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Topspiel in Duisburg

Von am 2. Dezember 2007 – 10.45 Uhr 3 Kommentare

Mit der Maximalausbeute von sieben Siegen in sieben Spielen (zwei Nachholspiele stehen aus) in die Winterpause gehen, ist das Ziel des FCR 2001 Duisburg. Bevor zur Erreichung dieses Ziels am nächsten Sonntag das Gastspiel beim 1. FC Saarbrücken folgt, steht heute das Top-Spiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam an. Außerdem versucht Essen endlich zum ersten Dreier zu kommen und kämpfen der HSV und Bad Neuenahr um einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Unser Überblick über den 8. Spieltag.

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FCR 2001 Duisburg – 1. FFC Turbine Potsdam (11 Uhr):

Um 11 Uhr wird im Duisburger PCC-Stadion das Top-Spiel dieser Spielrunde angepfiffen. Der bisher verlustpunktfreie FCR Duisburg, der nur wegen zwei noch ausstehender Nachholspiele nicht den ersten Tabellenrang belegt, bekommt es mit Turbine Potsdam zu tun. Die Brandenburgerinnen sind dafür bekannt, gegen die stärksten Gegner bis an ihre Grenzen gehen zu können und in diesen Partien ihre stärksten Leistungen abzuliefern. In der vergangenen Saison verlor der FCR am letzten Spieltag zu Hause mit 0:1. Doch Thomas Obliers will nicht zurückschauen: Wenn man sich vor der Saison so hohe Ziele steckt, muss man mit der Favoritenrolle leben. Die Partie aus der letzten Saison ist für mich und die Mannschaft vollständig abgehakt.“

Personell haben beide Trainer einige Ausfälle zu beklagen. Bei den Potsdamerinnen fehlt weiterhin Torfrau Nadine Angerer, die ihren Auftritt bei der Bambi-Verleihung am Donnerstag wegen eines Schwächeanfalls absagen musste. Neben den Langzeitverletzten Aferdita Podvorica und Monique Kerschowski (Kreuzbandriss) muss Schröder möglicherweise auch auf Isabell Kerschowski verzichten. Ob die Stürmerin nach ihrer Oberschenkelverletzung bereits wieder auflaufen kann, wollte der Trainer kurzfristig entscheiden.

FC Bayern München – VfL Wolfsburg (11 Uhr):

Nach den erfolgreichen Auftritten in Liga und Pokal will der FC Bayern München seine positive Serie heute im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg fortsetzen. Die Niedersachsen konnten in ihren bisherigen fünf Saisonspielen nur vier Punkte holen und wollen bis zur Winterpause noch ein paar Zähler aufs Punktekonto schaffen. Trainer Bernd Huneke hat als Ziel ausgegeben, bis zur Winterpause einen „guten Mittelfeldplatz“ zu belegen.

Bei den Wöfinnen fehlen Andrea Wilkens (Kapselriss im Knöchel) und Anna Blässe (Gelb-Rot-Sperre). Der FCB muss auf Sonja Spieler (Kreuzband-OP in dieser Woche), Mandy Islacker, Katharina Baunach (beide Aufbautraining) und Corinna Paukner (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Bianca Eders Einsatz ist nach ihrem Nasenbeinbruch noch fraglich.

Hamburger SV – SC 07 Bad Neuenahr (11 Uhr):

Fünfter gegen Siebter heißt es im Hamburger Wolfgang-Meyer-Stadion. Die Gastgeberinnen aus der Hansestadt trotzten in den letzten Spielen ihrer angespannten Personalsituation und belegen ein wenig überraschend einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Nur allzu gerne würde der SC 07 Bad Neuenahr dies nach dem Spiel auch von sich sagen können. Mit einem Sieg an der Alster würde das gelingen.

Beide Teams verloren am vergangenen Wochenende ihre Achtelfinalspiele im DFB-Pokal trotz ansprechender Leistungen. Bad Neuenahrs Trainer Didi Schacht ist optimistisch, sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen zu holen, wenn die Mannschaft ihre Leistung aus dem Spiel gegen Potsdam bestätigt. Hamburgs Co-Trainer Javier Navarro will den Zuschauern ein erfolgreiches letztes Heimspiel im Jahr 2007 bieten: „Wir wollen am Sonntag den fünften Platz verteidigen.“

SC Freiburg – SG Essen-Schönebeck (11 Uhr):

Mit dem SC Freiburg und der SG Essen-Schönebeck stehen sich im Freiburger Weststadion die beiden einzigen noch sieglosen Mannschaften gegenüber. Für die Breisgauerinnen ist, auf dem letzten Platz liegend, bereits jedes Spiel ein kleines Endspiel. Die nur knappe Niederlage im Pokal gegen Bayern München sorgte für neues Selbstvertrauen. Trainer Thomas Schweizer meint, seine Mannschaft müsse sich „das Glück, das uns in den letzten Wochen gefehlt hat, mal erzwingen.“ Erschwert wird dieses Unterfangen jedoch durch den Ausfall von Kristina Kober, Jasmin Jannermann (Bänderriss) und Sandra Schmidt (Fußoperation).

