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Günther Wörle: „Die neue Aufgabe wird mich fordern“

Von am 18. Dezember 2007 – 22.57 Uhr 28 Kommentare

Sissy Raith und Günther WörleDie Nachricht traf Günther Wörle unerwartet. „Eine sinnvolle Zusammenarbeit war aus unserer Sicht unter den gegebenen Umständen nicht mehr möglich“, begründete der TSV Crailsheim in einer Pressemitteilung am Dienstagabend den überraschenden sofortigen Rauswurf seines Erfolgstrainers.

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Nur wenige Stunden zuvor war der 58-Jährige in München auf einer Pressekonferenz im dritten Stock des Bayerischen Fußballverbands (BFV) als neuer Trainer Bayern Münchens ab der Saison 2008/2009 präsentiert worden, da Bayern-Trainerin Sissy Raith ab 1. Juli als Verbandstrainerin zum BFV wechselt.

„Wir sind über den Zeitpunkt, zu dem er seinen Wechsel verkündet hat, sehr enttäuscht“, so Abteilungsleiter Hubert Oechsner. Die Enttäuschung in Reihen der Crailsheimer ist sicherlich nachvollziehbar, doch ist sie wirklich Grund genug, einen verdienten Trainer derart stillos vor die Tür zu setzen?

Bekannte Wechselabsichten

Am Sonntag hatte Wörle nach der 0:2-Niederlage im DFB-Pokal gegen den 1. FC Saarbrücken Team und Vorstand über seinen bevorstehenden Wechsel informiert und bereits Wochen zuvor dem Verein mitgeteilt, dass interessante Angebote vorliegen würden. Ganz unvorbereitet kommt der Weggang Wörles für Crailsheim somit nicht.

„Er kennt unsere Ideen, Konzepte und Zukunftsplanungen. Daher ist der Wechsel zum direkten Konkurrenten nach München denkbar unglücklich“, so die dünne Begründung der Crailsheimer für die sofortige Trennung.

Dabei hatte Wörle noch am Nachmittag betont, seine ganze Kraft bis zum Saisonende für den TSV Crailsheim einsetzen zu wollen. „Ich muss meine Aufgabe voll und ganz erfüllen. Das wäre sonst der falsche Weg“, so Wörle gegenüber Womensoccer.de.

Verlockendes Angebot

„Wer sich in meine Situation versetzt, wird verstehen, dass ich einfach nicht mehr Nein sagen wollte“, so Wörle über das verlockende Angebot von Bayern München. Auch zu seinem neuen Arbeitgeber wird er aus seinem Wohnort Thannhausen pendeln, zukünftig jedoch nur noch 100 statt 140 Kilometer einfache Strecke. „Die neue Aufgabe wird mich fordern, aber ich gehe mit Optimismus an die Sache ran“, freut er sich auf die neue Herausforderung.

Wörle erhält auf eigenen Wunsch nur einen Einjahresvertrag. „Ich schaue mir die Dinge lieber erst einmal an. Man wird sehen, wie hier die Anforderungen sind und was ich hier bewegen kann“, erklärt er. Wörle lobt die Vorarbeit von Raith: „Im Prinzip brauche ich gar nicht viel verändern, nur Kleinigkeiten. Sissy hat super Arbeit geleistet und das Feld bereitet.“

WM 2011 im Blickfeld

Vor allem gilt es, die zahlreichen talentierten Bayern-Spielerinnen an höhere Aufgaben für die Zukunft heranzuführen. „Das große Ziel ist die WM 2011, wozu ich meinen Beitrag leisten und Hilfestellung geben will. Ich will auch Kontinuität wahren, aber es ist noch zu früh, konkrete Ziele zu definieren.“

Mit einer gesunden Mischung aus jungen, hungrigen und erfahrenen Spielerinnen will er Bayern München in Zukunft noch näher an die Spitze führen. „Die Basis an guten Spielerinnen ist da“, freut sich Wörle über die von Roswitha Bindl und Wolf Wild geleistete Jugendarbeit in U17 und 2. Mannschaft.

Tochter als Verstärkung?

