Drei Erstligaduelle im Pokal-Achtelfinale

Von am 24. November 2007 – 15.31 Uhr 11 Kommentare

Die Bundesliga macht an diesem Wochenende Pause, denn es stehen die acht Begegnung des DFB-Pokal-Achtelfinals auf dem Plan. Zwei von ihnen, bei denen die Favoritenrolle relativ klar verteilt ist, sind bereits im Gange. Morgen dann stehen drei Erstligaduelle an, das Topspiel findet ab 14 Uhr zwischen dem SC 07 Bad Neuenahr und dem 1. FFC Turbine Potsdam statt. Der VfR Limburg hält das Fähnchen der Oberligisten hoch und empfängt den TuS Köln rrh. Womensoccer.de gibt Euch einen Überblick.

Schon um 14 Uhr am heutigen Samstag wurden die Begegnungen FC Gütersloh gegen Lok Leipzig und Vorjahresfinalist FCR Duisburg gegen Herforder SV angepfiffen. Die Favoriten aus Duisburg und Gütersloh führen etwa eine Viertelstunde vor Schluss bereits deutlich (siehe Liveticker).

SC 07 Bad Neuenahr – 1. FFC Turbine Potsdam (14 Uhr):

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Der morgige Sonntag hält drei Erstligaduelle bereit, von denen das in der Kurstadt zweifelsohne das sportlich interessanteste sein sollte. „Alles andere als eine Erholungskur“ werde der Auswärtsauftritt, heißt es in der Potsdamer Pressemeldung vorausschauend. Zwar gewannen die Potsdamerinnen ihr Ligaspiel klar mit 2:0 gegen die Mannschaft von Trainer Didi Schacht, der vom „Spiel des Jahres“ spricht. Doch die Verletztenliste bei den Brandenburgerinnen wird immer länger. Nach Torfrau Nadine Angerer, die nach auskurierter Lungenentzündung hofft, in der nächsten Woche das Training wieder aufnehmen zu können, konnte auch ihre Stellvertreterin Desiree Schumann in dieser Woche wegen einer Armverletzung nicht trainieren. Isabell Kerschowski wird wegen einer Oberschenkelverletzung ebenso fehlen, die Finnin Essi Sainio könnte dadurch zu ihrem ersten Einsatz von Beginn an kommen.

Eher skeptisch blickt man dem Pokalfight beim Gastgeber aus Rheinland-Pfalz entgegen. Das 1:3 auf heimischem Platz gegen Bayern München am vergangenen Sonntag war ernüchternd. Zu harmlos war das Auftreten der Neuenahrerinnen. Trainer Didi Schacht: „Wir müssen uns um hundert Prozent steigern, wenn wir gegen Potsdam gewinnen wollen.“

TSV Crailsheim – Hamburger SV (13 Uhr):

Auch diese beiden Mannschaften standen sich in der laufenden Bundesligasaison bereits gegenüber. 0:0 hieß es Anfang November in Crailsheim. Ein Resultat, das TSV-Trainer Günther Wörle zu folgender Prognose verleitete: „Dann gibt es im Pokal eben ein 4:4 nach Verlängerung!“ Zumindest ein Tor, und wenn es im Elfmeterschießen ist, muss diesmal auch fallen. Denn im Pokal gibt es Sieg oder Niederlage, nur mit einem Sieg lebt der Traum vom Pokalfinale in Berlin weiter. „Wenn wir an das Frankfurt-Spiel anknüpfen können, habe ich ein gutes Gefühl“, meint Kapitänin Ramona Treyer.

Die Gäste aus Hamburg müssen ihre erste Mannschaft schon seit einigen Wochen durch Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aufstocken und erzielen dabei achtbare Resultate. Zuletzt gab es ein 1:1 bei der SG Essen-Schönebeck. Zusätzlich hoffen die Hansestädterinnen in Crailsheim auch auf die Unterstützung ihrer vielen Anhänger im Süden der Republik. Ebenfalls nur unterstützen, nicht aber aktiv eingreifen, kann Juniorennationalspielerin Imke Wübbenhorst, die nach ihrer gelb-roten Karte in der 2. Runde in Wolfsburg gesperrt ist.

FC Bayern München – SC Freiburg (14 Uhr):

Auf dem Papier ist die Ausgangslage klar: die Gastgeber vom FCB stehen mit elf Punkten auf einem starken Tabellenplatz vier, der SC Freiburg ist mit zwei Punkten noch sieglos und Träger der roten Laterne. Dementsprechend überrascht es nicht, dass Trainerin Sissy Raith darauf hinweist, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat und auch dieses Spiel erst gewonnen werden muss. Trotz des Ausfalls von Bianca Eder (Nasenbeinbruch) und Corinna Paukner (Sprunggelenk), die sich im Ligaspiel in Bad Neuenahr verletzten, ist der Optimismus aber groß. Man müsse die Partie konzentriert angehen, doch „wenn wir jedoch an die Leistung gegen Neuenahr anknüpfen können, werden wir bestimmt nicht als Verlierer vom Platz gehen“, meint etwa Stürmerin Nina Aigner.

