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UEFA lobt deutsche Frauenfußball-Trainerinnen

Von am 13. Dezember 2007 – 9.56 Uhr

Der europäische Fußballverband (UEFA) hat dem Trainerinnenmodell im deutschen Frauenfußball ein Sonderlob ausgesprochen. „Es gibt keinen Zweifel, dass Deutschland in dieser Hinsicht das Maß aller Dinge ist“, so Andy Roxburgh, Technischer Direktor der UEFA anlässlich des dritten UEFA-Elite-Trainerforums für Frauen am UEFA-Hauptsitz in Nyon.

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Zwei respektierte und erfolgreiche Spielerinnen, Silvia Neid und Maren Meinert, hätten problemlos den Sprung vom Rasen auf die Trainerbank geschafft. Nicht zuletzt dank der perfekten Trainerinfrastruktur innerhalb des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) würden sämtliche Frauen-Nationalmannschaften seit Jahren von Erfolg zur Erfolg eilen.

Die Entwicklung des Frauenfußballs könnte in vielen europäischen Ländern einen enormen Aufschwung nehmen, sollte es gelingen, noch mehr Nationalspielerinnen dazu zu bewegen, nach dem Ende ihrer Laufbahn in das Trainergeschäft einzusteigen. Die Trainer der führenden europäischen Frauenfußball-Nationalmannschaften und -Vereine diskutierten in Nyon, wie man Spielerinnen dazu bewegen könnte, nahtlos ins Trainerfach zu wechseln. „Wenn Topspielerinnen dies täten, würde es einen enormen Einfluss auf den Frauenfußball haben“, prophezeite Roxburgh.

EM 2013 mit 16 Mannschaften?

Diskutiert wurde auch der Vorschlag der Trainer, die Zahl der Endrundenteilnehmer bei der UEFA-Europameisterschaft für Frauen auf 16 auszuweiten, sollte sich die Aufstockung auf zwölf Mannschaften bei der nächsten Endrunde 2009 in Finnland bewähren. „Die Trainer haben die Tatsache begrüßt, dass 2009 auch die UEFA-Sponsoren mit im Boot sitzen, dies wird die Werbung für das Turnier unglaublich anheizen“, erklärte Roxburgh.

Vor allem die Unterstützung der Nationalverbände, deren Frauenteams nicht zu den Top-Mannschaften gehören, ist extrem wichtig. Die eingeführten Miniturniere für Teams, die schon frühzeitig aus der Qualifikation für eine EM-Endrunde ausgeschieden waren, sind für die Entwicklung von Trainern und Spielerinnen unersetzlich.

Der Frauenfußball wird sich in den kommenden Jahren rasant weiterentwickeln, so die Prognose. Profiverein würden zunehmend ihre Frauenteams in ihre Strukturen einbinden, das Interesse des Fernsehens und der Industrie steigen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.