Bei Bayern München freut man sich über den Neuzugang. Frauenfußball-Koordinatorin Karin Danner meint: „Mit Günther Wörle konnten wir einen sehr erfahrenen Trainer gewinnen. Er ist unser absoluter Wunschkandidat. Wir kennen uns schon lange, seine Tochter Tanja war jahrelang herausragende Spielerin und Kapitänin beim FC Bayern München.“

Man sollte also nicht allzu verwundert sein, auch Tochter Tanja in der kommenden Saison wieder im Bayern-Trikot begrüßen zu dürfen. Bis zum 1. Dezember 2008 ist Wörle zwar per Zeitvertrag beruflich an Ulm gebunden, ein Wechsel an die Isar dürfte dennoch nicht viel mehr als Formsache sein. „Sie hat sich bei Bayern früher wohl gefühlt, und sie will auch in die großstädtische Umgebung zurück“, verrät der Vater.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • schmidt sagt:

    Meist schlägt das Schicksal zurück!
    Sorry Monsieur Wörle,
    das ist kein guter Stil und zeugt nicht von gesunder Charakterstärke während der Saison so einfach die Pferde zu wechseln, das Team, den Club, die Fans und die Stadt so mir nichts den Rücken zu kehren.
    Meist schlägt das Schicksal zurück!
    Wenn einem aus persönlichen Gründen ein Wechsel vorschwebt, hinterläßt man sauber das bestellte Feld Herr Wörle!

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  • Markus Juchem sagt:

    Naja, der Verein hat Wörle WÄHREND der Saison den Rücken gekehrt, nicht umgekehrt.

    Es ist sicherlich diskussionswürdig, ob es für Crailsheim Sinn gemacht hätte, Herrn Wörle bis zum Saisonende zu behalten.

    Doch auch dann hätte es immer noch den Weg der einvernehmlichen sofortigen Trennung anstatt eines Rauswurfs gegeben. So bleibt ein fader Beigeschmack.

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  • flo sagt:

    lieber schmidt

    da kann ich marcus nur recht geben herr wörle wollte alles im guten am ENDE der saison beenden der rauswurf war nicht seine idee.
    er hat dem verein ein halbes jahr vor ende bescheid gegeben. hätte er es am ende der saison gemacht währe es kein guter stil gewesen. so ist es aber ein ganz normaler vorgang. der rauswurf von crailsheim ist meiner meinung nach ohne stil und charakter denn das ist für mich nur ein zeichen von unreife und beleidigte leberwurst spielen

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  • schmidt sagt:

    Vielleicht ist Herr Wörle doch „a liebe Kerl“, den alle mögen, der eine ganze Menge angeschoben und in Crailsheim bewegt hat. Er hatte vielleicht schon beizeiten die Absicht nur bis zum Saisonende 2007/2008 die gewissen vorgezeichneten Ziele zu erreichen, um wie im Vertrag vorgesehen sich dann zu verabschieden.
    Schade eigentlich! Wir wissen aber doch alle womit zu rechnen wäre, dass eine frühe Offenheit und Mitteilung, wohin seine Reise geht, immer zu einem Donnerwetter, Kaltstellung oder/und Vertragsauflösung führen muß, wenn ein Mitbewerbender der zukünftiger Arbeitgeber und Club wird.
    Das gilt sicher genauso für Spielerinnen wie auch für Trainer in einer ähnlichen Konstellation.

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  • Georg sagt:

    Nun ist es also heraus. Seit heute Morgen weiß es ganz Crailsheim, denn die Tageszeitung hat es verkündet. Herr Wörle weiß es sicher schon länger, hat sich aber trotzdem voll konzentriert und mit Leidenschaft auf das Pokal-Viertelfinale vorbereitet – was sicher nötig gewesen wäre, um einen Pokalfight zweier Mannschaften, die beide nach Berlin wollten, für sich entscheiden zu können…, wer´s glaubt wird selig, das Spiel gegen Saarbrücken hat uns eines Besseren belehrt!