Essens Trainer Ralf Agolli nimmt mittlerweile angesichts des neunten Tabellenplatzes das Wort „Abstiegskampf“ in den Mund und gibt eine klare Marschrichtung aus: “Abstiegskampf heißt fighten, und dazu ist viel Training nötig. Die Mädels haben sich das selbst eingebrockt, aber ich gehe davon aus, dass sie sich da auch wieder schnell heraus ziehen.” Dazu müssten die Essenerinnen auch ihre Abschlussschwäche überwinden, die die SGS als größte Schwachstelle ausgemacht hat und sich deshalb möglichst schnell mit der finnischen Torschützenkönigin Taru Laihanan einig werden will. Andrea Lenart, Inka Wesely fehlen verletzungsbedingt, Carina Chojnackis Einsatz ist noch offen.

TSV Crailsheim – SG Wattenscheid 09 (11 Uhr):

Der TSV Crailsheim möchte den Schwung aus dem erfolgreichen Pokalspiel gegen den Hamburger SV in die Liga mitnehmen und möglichst schon im vorletzten Spiel vor der Winterpause das erklärte Ziel von Trainer Günther Wörle erreichen, das da heißt: zweistellige Punktzahl. Aktuell belegen die Crailsheimerinnen mit acht Punkten den sechsten Platz, haben aber mit Problemen im Offensivbereich zu kämpfen. Claudia Nußelt konnte kaum schmerzfrei trainieren, Ungarns Nationalspielerin Fanni Vágo konnte nur reduziertes Lauftraining absolvieren.

Dennoch weiß Wattenscheids Trainerin Tanja Schulte, deren Truppe auf fremdem Platz noch ohne Punkterfolg blieb, dass nur ein Tor der Crailsheimerin reicht, um ihre Mannschaft in eine äußerst diffizile Lage zu bringen: „Wenn Crailsheim in Führung geht, wird es für jeden Gegner schwer, das Defensivbollwerk zu knacken. Wir tun uns momentan sehr schwer, was das Spiel nach vorne angeht. Uns fehlt im zentralen Bereich eine Spielmacherin, die die Spitzen bedient.“ Die Langzeitverletzten Nadija Inan und Laura Hoffmann fallen weiter aus, Jeanette Götte kann aus beruflichen Gründen nicht mitwirken.

1. FC Saarbrücken – 1. FFC Frankfurt (14 Uhr):

Sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen sollen es für den 1. FFC Frankfurt werden. Denn dann könnte der FFC als Tabellenführer überwintern, da Duisburg noch zwei Nachholspiele zu bestreiten hat. Die erste Hürde muss dafür heute beim Aufsteiger 1. FC Saarbrücken genommen werden, der sich bisher als Tabellenachter mit sieben Punkten erstaunlich gut geschlagen hat. Kerstin Garefrekes ist nach ihrer Pause im Pokalspiel gegen TeBe Berlin wieder mit von der Partie, der Einsatz von Birgit Prinz noch fraglich. Die Saarländerinnen konnten am Sonntag ihr Pokalspiel bei Holstein Kiel gewinnen und können ohne jeglichen Druck in diese Partie gehen.

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3 Kommentare »

  • Jonos sagt:

    Kompliment, wieder einmal eine tolle Vorschau auf den Bundesliga-Spieltag!
    Gruß
    Jonos

    (0)
  • @ Jonos

    Herzlichen Dank!

    Die Ergebnisse der fünf 11-Uhr-Spiele:

    FCR Duisburg – FFC Turbine Potsdam 0:1 (0:1)
    FC Bayern München – VfL Wolfsburg 1:3 (1:1)
    SC Freiburg – SG Essen-Schönebeck 0:3 (0:2)
    Hamburger SV – SC 07 Bad Neuenahr 1:0 (1:0)
    TSV Crailsheim – SG Wattenscheid 4:2 (2:1)

    Zwischen Saarbrücken und Frankfurt steht es nach 25 Minuten noch 0:0 (Siehe DFB-Liveticker)

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  • Detlef sagt:

    Frankfurt gewinnt in Saarbrücken mit 4:2 (3:0),
    oder korrekt geschrieben,
    FC Saarbrücken – FFC Frankfurt 2:4 (0:3)

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