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Eine Menge Highlights im Frauenfußball-Jahr 2008

Von am 7. Januar 2008 – 10.09 Uhr 2 Kommentare

Nach dem erfolgreichen Jahr 2007 mit dem Gewinn des Weltmeistertitels in China und der Vergabe der Frauenfußball-WM 2011 nach Deutschland wird auch das Jahr 2008 in Sachen Frauenfußball eine ganze Menge zu bieten haben. Womensoccer.de wirft einen Ausblick auf die wichtigsten Highlights des Jahres.

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Am kommenden Samstag, 12. Januar, wird in der Bonner Hardtberghalle zum 15. Mal der DFB-Hallenpokal ausgetragen, diesmal erstmals unter dem Namen T-Home/DFB-Hallenpokal, nachdem die Deutsche Telekom als Titelsponsor gewonnen wurde. Titelverteidiger ist der 1. FFC Frankfurt, der im Vorjahr durch ein 2:1 im Finale gegen den Hamburger SV zum vierten Mal das Turnier gewann.

In Gruppe A kommt es schon in der Vorrunde zur Neuauflage des letztjährigen Finales, komplettiert wird das Viererfeld vom VfL Wolfsburg und der SG Essen-Schönebeck. In Gruppe B messen sich der TSV Crailsheim, Bayern München, der 1. FC Saarbrücken und der FCR 2001 Duisburg. In Gruppe C treffen Turbine Potsdam, SC 07 Bad Neuenahr, die SG Wattenscheid 09 und der SC Freiburg aufeinander. Wer sichert sich in diesem Jahr den ersten Titel der Saison?

Neues Gesicht für das US-Team

Bereits wenige Tage später steht in China vom 16. bis 20. Januar das traditionelle Vier-Nationen-Turnier auf dem Programm. Sieben Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking wird beim erneut in Guangzhou ausgetragenen Turnier vor allem auf dem Debüt von Pia Sundhage als Trainerin der US-Nationalmannschaft besonderes Augenmerk liegen.

Mit ihrem Team, das bei bisher sechs Teilnahmen fünfmal gewann, trifft die Schwedin auf Kanada, Finnland und Gastgeber China. „Wir wollen weiter mit Leidenschaft spielen und damit beginnen, unser Offensivspiel zu verändern. Wir wollen im Angriff das Tempo der Spiele diktieren, doch dabei die Defensive nicht vernachlässigen “, so Sundhage zur neuen Zielrichtung des Teams.

Nordische Gegner beim Algarve Cup

China heißt auch der Auftaktgegner der deutschen Nationalmannschaft im Länderspieljahr 2008. Am 28. Februar empfängt der Weltmeister die Chinesinnen in Freiburg zum Aufgalopp für den Algarve Cup, der in diesem Jahr vom 5. bis 12. März ausgetragen wird. Deutschland trifft in den Gruppenspielen auf Dänemark, Finnland und Schweden.

Nach dem enttäuschenden achten Platz im Vorjahr will das Team von Trainerin Silvia Neid diesmal wieder eine bessere Figur abgeben. Man darf gespannt sein, welche jungen Spielerinnen möglicherweise erstmals in die A-Nationalmannschaft hineinschnuppern dürfen.

Olympische Spiele als Top-Highlight

Das Highlight des Jahres schlechthin wird das olympische Frauenfußball-Turnier in Peking werden, das vom 6. bis 23. August ausgetragen wird. Erstmals 12 statt bisher 10 Teams kämpfen dann um olympisches Gold. Neben Gastgeber China stehen bereits Deutschland, Norwegen, Schweden, Japan, Nordkorea und Argentinien als Teilnehmer fest. Vizeweltmeister Brasilien muss noch gegen den noch zu ermittelnden Zweiten der Afrika-Qualifikation Play-off-Spiele bestreiten. Und auch die USA müssen sich im April in Mexiko erst noch für die Teilnahme am prestigeträchtigen Turnier qualifizieren.