    Aber wie man schon lesen konnte, hat Herr Wörle für sich eine Steigerung ausgemacht, nachdem er jetzt vom beschaulichen Crailsheim zum vermeintlich großen FCB wechselt und wenns nur die Frauenmannschaft ist. Dazu kommt natürlich noch, sehr wichtig, der ökologisch bzw. ökonomische Faktor, statt 140 Km sind es nur noch 100 Km Fahrtstrecke…

    Unbestritten hat der Ex-Trainer eine fantastische Arbeit gemacht in Crailsheim, die Mannschaft hat Moral, es ist ein System erkennbar und immer wieder haben taktische Kniffe in der Vergangenheit dem Gegner das Leben schwer gemacht. Dies war sicher mit die Handschrift des Trainers und Herr Wörle war kurz davor, in Crailsheim Fußball-Geschichte zu schreiben. Kurz gesagt hat er die Möglichkeiten, die er vorfand, glänzend ausgeschöpft und die Mannschaft auf einen Weg geführt, auf dem sie sich nachhaltig vom Underdog-Dasein in der 1. BL befreien könnte! Dies alles soll jetzt jäh vorbei sein?

    Natürlich bleibt dann noch die Art und Weise im Gedächtnis, wie man sich verabschiedet. Vielleicht hätte Herr Wörle erst später alles zugegeben, doch leider muss er schon früh erkennen, dass beim neuen Verein ein anderer Wind weht und sich der FCB nicht die Bohne darum kümmert, was in der fränkisch-schwäbischen Provinz abläuft. Dass Sie, Herr Juchem, allerdings als Anwalt von Herrn Wörle auftreten und jetzt dem TSV Crailsheim den schwarzen Peter zuschieben, ist ja wohl mehr als fraglich. Vielleicht sollten Sie sich bei Gelegenheit mal überlegen, wieviel Ehrenamt und Engagement bei Vereinen an den Tag gelegt wird, die nicht von ihrem großen Namen, den Mitteln und der Tatsache herunter leben, dass die Herrenmannschaft irgendwann mal beachtliche Erfolge gefeiert hat!

    Nachdem jetzt klar ist, dass der Trainer geht, bleibt eigentlich nur noch die spannende Frage, wieviel Spielerinnen ihm folgen werden! Je nachdem könnte auch der nächste Empfang in neuer Funktion in Crailsheim ausfallen, man darf gespannt sein!

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  • Markus Juchem sagt:

    Hallo Georg, ich mache mich mitnichten zum Anwalt von Herr Wörle. Ich kann nur nicht sehen, was er aus Sicht des Vereines falsch gemacht hat. Ein Vereinswechsel ist im Fußball ein ganz normaler Vorgang. Er hat dem Verein nichts verheimlicht, sondern sogar frühzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass er Angebote vorliegen hat. Was wirft der Verein ihm also vor?

    Dass man in Crailsheim enttäuscht ist, ist verständlich und nachvollziehbar. Doch muss man deswegen seinen vor kurzem noch hochgelobten Trainer nun mit Schmutz bewerfen? Nichts anderes tut man durch den Rauswurf, der zumindest aus externer Sicht schwer begreiflich ist. Wenn man argumentiert hätte, man trennt sich von Wörle, um die Weichen frühzeitig für die Zukunft zu stellen, wäre es ja durchaus ok gewesen. Eine Trennung wäre akzeptabel gewesen, ein Rauswurf ist es in meinen Augen nicht. Das hat auch nichts damit zu tun, wie in Crailsheim gearbeitet wird.

    Enttäuschung ja, aber ein bisschen mehr Professionalität hätte in diesem Falle nicht geschadet. Denn mit einer derartigen Vorgehensweise schadet man mehr dem Image des eigenen Vereins als der Person Wörle.

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  • Georg sagt:

    Herr Juchem, es geht hier nicht darum, einen excellenten Trainer verbal oder bildlich mit Schmutz zu bewerfen, das liegt wahrscheinlich jedem fern, der die Entwicklung in Crailsheim verfolgt hat. Es geht lediglich um die Klarstellung der Tatsache, dass die Trennung von Hr. Wörle selbst eingeleitet worden ist mit seiner Mitteilung, zum Ligakonkurrenten zu wechseln und dass der Verein daraufhin die Nabelschnur gekappt bzw. die Reißleine gezogen hat! Vielleicht wäre es professioneller gewesen, die Trennung 2 Wochen später zu verkünden oder es hätte eleganter gewirkt, es mit Ihren Worten einer frühzeitigen Weichenstellung zu formulieren. Auf gut Deutsch aber hat Hr. Wörle keinen Bock mehr auf Crailsheim und darf deshalb im kommenden halben Jahr schon mal, früher als geplant, seine zukünftige Mannschaft beobachten, basta.
    Inwieweit die Crailsheimer Mannschaft jetzt damit umgeht, ist wahrlich schwer zu sagen, hier ist tatsächlich ein hohes Maß an Professionalität gefragt, um auch dieses Jahr den Klassenerhalt zu schaffen.

