modell für sich ablehne, dann ist mir nicht ganz klar, wie er Professionalisierung definiert!!! Aber ich glaube Helena, dass auch Du einem Irrtum aufsitzt!!! Du gehst ganz selbstverständlich davon aus, dass Spielerinnen wie Melanie Beringer, Tanja Vreden, Kerstin Stegemann, Nadine Kessler usw, in die anderen Vereine wechseln!!! Bist Du da ganz sicher??? Vielleicht treibt gerade diese Verkleinerung der Liga, besagte Spielerinnen ins Ausland oder zum Karriereende??? Wo sollte dann also die bessere Qualität herkommen??? Ich halte es für schlichtweg falsch, dass es nicht genug gute Spielerinnen für 12 Mannschaften geben soll!!!
    Und was dieser angeblich so interessante Modus bringen wird, kann ich Dir jetzt schon sagen!!! Ein noch weiteres Entfremden von der eigentlichen Sportart Fussball!!! Wenn man jetzt verzweifelt versucht, Spielmodi aus anderen Sportarten zu entleihen, um den FF noch interessanter zu machen, ist das sicherlich der falsche Weg!!!
    Wir brauchen mehr gute Spielerinnen, nicht weniger Vereine!!! #
    Ich weis es wird Dir nicht gefallen, aber nehmen wir nur mal das Beispiel TURBINE POTSDAM!!!
    Da holte Schröder vor gar nicht so langer Zeit, das Zwillingspärchen KERSCHOWSKI aus der 4. Liga!!! Beide sind heute fest im Kader der U19-NATIO und mit ihr Doppeleuropameister!!! Danach holte er BABETT PETER aus Liga ZWEI, sie ist heute sogar schon A-Nationalspielerin, und Weltmeisterin!!! Dann kam BIANCA SCHMIDT aus LIGA 3, auch sie ist heute schon Europameisterin mit der U19!!! Gleiches gilt für STEFFI DRAWS, die aus Liga 2 nach Potsdam kam!!! Nun holte Schröder auch noch JESSICA WICH aus Liga 2, die bereits zum festen Bestandteil seiner ERSTEN Mannschaft gehört!!!
    Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist, dass es viele verborgene Talente in Deutschland gibt, die richtig gefördert, zur Qualitätssteigerung der Bundesliga, und der Nationalmannschaften beitragen können!!! Ich bin nicht immer einer Meinung mit Bernd Schröder, ganz gewiss nicht, aber vielleicht ist es dieser Weg, den er mit Professionalisierung meint??? Talente aufstöbern, und richtig fördern, dass ist der Weg, den man an der Havel schon seit langer Zeit geht!!! Schröder hat absolut recht, wenn er meint, dass eine Verkleinerung der Bundesliga zu „INZUCHT“ führt!!! Man verliert den Blick über den Tellerrand hinaus, wenn man versucht, eine winzige elitäre Kaste zu „züchten“!!! Wo sollen sich dann die Talente beweisen??? Selbst wenn jeder dieser „Auserwählten“, einen Kader von 30-35 Spielerinnen besitzen würde, hätten die Youngster wohl kaum eine Chance!!! Es ist nie gut, wenn man seinen Horizont künstlich einengt, das führt unweigerlich zum Abstieg der FF-Macht Deutschland!!!

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  • Bernhard sagt:

    Ich stimm Dir zu, Detlef.

    Z.B. in Bayern gibt es garantiert viel viel mehr Talente als bisher bekannt. Der Bay. Fußballverband weiß das und konnte Sissy Raith gewinnen, diese Talente zu entdecken und die nötigen Förderstrukturen aufzubauen. D.h. Bayern, Wacker und Regensburg werden davon profitieren und stärker werden.

    Aber darum gings Silvia Neid ja gar nicht: Ihr geht es darum, den Terminplan auf die Nationalspielerinnen zuzuschneiden und nicht auf die Vereine. Wäre die Bundesliga super-attraktiv, müsste Neid viel mehr Rücksicht auf die Vereine nehmen.
    Und das fände sie dann auch nicht optimal….

