Splitter: Cristiane, Marta oder Prinz Weltfußballerin 2007

Von am 30. November 2007 – 16.11 Uhr 10 Kommentare

Die bevorstehende Wahl zur FIFA-Weltfußballerin des Jahres 2007 ist genauso ein Thema unseres heutigen Splitters wie etwa die Vertragsverlängerung des australischen Nationaltrainers Tom Sermanni, die neueste prominente Neuverpflichtung von Olympique Lyonnais sowie vorweihnachtliche Überraschungen. 

 

Zwei Brasilianerinnen und eine Deutsche stehen unter den Top 3 der Wahl zur Weltfußballerin des Jahres 2007. Die frühere Wolfsburgerin Cristiane, Marta und Birgit Prinz können sich noch Hoffnungen auf den begehrten Titel machen. Somit hat Prinz die Chance, den prestigeträchtigen Titel bereits zum vierten Mal an Land zu ziehen. Das Geheimnis, wer letztendlich gewonnen hat, wird am 17. Dezember auf der FIFA World Player Gala in Zürich gelüftet.

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Weltmeisterlicher Adventskalender

Ein vorweihnachtlicher Adventskalender will die Frauenfußball-Fans auf das große Fest vorbereiten. Zum Gelingen haben diesmal auch unsere Weltmeisterinnen kräftig beigetragen. Also lasst Euch überraschen, was dem Frauen-Nationalteam so rund um Weihnachten eingefallen ist! Bereits das erste Türchen am 1. Dezember bietet eine einmalige Gelegenheit. Dazu gibt es ein großes Gewinnspiel „Wer ist der Superfan?“, bei dem es zehn Weltmeisterinnen-PopArt-Poster (weltweite Auflage 50 Stück) zu gewinnen gibt.

Sermanni verlängert Vertrag

Tom Sermanni hat seinen Vertrag als Trainer der australischen Frauenfußball-Nationalmannschaft bis zum Jahr 2012 verlängert. Er wird die Matildas somit sowohl in der Qualifikation für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland betreuen als auch in der Qualifikation für die Olympischen Spiele London 2012.

Sermanni, der zuletzt das Angebot ausschlug, Trainer der US-Nationalmannschaft zu werden, wird neben der Nationalmannschaft auch das Frauenfußball-Programm des australischen Instituts für Sport leiten.

Beim australischen Fußballverband (FFA) ist man froh über die Fortsetzung der Zusammenarbeit: „Wir sind hoch erfreut, dass Tom dem australischen Frauenfußball erhalten bleibt, mit seinem umfangreichen Wissen und seiner langjährigen Erfahrung“, so FFA-Boss Ben Buckley.

Nordby wechselt nach Lyon

Norwegens Nationaltorhüterin Bente Nordby wechselt von Djurgården in Schweden zu Olympique Lyonnais in die französische Liga. Ursprünglich wollte Torhüterin Bente Nordby nach Norwegen zurückkehren. Ab 1. Januar 2008 wird Nordby in Lyon spielen und die verletzte Stammtorhüterin Véronique Pons ersetzen. Nordby wird somit auch in den beiden UEFA-Pokal-Halbfinalspielen gegen Umeå IK zum Einsatz kommen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • Rainer sagt:

    Ich hatte mit Marta und Cristiane gerechnet, aber statt Birgit Prinz Nadine Angerer als Deutsche im Bunde erwartet. Mit der Entscheidung lässts sich aber leben.

    Allerdings hätte man unbedingt Lotta Schelin unter die 26 nominieren müssen…

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  • Max Diderot sagt:

    Bin ich in der glückseligen Zeit, morgen ist schließlich der erste Advent, zu nüchtern, wenn ich die Frage stelle, ob eine solche Wahl, die Frage beantworten kann, wer in der vergangenen Periode die angeblich beste Fußballerin gewesen sei? Her mit dem Punsch!

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  • Rainer sagt:

    Radio Eriwan würde auf Max Diderot dezidiert „Im Prinzip, nein“ antworten.

    Wahlen zur besten Fussballerin, zum Literaturnobelpreis (ist schliesslich auch die Wahl einer Jury) oder zum besten Film des Jahres sind zweifelsohne subjektiv.

    In erster Linie sind sie (Fussballauszeichnungen dieser Art) aber Marketing für den Sport und wenn aller Voraussicht nach Marta (wirklich die beste Fussballerin der Welt!) am 17. Dezember die Trophäe zum zweiten Mal entgegen nehmen wird, dann wird das weltweit (auch das ist relativ) publiziert und gehört einfach zum Geschäft dazu und so eine Gala ist auch was Schönes. Leckeres Essen und so weiter…

    Und Frauenfussball braucht nichts mehr als gutes Marketing. Und da ist diese Auszeichnung, deren objektiven Wert man wahrlich diskutieren kann, wahrlich dazu geeignet Publizität zu erzeugen.