Zweckoptimismus oder der feste Glaube an die eigenen Fähigkeiten? „Für eine Überraschung sind wir allemal gut“, meint Freiburgs Trainer Thomas Schweizer. Ein Sieg im Pokal könnte für die Liga Auftrieb geben, der der Übungsleiter klare Priorität einräumt: „Das Pokalspiel ist zwar wichtig, aber natürlich nicht so wichtig wie ein Ligaspiel.“ Bei seiner Aufstellung will er rotieren, Kristina Kober im Tor einsetzen und Küken Valeria Kleiner in seine Startelf nehmen. Seine Interims-Vorgängerin Katja Bornschein, die eigentlich nach der vergangenen Saison ihre aktive Karriere beendete, wird ebenfalls von Beginn an auflaufen. Ob die seit Wochen verletzte Susanne Hartel wieder mit von der Partie sein kann, ist noch offen.

Frankfurt gegen Spitzenreiter der 2. Liga Nord

Der Deutsche Meister 1. FFC Frankfurt, der unter der Woche das Halbfinale im UEFA-Cup erreichte, setzte seine „englischen Wochen“ fort und empfängt den Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord, TeBe Berlin. Der Einsatz der weiterhin angeschlagenen, am Mittwoch gegen Rossiyanka allerdings überragend aufspielenden Birgit Prinz ist fraglich. Die Erstliga-Aufsteigerinnen vom 1. FC Saarbrücken treten außerdem um 11 Uhr bei Holstein Kiel an, und um 14 Uhr versucht der hessische Oberligist VfR Limburg dem Zweitligisten TuS Köln rrh ein Bein zu stellen. Alle Spiele können im Liveticker des DFB verfolgt werden.

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11 Kommentare »

  • Die ersten beiden Viertelfinalisten stehen fest. Der FCR Duisburg bezwang den Herforder SV mit 5:0, der FC Gütersloh ging beim 6:0 gegen Lok Leipzig als klarer Sieger vom Platz.

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  • Holstein Kiel – 1. FC Saarbrücken 1:4

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  • schmidt sagt:

    Achtung!
    Der Kiosk TOP NEWS Schreier
    tönt in schreiendsten Farben
    was vom Spielstand 3:3, einer Verlängerung von 2 x 15 Min
    beim Pokalfight der Turbinen gegen Neuenahr
    und dem letztendlichen Sieg der Turbinen mit einem 6:4!
    Du müßten die Fans und Freunde des FF auf beiden Seiten entsprechend zulegen und mehr anfeuern.

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  • Die weiteren Ergebnisse:

    TSV Crailsheim – Hamburger SV 3:2 (1:1)
    1. FFC Frankfurt – TeBe Berlin 1:0 (1:0)
    FC Bayern München – SC Freiburg 2:1 (0:1)
    VfR Limburg – TuS Köln rrh 0:2 (0:0)

    Beim 6:4-Sieg von Turbine Potsdam nach Verlängerung in Bad Neuenahr feierte außerdem die norwegische Nationalspielerin Leni Larsen Kaurin ihr Debüt im Potsdamer Trikot. Damit haben die Potsdamerinnen wohl alle überrascht – denn eine offizielle Mitteilung über den geglückten Vertragsabschluss gab es nach Bekanntwerden ihres Probetrainings nicht. In der Bundesliga wird sie erst ab Januar spielberechtigt sein.

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  • Detlef sagt:

    Auch die TURBINE-Fans waren ziemlich überrascht, als Leni sich im Appolinarisstadion warm lief!!!
    Aber man darf ihr Debüt im TURBINE-Trikot wohl als absolut gelungen bezeichnen!!! Sie war eine echte Bereicherung für unser Mittelfeld!!!
    Obwohl sie zu Anfang noch etwas nervös und unsicher war, da sie ja auf der für sie ungewohnten zentralen MF-Position spielte!!! Aber sie hat ihre Sache wirklich gut gemacht!!!
    Sie ist eine sehr sympatische Spielerin, die auch mit uns Fans, keine Berührungsängste hatte!!!

    @schmidt,
    noch mehr anfeuern geht nicht!!!
    Morgen werde wohl ich nicht der Einzige sein, der total heiser ist!!!