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  • helena sagt:

    @Detlef:
    Nun, eine Verkleinerung der Liga widerspricht sich ja nicht mit der Tatsache, daß man junge Talente aus der 2.-4. Liga in eine Mannschaft der 1. Liga holen kann. Daß das in Potsdam gut funktioniert (und man in Frankfurt da etwas hinterher hängt), bestreite ich ja nicht – aber wäre das bei einer Verkleinerung wirklich anders? Schröder hat sich, wie Du ja selber schriebst, die Leute aus den unteren Ligen geholt und nicht aus Absteigervereinen…
    Der Druck, der auf den etablierten Spielerinnen lasten würde, könnte ansteigen, ja, aber Druck bzw. Leistungsdruck gehören nicht nur im Leistungssport zum Leben und stacheln diejenigen, die sich durchsetzen wollen und können nur zu höheren Leistungen an.
    Der Wettbewerb der jungen und talentierten Spielerinnen um Plätze in den Bundesligamannschaften, die auch um die Meisterschaft kämpfen können, muß stärker werden. Wenn es ausreicht, eine mittelmäßige bis schlechte Leistung über eine ganze Saison hin zu zeigen und trotzdem in der 1. Liga spielen darf, stimmt etwas nicht im System der Liga (d.h. nicht, daß eine Spielerin gleich aus dem Kader fliegen sollte, die tatsächlich in einer Formkrise steckt, aber sich stark engagiert, um da wieder raus zu kommen… Ich denke da an Spielerinnen wie Anja Mittag, die zumindest nicht aufgesteckt hat und sich mit ihrer schlechten Leistung zufrieden gegeben hat!)
    Wenn es tatsächlich so unglaublich viele talentierte Spielerinnen gibt (was ich nicht bezweifeln will; wenn ich unsere Mannschaften der unteren Ligen mit jungen Spielerinnen so sehe, komme ich allerdings etwas ins Grübeln, aber das nur am Rande): wo sind diese dann? Warum spielen in den stark abstiegsgefährdeten Vereinen offensichtlich nur mittelmäßige bis schlechte Spielerinnen? Das kann doch nicht nur am Geld liegen???
    Und: wie sollte (und jetzt bitte nicht wieder: „Professionalisierung“ und „mehr Geld“ in die Runde werfen…) die Reform der Liga aussehen? Wie gesagt, der Neidsche Vorschlag mag weder neu noch zu Ende gedacht sein, aber es ist wenigstens ein Ansatz. Und außer der Standardaussage Schröders habe ich noch keinen Kommentar eines anderen Vereins (inklusive Frankfurts) zu diesem Vorschlag gehört…

    @Bernhard:
    Frau Neid zu unterstellen, sie wollte keine attraktivere Liga, ist unverschämt! Daß sie die Nationalmannschaft im Blick hat, ist ihre Aufgabe, daß sie Vorschläge zur Gestaltung der Liga macht, dafür arbeitet sie beim DFB. Nicht viel anders sieht es doch bei der Herren-Nationalmannschaft aus, auch hier liegen sich die Herren Vereinsvorstände und der Nationaltrainer in regelmäßigen Abständen in den Haaren, aber niemand würde einem Herren-Nationaltrainer sein Engagement und seinen Blick auf die Natio verübeln – im Gegenteil!!!

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  • Rene sagt:

    Ich halte nicht von einer Reduzierung der Bundesliga. Wenn man den Terminplan entzerren will, muß man ja nicht zu jedem Turnier fahren. Z.B. muß man nicht jedes Jahr am Algarve-Cup teilnehmen.
    Die Spiele sind nicht aussagekräftig, denn auf wen trifft man, auf Teams deren Saison erst Ende April anfängt (außer Dänemark).