    Ich habe mit der Schwedin Lotta Schelin am Mittwochabend gerade darüber geredet und sie sagte erst einmal, dass sie das nicht so eng sehe, dass keine Schwedin dabei sei, aber dann fügte sie schon hinzu, dass man darüber diskutieren könne, ob man als Weltranglistenvierter nicht jemanden dabei haben sollte, wenn z.B. Spielerinnen aus Neuseeland in der Endauswahl sind, ein Land, das bei der WM ziemlich abgeklatscht wurde…

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  • helena sagt:

    Ich dachte, die Wahl der Weltfußballerin würde von den Spielführerinnen und den Trainerinnen abgehalten? Das ist doch eigentlich die einzig wahre Möglichkeit, die beste Spielerin zu küren, schließlich erleben diese hautnah, wie gut oder schlecht jemand spielt und sollten es eigentlich auch am besten beurteilen können. Natürlich ist eine Wahl immer subjektiv, aber nur weil man Ranglistenvierter ist muß ja nicht automatisch jemand aus der Mannschaft gewählt werden, denn es hier steht das Team auf Platz vier, bei der Wahl zählt die individuelle Klasse. Und da sind für mich die drei ersten auch wirklich keine Überraschung, ja sogar absolut gerechtfertigt, wie sich bei der WM gezeigt hat (auch wenn die Frage, ob in einem Mannschaftssport überhaupt ein Einzelspieler gekürt werden muß, im Raum steht).
    Ich bin großer Fan von Birgit und mag die Spielweise von Marta nicht (auch das ist rein subjektiv und sagt gar nichts), also werde ich ihr ganz fest die Daumen drücken, auch wenn das jetzt natürlcih nichts mehr bringt…;). Nadine Angerer hat mit Sicherheit ein gutes Turnier gespielt, allerdings fand ich es nicht so überragend wie immer alle tun und daher durchaus richtig, daß sie nicht unter den ersten drei ist.

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  • Markus Juchem sagt:

    Hallo helena, die Kritik von Lotta Schelin richtet sich im Zweifelsfall gegen die FIFA, die ja 26 Spielerinnen vorausgewählt hat, unter ihnen keine Schwedin.

    Dass grundsätzlich auch immer eine Spielerin aus Ozeanien dabei ist, muss man vielleicht sportlich nicht gut finden. Allerdings will man alle Konföderationen in die Wahl mit einbeziehen, was wiederum verständlich ist.

    Deiner Einschätzung von Nadine Angerers WM-Leistung kann ich nur beipflichten.

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  • helena sagt:

    Danke für die Info, das war mir gar nicht so bewußt – war davon ausgegangen, daß die Spielführerinnen diese selber zusammenstellen, was wiederum eigentlich unlogisch ist…

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  • Max Diderot sagt:

    Da ganz objektiv nur die subjektive Meinung zählt, mein Vorschlag:

    WSSDFDJDSDWUWSMEOSNOAHSVOETUIINLÜMEGSZB

    (i.e. Women Soccer sucht die Fußballerin des Jahres, die spielen darf wo und was sie mag, egal ob aus Schweden, Neuseeland oder anderswo, Hauptsache sie verhindert oder erzielt Tore und ist in der Lage über mindestens eine ganze Saison zu begeistern.)

    Selbstverständlich sind etwaige inhaltliche Anlehnungen an Beispielen aus anderen Bereichen rein zufällig!

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  • Rainer sagt:

    Mh, ich denke auch, dass die ersten drei undiskutabel tolle Leistungen gezeigt haben.
    Den Vorschlag, dass WomenSoccer die Fußballerin des Jahres aussucht, finde ich allerdings ziemlich reizvoll, zumal Markus und Katja wirklich einen ziemlich guten Überblick haben…

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  • Max Diderot sagt:

    Rainer, dieses „Privileg“, die Fußballerin des Jahres innerhalb des Women Soccer Forums wählen zu dürfen, sollte nicht bestimmten Personen vorbehalten sein, sondern alle betreffen, die sich a) für den Frauenfußball seriös interessieren und sich b) für das Votum auch formale Gegebenheiten akzeptieren.

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  • Sant sagt:

    Ich habe mit Marta und Prinz gerechnet, Cristiane war für mich überraschend. Angerer zu nominieren wäre klasse.

    Sonstiges: Nordby wechselt nach Lyon. Sorry, es ist ein bisschen zu früh, weil sie noch nicht unterschrieben hat. Aber sie wird bald unterschreiben.

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