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  • schmidt sagt:

    Sorry Detlef! Ich machte gestern 2 Tippfehler. Richtig ist folgendes:
    Da mußten die anwesenden 450 Fans und Freunde des FF auf beiden Seiten entsprechend zulegen und mehr anfeuern.

    Toller ERFOLG für die Turbinen ! GRATULATION AN ALLE !

    DANKE auch an alle angereisten aktiven Fans und Besucher des Pokalfights, die sicher wie alle 450 Zuschauer sich lautstark und stimulierend beteiligten und mithalfen, alle Kräfte, Energien und die Cleverness aller Spielerinnen bis zur Entscheidung zu aktivieren und abzurufen. Meinen Glückwunsch gilt dem siegreichen Team.

    Schade, dass in Bad Neuenahr und auch in Duisburg die Zuschauerzahlen jeweils nicht über 450 war. Der FF auch im Pokal hätte in seiner Faszination mehr Besucher verdient gehabt.
    Ich wiederhole mich leider und bin weiterhin überzeugt, dass die Promotion und die Öffentlichkeitsarbeit insgesamt und individuell einfach verbessert werden müßte.

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  • schmidt sagt:

    Ein vielversprechender Anfang in der Liveberichterstattung:

    1. Der Turbine Potsdam – Liveticker und das Babelsberg Hitradio
    Ab 14 Uhr wird sowohl im Turbine-Liveticker unter liveticker.ffc-turbine.de als auch bei Babelsberg Hitradio (www.babelsberg-hitradio.de) live von den Ereignissen des Pokalhits berichten.

    2. Der FCR 01 – Liveticker
    Wir wollen so oft wie möglich einen Liveticker einsetzen, um die Fans in aller Welt schnell über das Spielgeschehen zu informieren. Wenn wir einen Liveticker einsetzen, kündigen wir das an. Hier der Link zu der Seite, die sich in kurzen Abständen selbst aktualisiert.

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  • nadine sagt:

    @ Lothar:

    Du schreibst:

    „Ein vielversprechender Anfang in der Liveberichterstattung:

    1. Der Turbine Potsdam – Liveticker und das Babelsberg Hitradio
    Ab 14 Uhr wird sowohl im Turbine-Liveticker unter liveticker.ffc-turbine.de als auch bei Babelsberg Hitradio (www.babelsberg-hitradio.de) live von den Ereignissen des Pokalhits berichten.“

    Der Vollständigkeit halber möchte ich gern darauf hinweisen, dass es den Turbine-Liveticker bereits seit über 3 Jahren, nämlich seit 2004, gibt. Er wurde jetzt ge-relauncht und neu programmiert, um den Benutzern eine größere Übersichtlichkeit und mehr Service zu bieten.
    Ansonsten gehörte der 1. FFC Turbine Potsdam zu den ersten Vereinen, die – lange vor dem DFB/ISF – erkannt hat, dass ein Live-Ticker via Internet im Frauenfußball einen unverzichtbarer Service für die räumlich weit verbreiteten Anhänger darstellt, denen es nicht möglich ist, jedes Spiel live im Stadion zu verfolgen.j

    Mit freundlichem Gruß aus Potsdam!

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  • Detlef sagt:

    Sieht übrigens sehr schick aus, der neue Live-Ticker von TURBINE!!!
    Ich werde ihn sicher sehr selten nutzen, da ich meistens LIVE im Stadion bin!!! Und wenn nicht, dann hab ich auch keine Zeit, den Ticker anzusehen!!! Aber es gibt ja viele, die ihn regelmäßig nutzen, also ein dickes LOB nach POTSDAM, DANKE NADINE!!!

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  • schmidt sagt:

    @Nadine xxx, verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeit bei Turbine Potsdam (Nachname auf Wunsch gelöscht)

    Was hat sich denn noch seit 2004 weiterentwickelt ?
    z.B. Thema:
    Live-Übertragungen und mögliche Sendungen im TV mit dem Senden einiger Spielszenen und der Spielergebnisse /Videotextinformationen sind einfach zu wenig/ etc.

    1. im öffentlich-rechtlichen Fernsehen,
    2. im Privatfersehen,
    3. im Radio
    4. ………….

    Danke im voraus für Deine Antwort!

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  • Detlef sagt:

    @schmidt,
    ich würde mal sagen; „Thema verfehlt“, Note Sechs!!!
    Wie soll TURBINE den RBB, oder gar die ARD dazu zwingen, Liga oder Pokalspiele live zu senden???
    OK, man könnte doppelt so viele Plakate aufhängen, Anzeigen in Funk und Fernsehen schalten, damit mehr Zuschauer ins KARLI kommen!!! Aber irgendwer muss das auch bezahlen!!!

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