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  • Max Diderot sagt:

    Verstehe wer will: Ein Land, in der Bevölkerungsdichte und Fläche der Bundesrepublik, mit knapp einer Million aktiver Spielerinnen, soll ihre (Elite-) Liga um acht Mannschaften reduzieren, damit, laut der Bundestrainerin, die Belastungen der Protagonistinnen reduziert werden. Gestern wurde noch allseits proklamiert, dass die Zukunft des Fußballs weiblich sei, und nun das. Ich kann der Bundestrainerin bestenfalls unterstellen, dass ihre Aussage auf mögliche Nachwehen der erfolgreichen Weltmeisterschaft zurückzuführen seien – verständlicher werden sie deshalb für mich nicht!
    Von einer leitenden Angestellten, und das ist Frau Neid, kann doch erwartet werden dürfen, dass sie bei öffentlichen Verlautbarungen auch auf einen mittelfristigen Nährwert achtet, der ihre Bemerkungen hervorruft. Scheinbar ist dieser aber nicht wesentlich höher als jenes Produkt, für das die Nationalmannschaft der Frauen wirbt.
    Anstatt sich darauf zu besinnen, die guten bis sehr guten Rahmenbedingungen des Frauenfußballs in Deutschland auch für erweiterte Maßnahmen zu nutzen (i.e. Präventivaufgaben der Leistungsdiagnostik), macht sie den rhetorischen Bubblegum.
    Herrschaftszeiten, es muss doch in einem Verband wie dem DFB Einsicht darüber geben, endlich einmal eine moderne Organisationsstruktur für die Fortentwicklung des Frauenfußballs in unserem Land zu finden. Von Herrn Dr. Zwanziger ist ja mittlerweile bekannt, dass er einen seiner schönsten Tage bei der WM in China verlebt hat. Sei ihm gegönnt. Nur sollte er auch einmal seine präsidiale Kollegin, Frau Hannelore Ratzeburg, anstoßen, doch kund zu tun, welche inhaltlichen und formalen Umsetzungen sie für den Frauenfußball anstrebt. Und dies müssen und sollen auch nicht ausschließlich ihre Ideen sein! Aber um einen Konsens zwischen den Interessen der Nationalmannschaft und den Vereinen zu erreichen, muss doch auch eine Bestandsaufnahme betrieben werden. Methodik und Analytik, da gebe ich dem Potsdamer Trainer Bernd Schröder Recht, sind wichtiger als öffentliche Verbalzuweisungen à la Silvia Neid. Es handelt sich, nach meiner Einschätzung, noch nicht einmal das, was als Ansatz eines Vorschlags bezeichnet worden ist.
    Die Frauenfußballbundesliga krankt doch nicht daran, dass ihr gute Spielerinnen und junge, entwicklungsfähige Talente fehlten. Die Malaise besteht doch darin, dass einige Vereine finanziell besser proportioniert sind als die Konkurrenz, und die meisten Spielerinnen einen gesellschaftlichen Spagat zwischen sportlichem Ehrgeiz und beruflicher Ambition betreiben müssen, der ‚mal das eine und ‚mal das andere ins Hintertreffen geraten lässt.
    Ich stimme gerne Frau Neid zu, wenn sie die kurze Regenerationsphase nach der WM als nicht förderlich ansieht. Nur, nach meinem Kenntnisstand ist der DFB für die Spielplangestaltung verantwortlich, und so scheint es mir, als müsse sie im eigenen Haus nach den Gründen dafür suchen.

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  • Max Diderot sagt:

    … und ich sollte die Präpositionen besser im Griff haben: Es muss natürlich heißen: „… soll ihre (Elite-) Liga auf acht Mannschaften reduzieren…“.