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  • schmidt sagt:

    Weitsicht und Professionalität von Herrn Wörle ist in seiner Handlungsweise nicht erkennen.
    Wer einen Vertrag bis Ende der Saison 2007/2008 hat und 7 Monate vor Ablauf Crailsheim informiert, daß er nicht verlängern will sondern zum Ende der Saison zum FFC Bayern München wechseln will, handelt in seiner Offenheit und Unbekümmertheit unüberlegt und unprofessionell.
    1. Verträge sind tunlichst einzuhalten.
    2. Die vorgetragene Wechselabsicht zerstört 7 Monate vor Ablauf das bislang Aufgebaute mit einem Schlag. Es gibt sicher auch Planungen, Absprachen, geheime Strategien, etc.,. Sicher hat Herrn Wörle hier mitgewirkt und Kenntnis gehabt, was die Zukunft angeht und möglich ist. Das auch in ihn gesetzte Vertrauen und Erwartung von allen, an der Zukunft vom Club Crailsheim mitzuwirken und zu gestalten, hat er jetzt fahrlässig verloren.
    3. Die Entscheidung des Clubs Crailsheim ist in Ordnung und die Enttäuschung über den gewählten Zeitpunkt besteht zu Recht. Es muß eine sofortige Neuorientierung mit der Suche nach einem neuen Trainer erfolgen um den Schaden vom Club begrenzt zu halten.
    Ich wünsche dem TSV Crailsheim eine glückliche Hand, gutes Gelingen, damit die Erstklassigkeit erhalten bleibt und Herrn Wörle bei seinen neuen Entscheidungen auch immer den richtigen Zeitpunkt bedenken und zu wählen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Georg
    Ich weiß nicht, für welchen Arbeitgeber Sie tätig sind. Also ich bin in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn noch nie vor die Tür gesetzt worden, nur weil ich angekündigt habe, den Arbeitsplatz zu wechseln.

    Ich glaube z. B. nicht, dass Bayern München Ottmar Hitzfeld rauswirft, falls er Ende Januar ankündigen wird, ab der kommenden Saison eine andere Mannschaft zu trainieren.

    Was heißt „die Reißleine gezogen“? Es hat nichts mit Eleganz, sondern mit Stil zu tun, wie man ein Arbeitsverhältnis beendet. Einen verdienten Mitarbeiter setzt man nicht einfach vor die Tür. Zumindest nicht nach meinem Verständnis.

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  • Markus Juchem sagt:

    @schmidt

    Moment mal, Herr Wörle wollte doch seinen Vertrag einhalten, der Verein hat das aber nicht zugelassen! Wir sollten schon bei den Tatsachen bleiben.

    Zu Punkt 2 habe ich eine gegensätzliche Meinung, aber das muss jeder selber beurteilen. Auf die geheimen Strategien bin ich aber sehr gespannt… Das ist doch lächerlich..

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  • schmidt sagt:

    Herr Juchem, ich toleriere gern auch andere Meinungen.
    Ihre letzte kurze Bemerkung ist leider stillos.

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  • Georg sagt:

    @Markus Juchem: Es passt ins Bild, dass Sie, der hier ständig über Stilfragen referiert, andere Meinungen nicht tolerieren kann, sondern diese als lächerlich abtut. Genauso wie Sie ständig versuchen, die Wahrheiten zu verdrehen und den TSV Crailsheim als Sündenbock darzustellen. Natürlich wollte Herr Wörle das Ding bis Saisonende durchziehen, man hat sich ja wirklich beeilt damit, dies entsprechend zu kommunizieren. Aber leider wechselt er danach nicht in irgendeine Liga, sondern zum Ligakonkurrenten, nur leider wollen Sie das immer noch nicht wahrhaben! Hitzfeld wechselt übrigens auch nicht nach Schalke oder Bremen, sondern wenn überhaupt, dann zur Schweizer Nationalmannschaft!