Rund um die Olympischen Spiele stehen für die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft drei weitere EM-Qualifikationsspiele für die EM 2009 in Finnland auf dem Programm. Im Mai geht es binnen drei Wochen zunächst nach Belgien (8. Mai), bevor Wales in Deutschland gastiert (29. Mai in Kassel). Anfang Oktober reist die DFB-Elf dann zum EM-Qualifikationsspiel in die Schweiz (2. Oktober).

1. FFC Frankfurt peilt Tripel an

Im UEFA-Pokal will der 1. FFC Frankfurt sich in den beiden Spielen gegen den italienischen Meister Bardolino Verona (29./30. März und 5./6. April) für das Finale (17. und 24. Mai) qualifizieren und sich dann die europäische Krone aufsetzen.

Doch auch national sind zwei weitere Titel zu vergeben. Bereits am 19. April wird im Berliner Olympiastadion der DFB-Pokalsieger gekürt. Neben den Frankfurterinnen sind noch Bayern München, der 1. FC Saarbrücken und TuS Köln rrh. im Titelrennen. In der Meisterschaft wird die Entscheidung spätestens am 15. Juni fallen, wenn der letzte Bundesliga-Spieltag ausgetragen wird.

Weitere Highlights für die Juniorinnen

Doch auch im Juniorinnenbereich ist der Terminkalender mit Highlights gespickt. Vom 28. Oktober bis 16. November treffen sich in Neuseeland 16 Teams zur erstmals ausgetragenen U17-Weltmeisterschaft. Mit einem Platz unter den besten Drei bei der EM im Mai könnte sich die DFB-Elf eines der heiß begehrten Tickets sichern.

Vom 19. November bis 7. Dezember findet in Chile die U20-Weltmeisterschaft statt. Europameister Deutschland hat sich durch die Halbfinalteilnahme bei der EM 2007 bereits einen von vier europäischen Startplätzen gesichert und will diesmal besser abschneiden als in Russland 2006, wo man bereits im Viertelfinale gegen die USA ausschied.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Idgie-Jonsi-Fan sagt:

    Also, Highlights 2008 recht und schön… aber ich mache mir schon wieder Sorgen um die Gesundheit der Nationalspielerinnen bei sovielen Terminen in der Natio und im Verein. Speziell die FFC-Natio-Spielerinnen haben da wieder kaum Zeit zur Regeneration!! 🙁

    Bleibt nur zu hoffen, dass der DFB dem Vorbild des US-Teams von letztem Jahr folgt und zum Algarve-Cup nur junge Nationalspielerinnen nominiert, die sich dann für die Hauptaufgaben diesen Jahres empfehlen können. Damit sich die etapplierten wie Prinz, Lingor und Co. Anfang des Jahres voll auf ihren Verein konzentrieren können um dann für Olympia topfit zu sein! 🙂

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  • helena sagt:

    Prinzipiell teile ich Deine Sorgen vor allem um die Nationalspielerinnen, die (noch) in (drei/vier) Wettbewerben vertreten sein werden (nicht nur der Frankfurterinnen) und gerade die Monate April und Mai werden zimlich hart werden. Jedoch halte ich es nicht für sinnvoll, ausschließlich! junge (und damit in aller Regel auch unerfahrene) Spielerinnen in der Natio einzusetzen – etwas mehr „junges Blut“ ja, ausprobieren und wechseln ja; aber junge Spieler brauchen Anleitung von erfahrenen Spielern, vor allem in schwierigen Situationen auf dem Platz. Und daß der Algarve Cup zumindest nicht ganz unwichtig ist, zeigten die Reaktionen auf das schlechte Abschneiden der deutschen Mannschaft im vergangenen Jahr…
    Soweit ich es beurteilen kann, haben die erfahrenen Spielerinnen auch stets dann die „Reißleine“ gezogen, wenn sie der Meinung waren, zu stark gefordert zu sein; ich kann mir allerdings nur schwerlich vorstellen, daß die erwähnten Prinz und Lingor so ganz freiwillig auf den Algarve Cup verzichteten…

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