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  • Detlef sagt:

    @Helena,
    Wenn Du mal 2-3 Jahre zurückdenkst, da hattte TURBINE eine nahezu perfekte, und schlagkräftige Truppe!!! In die Gefilde von MITTAG; WIMBERSKY; POHLERS; HINGST; CARLSON; FUSS; ANGERER; BECHER und OMILADE, konnte keiner der großen Talente, die in Potsdams ZWEITER spielten, eindringen!!! In Frankfurt ist das bis heute so!!! Dort konnten, bzw können die Talente nur dann mal aufs Feld, wenn sich die Stars mal verletzt haben, bzw geschont werden!!!
    Gesetz den Fall, es gelingt wirklich, alle guten, und sehr guten Spielerinnen Deutschlands dazu zu bringen, in diese TOP ACHT zu wechseln, wird es keinen Platz für den Nachwuchs mehr geben!!! Wo sollten sie denn bitte spielen??? Na gut, in deren ZWEITER!!! Aber für die ERSTE LIGA, sind sie verloren!!!
    Möglicherweise, wird sich die Situation sowieso von ganz allein noch dahingehend zuspitzen, dass die allerbesten Spielerinnen, der Bundesliga ganz den Rücken kehren!!! Dazu muss man die Entwicklung in den USA, in Schweden, möglicherweise Holland, aber auch in China oder Australien abwarten!!!
    Diesen Herrausforderungen wird man aber nicht durch BESCHNEIDEN der FF-Liga entgegnen können, sondern nur durch umstrukturieren der Vereine!!! Dies braucht sicher noch viel Zeit, und darf auch nicht übers Knie gebrochen werden, nur weil da eine WM ins Haus steht!!! Daran hätte man beim DFB auch mal etwas früher denken können, dort ist in der Vergangenheit, zu viel Zeit, einfach vergeudet worden!!! Jetzt ist man aufgewacht, und hat sicherlich einige gute, und wichtige Hebel in Gang gesetzt!!! Dem ist eigentlich nur noch hinzuzufügen, dass uns THEO ZWANZIGER, hoffentlich noch lange erhalten bleibt!!! Er versucht sicher sein Möglichstes, kämpft sich aber sicher noch durch ne Menge BETON, in den Köpfen vieler DFB-Funktionäre!!! Ohne diese unsere LICHTGESTALT, säßen wir noch in der finsteren Dynastie, des Meyer-Vorschläfer!!!

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  • Detlef sagt:

    Achso, hätte ich beinahe vergessen!!!
    Bernhard, Du hast absolut recht, in Bayern gibt es ganz sicher nicht weniger Talente, als im Ruhrgebiet, oder im Osten Deutschlands!!! Einige kann man ja schon bewundern, Katharina Grießemer, Katharina Baunach, Julia Simic, und nicht zuletzt unsere JESSICA WICH!!!
    Und nur so nebenbei, wir sind immer ganz gut gefahren mit den Mädels aus Bayern!!! (und natürlich auch aus Franken)

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  • Markus Juchem sagt:

    Vielen Dank an alle für die zahlreichen Meinungen und die interessante Diskussion!

    Ich möchte noch ein paar andere Argumente zur Diskussion stellen. Bisher dreht es sich fast ausschließlich um die sportliche Qualität der Liga bzw. die nicht vorhandene Ausgeglichenheit der Teams.

    Das ist aber denke ich nur ein Teilaspekt. Ich stelle einfach mal die These auf, dass heute, wenn wir ein spannendes Tabellenbild hätten mit sagen wir drei punktgleichen Teams auf den ersten drei Plätzen und vier Verfolgern dahinter mit zwei Punkten Rückstand, nicht automatisch deutlich mehr Zuschauern in die Stadien kämen.

    Weitere Ansatzpunkte: Verbesserungsfähiges Ambiente in den Stadien, verbesserte Infrastruktur und Anfahrtswege.