    Meinen Sie im Übrigen, dass nur Vereinen wie z.B. dem FCB vorbehalten ist, Strategien für seine Expansion und seinen Fortbestand zu entwickeln? Genau da liegt nämlich der Punkt. Wer jemals in einem Unternehmen gearbeitet hat, weiß, dass er vertraglich zur Geheimhaltung gegenüber Dritten verpflichtet ist, da er über Internas Bescheid weiß, die vielleicht den Vorsprung oder einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz ausmachen. Und wenn ein Arbeitnehmer zur direkten Konkurrenz wechselt, falls dies vertraglich überhaupt möglich ist, wird er in der Regel sofort beurlaubt! Genau dies ist im Fall Wörle geschehen, denn der Trainer hat angekündigt, dass er von Crailsheim weg will, nicht umgekehrt!

    Wie bereits früher erwähnt, war Herr Wörle meiner Ansicht nach bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zu diesem Schritt gezwungen, da die Bayern ihrerseits den Abgang von Sissy Raith verkündet hatten und wohl darauf bestanden, jetzt gleich den Nachfolger zu präsentieren. So konnte sich Herr Wörle den Zeitpunkt seiner Offenbarung an die Crailsheimer Verantwortlichen auch nicht mehr aussuchen und tat dies gezwungenermaßen letzten Sonntag nach dem bitteren Pokalaus. Vielleicht sollte man sich diese Szenerie mal vor Augen führen: Gerade ist man sang- und klanglos im Pokal gescheitert und dann verkündet man sein Weggehen zum (nochmal!) Ligakonkurrenten! Noch Fragen?

    Und wenn wir jetzt schon mal bei Stilfragen sind: Möchte mal wissen, was von der Isar für (Miss-)Töne ins Fränkische herübergeschwappt wären, wenn es andersrum gelaufen wäre. Aber seien wir mal ehrlich, solche Sachen erlaubt sich nicht jeder Verein, andere Spieler oder Trainer aus purer Gier abzuwerben, man muss schon dazu geboren sein. Der Fall Wörle ist ja nicht das einzige Thema, man erinnere sich nur an das Treffen von Uli H. mit Klose vor dem wichtigen Europapokalspiel der Bremer im Frühjahr. Was Erfolge beim Kicken anbelangt, ist die Frauenabteilung der Bayern den Männern noch weit hinterher, in Sachen Stil und Umgang mit Ligakonkurrenten sind sie wenigstens schon auf Augenhöhe! Womit sich beim Thema Stilfragen der Kreis schließt.

    Frohe Weihnachten!

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  • Markus Juchem sagt:

    Den Vorwurf, ich wurde Wahrheiten verdrehen, kann ich nicht so stehen lassen, außer Sie sagen mir, wo ich das getan habe.

    Ich lasse jedem seine eigene Meinung, lassen Sie mir bitte auch meine, Dinge zu beurteilen. Ich habe kein Problem damit, wenn Sie die Sache anders bewerten.

    Ich will auch nicht den TSV Crailsheim zum Sündenbock stempeln. Die sofortige Trennung kann ich sehr wohl nachvollziehen, eben nur nicht die Art und Weise, wie man es gemacht hat. Man hätte das ganze auch freundschaftlicher und respektvoller abwickeln können, nachdem man eine ganze Weile gut zusammen gearbeitet hat.

    Letzte Woche war Wörle noch Everybody’s Darling und eine Woche später unterstellt man ihm, er würde möglicherweise Crailsheimer Strategien ausplaudern, nur weil er einen Vereinswechsel ankündigt?! Und das finden Sie korrekt?

    Sie haben vollkommen Recht, dass Herr Wörle zu diesem Schritt gezwungen war, weil der BFV noch im alten Jahr die Verpflichtung von Sissy Raith bekannt geben wollte. Sicherlich war der Sonntag nicht der glücklichste aller Zeitpunkte, um seinen Weggang zu verkünden, das hat Herr Wörle ja sogar selber eingeräumt.

    In meinen Augen hätte der ganzen Angelegenheit ein bisschen weniger Emotionalität gut getan. Vereinswechsel von Spielerinnen und Trainern innerhalb der Liga sind doch ein ganz normaler Vorgang. Deswegen kann ich die Aufregung nicht nachvollziehen.

