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Bühne frei für den DFB-Hallenpokal 2008

Von am 11. Januar 2008 – 10.56 Uhr

Bereits zum 15. Mal wird am Samstag, 12. Januar 2008, in der Bonner Hardtberghalle der DFB-Hallenpokal ausgetragen, diesmal erstmals unter dem Namen T-Home/DFB-Hallenpokal, nachdem die Deutsche Telekom als Titelsponsor gewonnen wurde.

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Alle 12 Bundesligateams sind nach der Weihnachtspause heiß darauf, in der mit 2.600 Zuschauern zum vierten Mal in Folge ausverkauften Halle ihr Können unter Beweis zu stellen. Als Topfavorit gilt Titelverteidiger und vierfacher Turniersieger 1. FFC Frankfurt, doch die Konkurrenz will den Hessinnen ein Bein stellen.

Auch das Medieninteresse ist gewaltig gestiegen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) überträgt erneut live von 14 bis 16 Uhr, darüber hinaus werden auch erstmals in der ARD-Sportschau Ausschnitte vom Turnier zu sehen sein. Für weitere Spannung sorgt die im Rahmen des Turniers durchgeführte Auslosung zum DFB-Pokal-Halbfinale um 15.30 Uhr.

In Gruppe A kommt es schon in der Vorrunde zur Neuauflage des Vorjahresfinales zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem Hamburger SV, komplettiert wird das Viererfeld vom VfL Wolfsburg und der SG Essen-Schönebeck. Frankfurts Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks kündigte an, dass verstärkt Spielerinnen zum Einsatz kommen werden, die gerne in der Halle spielen. „Der Kader wird erst kurz vor Turnierbeginn feststehen.“ Er betont: „Im Vordergrund steht für unsere Spielerinnen, mit Spaß und Spielfreude in Bonn anzutreten.“

Früher Termin

Durch den nach vorne verlegten Termin hatten die Teams diesmal weniger Zeit als sonst, sich auf das erste Highlight des Jahres vorzubereiten. In Hamburg hofft man auf eine ähnliche starke Vorstellung wie im Vorjahr. „Wir wollen uns gut verkaufen“, so HSV-Trainer Achim Feifel. Anders als die Frankfurterinnen schickte Feifel seine Spielerinnen im Vorfeld zum Training in die Halle anstatt auf den Rasen. Mit einem guten Start ins Fußballjahr 2008 will man Selbstvertrauen für die Bundesliga-Rückrunde tanken.

Erst drei Tage vor Turnierbeginn stieg das Frauenfußball-Team des VfL Wolfsburg wieder ins Training ein. Essens Weltmeisterin Linda Bresonik freut sich auf die Halle. „Das ist das einzige große Hallenturnier, was wir spielen. Ich bin gerne in der Halle aktiv und versuche das auch den Zuschauern zu zeigen.“

Laudehr kämpferisch

In Gruppe B messen sich der TSV Crailsheim, Bayern München, der 1. FC Saarbrücken und der FCR 2001 Duisburg. Vizemeister Duisburg will wie schon 2000 das Turnier gewinnen, während der Woche wurden mehrere Trainingseinheiten in der Halle absolviert. Doch das Team muss auf einige Spielerinnen verzichten, wie Torhüterin Kathrin Längert, Lira Bajramaj, Sonja Fuss, Jennifer Oster und Elena Hauer. Weltmeisterin Simone Laudehr freut sich: „Ich möchte gerne zeigen, was ich auch in der Halle drauf habe.“

Bayern hoch motiviert

Von den Personalsorgen der Duisburgerinnen will unter anderem Bayern München profitieren. „Wir fahren nach Bonn, um jedes Spiel zu gewinnen und eine sehr gute Figur zu machen“, verspricht Bayern-Trainer Sissy Raith. Nicht mit dabei sind Nina Aigner und Bianca Rech. Aigner schont das lädierte Knie, Rech verzichtet bereits seit Jahren auf Einsätze in der Halle. Raith und ihr Team erwarten mit Spannung die DFB-Pokal-Auslosung, denn die Münchner sind neben dem 1. FFC Frankfurt, dem 1. FC Saarbrücken und dem TuS Köln rrh. noch im Bewerb.

Neuenahr ohne Minnert

In Gruppe C treffen Turbine Potsdam, SC 07 Bad Neuenahr, die SG Wattenscheid 09 und der SC Freiburg aufeinander. Sandra Minnert vom Gastgeberteam wird aufgrund von Knieproblemen zwar nicht aktiv am Spielbetrieb teilnehmen, ist aber als Co-Trainerin des SC 07 Bad Neuenahr trotzdem hautnah dabei: „ Alle fiebern dem Turnier entgegen, sind hoch motiviert. Wir haben schon fünf Mal in der Halle trainiert.“

Bewährter Modus

Nach den 18 Vorrundenspielen erreichen die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe sowie die beiden besten Gruppendritten das Viertelfinale. Von da an geht es im K.-o.-System weiter. Keine Zeit für Langeweile trotz der Dauer von sechs Stunden. Die Fans und Autogrammjäger kommen voll auf ihre Kosten, denn die Nähe der Fans zu den Spielerinnen macht schon immer den besonderen Reiz der Veranstaltung aus.

Finanziell attraktiv

Dank DFB und Sponsor Telekom ist der Hallenpokal in diesem Jahr auch erstmals finanziell eine lukrative Angelegenheit. Das Antrittsgeld aller Mannschaften wurde von 1.500 Euro auf 10.000 Euro erhöht, auch die Prämien für Sieger und Platzierte sind gestiegen. „Damit wollen wir unsere Wertschätzung für den Frauenfußball unterstreichen und die Vereine bei der Nachwuchsarbeit unterstützen“, so DFB-Präsident Theo Zwanziger.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.