    Einen äußerst interessanten Aspekt hat auch kürzlich Katrin Weber-Klüwer in einem Artikel für die FAZ herausgearbeitet:

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  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Na klar, für jemand der sicher oft zum FC Bayern nach Aschheim fährt, und kein Auto hat, für den ist es echt BESCHEIDEN!!!
    Aber außer Aschheim, fällt mir gerade keine Sportstätte ein, die dermaßen am Ar….. der Welt liegt, dass man mit dem ÖPNV kaum dahingelangt!!! Selbst SEXAU, wo die Breisgauerinnen früher ihre Heimspiele ausgetragen haben, war mit dem Zug besser zu erreichen!!!
    OK, das PCC-Stadion in Duisburg ist auch etwas abgelegen, geht aber noch!!! Alle anderen, haben meist eine Haltestelle direkt vor der Haustür!!!
    INFRASTRUKTUR??? OK, wer auf VIP-Plätze scharf ist, erlebt beim FF wohl oft sein Waterloo!!! Ansonsten ist es klar, dass die wenigen überdachten Plätze, oft nicht reichen!!! Aber Fußball ist nun mal ein Freiluftsport, und ich weis genau, wenn ich nach Duisburg fahre regnet es, muss mich also entsprechend vorbereiten!!!
    Ein Beispiel ist hier Wolfsburg!!! Die haben wohl mit Abstand die beste Infrastruktur, das beste Stadion, aber auch mit die wenigsten Zuschauer!!!
    Ein großer Kritikpunkt ist hier oft die mangelhafte Werbung!!! Woher sollen es denn die Interessierten wissen, dass an einem Spieltag gerade die Spitzenbegegnung Frankfurt gegen Potsdam stattfindet??? Wer sich nicht selber im Internet oder der Tagespresse informiert, erfährt allenfalls spät abends, in einer kurzen Zusammenfassung davon!!! Wie viele Vereine, werben denn mit Plakaten??? Bad Neuenahr fällt mir da eigentlich nur ein!!!
    Was tun die großen Profiklubs, um ihre weiblichen „Anhängsel“ zu unterstützen??? Positiv wäre hier Bayern München zu nennen, der wohl eine Mail oder FAX an die nahegelegenen Bayern-Fanclubs schickt, mit der Bitte um Unterstützung der Mädels!!!
    Somit kommt es immer wieder zu der merkwürdigen Situation, dass in Potsdam mehr Bayern-Fans ins Stadion kommen, als in Aschheim!!!
    Man kann es drehen und wenden wie man will, man kommt letztlich immer wieder auf die mangelnde Medienpräsenz der FF-Klubs!!!
    Mehr FF-Bundesliga im TV, und es werden automatisch mehr Zuschauer ins Stadion gehen!!! Diesen Widerspruch, habe ich auch anfangs nicht verstanden, aber es ist wirklich so!!! Und was man immer noch sehr beklagen muss, wenn dann schon mal berichtet wird, ist es oft falsch und oberflächlich!!! Es wird auch nicht wirklich besser, wieder LIVE zu erleben beim WDR, bei der Übertragung vom Hallenpokal!!! Mangelnde Vorbereitung, zeigt genauso mangelndes Interesse des Kommentators!!!
    Ich glaube nicht, dass es an der Infrastruktur, oder fehlender VIP-Plätze liegt, dass nicht mehr Zuschauer ins Stadion gehen!!!
    Selbst mit kostenlosem Eintritt, würde man wohl kaum den Schnitt anheben können!!! Und wenn man, so wie in Essen oder Bad Neuenahr, die meisten Karten an Mädchenmannschaften verschenkt, die durch den Gruppenzwang dann auch dahingehen müssen!!!
    WAS erreicht man damit??? Kommen die vielleicht irgendwann mit ihren zahlenden Eltern wieder??? Möglicherweise ist das ein Weg, zu mehr Zuschauern zu kommen!!!