    Ich verstehe ihre Formulierung „aus purer Gier“ nicht. Auch Crailsheim versucht sicherlich, im Rahmen seiner Möglichkeiten die bestmögliche Mannschaft zusammenzustellen. Vollkommen legitim, bei Crailsheim wie bei jedem anderen Verein auch.

    Ein kurzes Wort zum Fall Hoeneß/Klose: Hier war wohl eher Klose die treibende Kraft, der wegen einer Kampagne gegen seine Familie möglichst schnell aus Bremen weg wollte. Nachzulesen unter anderem hier: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,523504,00.html

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  • Sunny sagt:

    Ich muss kurz sagen, dass ich 100% der Meinung von Markus zustimme.

    Ich persönlich finde es sehr gut und richtig von Herrn Wörle, dass er frühzeitig bekannt gibt, wohin die Reise geht, damit der TSV Crailsheim frühzeitig mit den Planungen für die Zukunft beginnen kann.

    Es wäre doch viel schlimmer gewesen, wenn er das viel später gesagt hätte, dann wäre Crailsheim unter Zugzwang gewesen und hätte den „erstbesten“ Trainer nehmen müssen, den sie finden können.

    Als ich die Reaktion von Crailsheim mitgekriegt hab, musste ich den Kopf schütteln. Ein Trainer, der so viel bewegt hat, wie er, hat einen besseren Abgang verdient.

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  • Detlef sagt:

    Ich stelle mich auch auf die Seite derer, die den „RAUSWURF“ absolut nicht nachvollziehen können!!!
    Wenn ich versuche, mich in die Lage der Verantwortlichen beim TSV zu versetzen, kann ich einfach nicht verstehen, WARUM man sich selber so stark unter Druck setzt, indem man den Trainer vorzeitig entlässt, der diese Mannschaft erst zu dem gemacht hat, was sie heute ist!!!
    So wie ich Günther Wörle einschätze, hätte er sicher seinen Vertrag in Crailsheim mit Sorgfalt und Einsatz zur beiderseitigen Zufriedenheit erfüllt, wenn man ihn gelassen hätte!!! So hätte man doch die ganze Rückrunde lang Zeit gehabt, einen geeigneten Nachfolger zu benennen!!! Also WOZU diese Eile??? Den NEUEN hätte man so, langsam an die Mannschaft heranführen können, ohne Hast und Not!!!
    Oder hat es da doch im Hintergrund, insgeheim Zwistigkeiten gegeben, dass man auf die erst-beste-Gelegenheit gewartet hat, Wörle abzuschießen??? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen!!!
    Craisheims erklärtes Saisonziel ist der Klassenerhalt, nicht mehr und nicht weniger!!! Also was kann jetzt der NEUE besser als der Alte???
    Ich hoffe sehr, dass man diese Entscheidung im Hohenlohischen nicht schon bald bereuen wird!!!

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  • flo sagt:

    absolut richtig detlef und zu georg wollte ich noch sagen es ist ein SCHMARRN den bayern damen gleiches verhalten wie den männern vorzuwerfen die standen mit ihrer veröffentlichung unter zugzwang das ist alles
    aber mit dem vorurteil muss mann bei bayern leben egal wo man hinkommt man ist immer erst mal arrogant ich finde es schade dass hier mit solchen klischees argumentiert wird

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  • schmidt sagt:

    Schwachstellen treten immer dann zu Tage, wenn leider das eigene Feld nicht bestellt worden ist!

    In dem Moment, wo jede Spielerin spielen kann,
    muß jede glücklich sein, diesen Beruf zu haben.
    Der FF gibt jeder talentieren und ehrgeizigen Spielerin ihn richtig auszuüben.

    – Zeit war für jede war da,
    – auch ein Trainerteam mit Herrn Wörle stand für jede zur Verfügung,
    – der jede fordert,
    – der von jeder sportlich das leistungsmäßig ein- und abfordert,
    – der jeder Aufmerksamkeit und das Gefühl schenkt,

    das ist ein wirkliches Gegenüber und jede lernt wirklich ständig was dazu.
    Und auf der anderen Seite ist jede von der Chance überwältigt, von der Realität des gegenwärtigen Tabellenstandes Notiz zu nehmen und sie auch zu akzeptieren. Die Zeit des Denkens, des Handelns und des Miteinanderumgehens ist immer willkommen.