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  • Max Diderot sagt:

    „German Angst“ wurde vor einigen Jahren zum Begriff für die spezielle (nämlich politische) und allgemeine Befindlichkeit in diesem Land. Und der DFB, wohl noch darüber grübelnd ob er den Frauenfußball zukünftig anders einzuschätzen hat, denn als breitensportliches Betätigungsfeld für kickende Damen, hält sich vornehm zurück, wenn seine (Richtlinien-) Kompetenz gefragt ist. Dass es auch anders geht, zeigt der englische Fußballverband FA*. Dort wird die Öffentlichkeit in konkreten Entwicklungsfragen eingebunden.Vielleicht sollte sich der DFB diese Vorgehensweise zum Beispiel nehmen.
    *http://www.thefa.com/Womens/PremierLeague/NewsAndFeatures/Postings/2008/01/FAWPL_sgm.htm

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  • Antje aus London sagt:

    @Max

    Es ist beileibe nicht so, dass in England alles besser waere. Die Liga hier ist noch einseitiger als in Deutschland und die Medienpraesenz ist auch geringer. Was positiv ist, dass die BBC fuer die Uebertragung wichtiger Spiele wie das FA-Cup-Finale im Mai fachkundige Co-Kommentatoren gewinnen kann. Da kann es schon mal passieren, dass Hope Powell 90 Minuten ein Spiel kommntiert und da hoere ich gern zu. Ich bin nicht sicher, ob ich 90 Minuten Silvia Neid auch so unterhaltsam faende. Die Uebertragung jedes Laenderspiels haben wir aber noch lange nicht. Insgesamt sieht der englische Frauenfussball nach Deutschland und nicht umgekehrt.

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  • Max Diderot sagt:

    Mir gefällt der Umstand, dass in England Nägel mit Köpfen gemacht werden. Endlich werden dringende Fragen, deren Beantwortung der Förderung des Frauenfußballs dienlich sein werden, zielorientiert diskutiert. In Deutschland, so scheint es mir, wagt sich niemand aus der technokratischen Deckung und ein jeder trägt weihevoll seine Monstanz lauterer Absichtserklärung, die mehr vernebeln als erhellen. Auch wenn ich Frau Neids aktuellen Vorschlag für nicht sinnvoll erachte, so zolle ich ihr doch Respekt dafür, dass sie sich mit einem konkreten Vorhaben an die Öffentlichkeit gewagt hat.
    Vorwerfen lassen muss sich aber das DFB-Präsidium, insbesondere Frau Ratzeburg und Herr Dr. Zwanziger, dass knapp 4 Monate nach der WM in China weder konzeptioneller Ansatz noch Pragmatismus ob der verbesserten Entwicklung der Frauenfußball-Bundesliga zu erkennen sind. Dabei ist es ja nicht nur ein ideeler (=sportlicher) Effekt sondern auch ein ökonomisches Kriterium, den eine Entwicklung des Frauenfußballs begleitet. Und wenn wir uns in Erinnerung rufen, wie lange es gedauert hat, bis die überwiegende Anzahl der Männervereine die elementaren Bestandteile der Kostenrechnung respektierte, wird es nicht verwegen sein, zu behaupten, dass den Frauenfußballvereinen ähnliche Probleme bevorstehen werden. Und deswegen, lieber DFB: mehr Pragmatismus wagen!

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  • […] Doch wie der Weg zu einer besseren Liga konkret aussehen soll, bleibt nach wie vor im Dunkeln. Von einem konzeptionellen Ansatz oder gar einem durchdachten Konzept ist bisher nichts zu sehen. Bundestrainerin Silvia Neid regte am vergangenen Samstag eine Verkleinerung der Liga von 12 auf 8 Mannschaften an und zog sich prompt die Kritik einiger Bundesligatrainer zu. Doch immerhin ist es ein erster Gedankenanstoß, sich in Zukunft systematischer mit Entwicklung der Liga zu beschäftigen. Eigene konkrete Ideen, wie man die Frauenfußball-Bundesliga auf ein höheres Niveau hieven kann, hatten die Kritiker auch nicht parat. […]