    Der Trainer, vor dem jede Spielerin Respekt zollt, muß im Interesse der Clubs sich immer für das Team entscheiden, alles lernen, was der FF voranbringen könnte und überwältigt sein von dem Neuen, was es immer dazuzulernen gibt.

    Die Realitäten, die Meinungen der Spielerinnen und die des Vorstandes schlagen immer wieder zurück.
    Wer sich nur auf Zeit versucht, nicht bilanziert und nicht mit Weitsicht seinen Fortgang zelebrieren kann, hat durch sein mögliches Schweigen seinen Kredit verspielt und erntet das, was ihm gelang und mißlangt.
    Die Einschätzung und der Rückhalt des Clubs, der Spielerinnen und der Fans darf nie außer Acht gelassen bleiben.

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  • Tom Schlimme sagt:

    Jetzt lese ich diesen jüngsten Kommentar von schmidt zum x-ten Male durch. Bin ich der einzige, der nicht versteht, was damit eigentlich gemeint ist?

    Zwei Häppchen möchte ich trotzdem aufgreifen:

    „Der Trainer, vor dem jede Spielerin Respekt zollt, muß im Interesse der Clubs sich immer für das Team entscheiden,“ und:

    „Wer sich nur auf Zeit versucht, nicht bilanziert und nicht mit Weitsicht seinen Fortgang zelebrieren kann, hat durch sein mögliches Schweigen seinen Kredit verspielt und erntet das, was ihm gelang und mißlangt.“

    Heißt das, das ein Trainer, um vor den Augen schmidts zu bestehen, grundsätzlich immer bei einem Verein bleiben muss? Oder ab wieviel Jahren Vereinszugehörigkeit bekommt ein Trainer das Recht, auch mal zu einem anderen Verein zu wechseln?

    „Mit Weitsicht seinen Fortgang zelebrieren“, wie ist das denn gemeint? 7 Monate vorher Bescheid sagen ist nicht weitsichtig genug? Wieviel Jahre vorher sollen es denn sein?

    Dann die Stelle mit „hat durch sein mögliches Schweigen seinen Kredit verspielt“. Was soll das denn heißen? Hat er nun geschwiegen, oder hat er nicht geschwiegen? Was ist denn ein „mögliches Schweigen“?

    Könnten diese doch etwas sehr nebulösen Formulierungen vielleicht einfach darin begründet sein, dass der Schreiber einfach viel zu weit weg ist von Crailsheim und von den konkreten Vorgängen nur eine nebulöse Ahnung hat?

    Ich halte es nicht für fair gegenüber dem Menschen Günther Wörle, derart nebulös und unbegründet ein allgemeines Unbehagen an seiner Entscheidung zu formulieren, ohne durch konkrete, nachvollziehbare Argumente die Möglichkeit einer Diskussion zu eröffnen.

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  • Georg sagt:

    @Schmidt: Könnten Sie Ihren letzten Eintrag nochmal auf Deutsch formulieren…? Ist nicht bös gemeint, Sie sind glaub ich auch proTSVCrailsheim eingestellt. Fußball ist nicht so kompliziert, wie Sie es darstellen. Inzwischen haben wir uns ja damit abgefunden, dass Wörle weg ist. Und wenn erst der neue Trainer da ist und die Mannschaft hoffentlich hoffentlich den Klassenerhalt geschafft hat, wird bald keiner mehr dem Ex-Trainer nachweinen. Das Projekt war halt irgendwie zum Scheitern verurteilt, vielleicht muss der TSV einfach einen Trainer aus der Region nehmen, der nicht gleich beim ersten Abwerbeversuch der Konkurrenz die 40 Km kürzere Fahrstrecke favorisiert (ein bisschen Ironie gehört dazu).
    Und sowieso haben wir die Hoffnung, dass auch Crailsheim in absehbarer Zeit eine Adresse wird, wo ein Trainer, egal woher, gerne hingeht und bleibt, um nachhaltig Großes zu leisten.

    Guten Rutsch und einen guten Start ins Neue Jahr 2008!

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  • Tom Schlimme sagt:

    @Georg:

    Nur damit da kein Missverständnis entsteht: Ich bin auch „pro TSV Crailsheim“ eingestellt. Ich halte es für sehr bewundernswert, was dieser Verein in den letzten Jahren geleistet hat, und ich bin auch optimistisch, dass der weitere Weg ebenfalls positiv sein wird.

    Nur sehe ich keinen Grund, einen verdienten Trainer dafür persönlich anzugreifen, dass er seinen Vertrag nicht verlängert, sondern ein attraktives Angebot eines anderen Vereins annimmt.

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  • Detlef sagt:

    @Georg & Tom,
    Ihr seid beileibe nicht die Einzigen, die mit schmidts Kauderwelsch nichts anzufangen wissen!!!
    Er ist in NATURA eigentlich ganz normal, man kann sich auch gut unterhalten mit ihm!!! WARUM er sich in den diversen Foren und Bloggs immer so VERQUER ausdrückt, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben!!! Er scheint einen starken Drang zur Theatralik zu haben, und schreibt somit oft in Rätseln oder Orakeln!!!
    ALSO lieber Lothar, etwas mehr populärwissenschaftlicher, könnten Deine Beiträge dann schon sein, das habe ich Dir glaub schon mal nahegelegt!!! Wenn Du Dich also nicht nur mit Dir selbst unterhalten willst, drücke Dich etwas konkreter aus!!!

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  • flo sagt:

    Tom du hast recht ich hab schmidts kommentar auch noch nicht so kapiert 😉 und zu deinem beitrag kann ich nur recht geben

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  • Detlef sagt:

    Mir geistern da noch ein paar Ungereimtheiten durch den Kopf!!!
    Ist Günther Wörle nun fristlos entlassen, oder „nur“ beurlaubt???
    Letzteres wäre für den TSV natürlich doppelt bitter, und macht das kopflose Handeln noch unverständlicher!!!
    Für eine fristlose Kündigung, müssten die Hohenloher aber ziemlich schwere Geschütze auffahren, denn da müßte man ihm schon mehr vorwerfen können, als nur den Wechsel zum Ligakonkurrenten, nach Ablauf des Vertrages!!!
    Einen Vertrag, kann man eigentlich nur in beiderseitigem Einverständnis auflösen, es sei denn, einer verstößt gegen das Kleingedruckte!!! Oder muss der TSV eine Abfindung zahlen???
    Kann da jemand Auskunft geben???

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  • Christian sagt:

    „Der baden-württembergische Erstligist entband Wörle von seinen Aufgaben…“ steht auf der Vereinshomepage. Das deute ich als Freistellung/Beurlaubung.
    Ich denke, Fragen nach Gehaltsfortzahlung, Abfindung etc. sind Internas, die uns hier nichts angehen.

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  • flo sagt:

    logisch müssen die weiterzahlen er ist ja beurlaubt sein vertrag endet erst im sommer bis dahin müssen sie zahlen

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  • Detlef sagt:

    Na wenn es wirklich so sein sollte, dass Wörle beurlaubt ist, muss der TSV auch noch doppeltes Gehalt zahlen, eins an Wörle, und eins an den neuen Coach!!! Somit ist das kopflose Verhalten von Oechsner und Co, noch weniger zu begreifen!!!???

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  • Georg sagt:

    @Detlef: Nur auf Grund einer Vermutung, die noch keinesfalls bewiesen ist, die Führungsriege von Crailsheim als kopflos zu bezeichnen, halte ich für jugendlichen Leichtsinn! Herrn Wörle könnte man durchaus so einschätzen, dass er auf seinen Teil verzichtet, falls diese Frage überhaupt jemals relevant sein sollte.

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  • Detlef sagt:

    @Georg,
    sicherlich kenne ich die genauen Gründe nicht, die den Vorstand des TSV dazu bewogen hat, Wörle sofort von seinen Aufgaben zu entbinden!!! Aber auf mich wirkt ihr Handeln eben kopflos und total überzogen!!!
    Wörle hat noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison in Crailsheim!!!
    Sein neuer Verein beschäftigt (und bezahlt) ihn erst in der neuen Saison!!! Also WARUM sollte Wörle denn da auf seinen Teil verzichten??? Ist er denn KRÖSUS???

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