Splitter: 12. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga verschoben

Von am 22. November 2007 – 12.16 Uhr 8 Kommentare

Ein ganzer Bundesliga-Spieltag wird verschoben, die SG Essen-Schönebeck rüstet für die Zukunft und testet eine finnische Torjägerin und Australien pumpt Millionen in den Frauenfußball sind nur einige der interessanten Themen in unserem heutigen Splitter.

Der 12. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga wird aufgrund des Algarve Cups 2008 komplett verschoben. Die Spiele, die ursprünglich am 9. März 2008 stattfinden sollten, wurden neu terminiert. Als neuen Termin für den 12. Spieltag legte Spielleiterin Hannelore Ratzeburg den Ostermontag, 24. März 2008, fest. Da das Halbfinale des DFB-Pokals ebenfalls an diesem Tag ausgetragen wird, werden die hiervon betroffenen Vereine ihre Ligaspiele am 1. Mai 2008 austragen.

SG Essen-Schönebeck verpflichtet U17-Nationalspielerin – Finnische Torschützenkönigin im Probetraining

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Die SG Essen-Schönebeck hat Isabelle Linden vom Regionalligisten SC Fortuna Köln verpflichtet. Die 8-fache U17-Nationalspielerin stößt in der Winterpause zu den Essenerinnen, wird aber bereits in der kommenden Woche mit dem Bundesligakader trainieren. Trainer Ralf Agolli erklärt: „Dieser Transfer ist ein weiterer Mosaikstein in unsere Zukunftsplanung, allerdings traue ich ihr zu, dass sie sich schnell in unserem Bundesligakader zurecht findet.“ Linden erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2009.

Darüber hinaus hat Essen Taru Laihanen, die 21-jährige Stürmerin des finnischen Meisters FC Honka Espoo, zu einem Probetraining eingeladen. Bis Sonntag wird sie im Essener Bundesligakader mittrainieren. „Wir haben über Kontakte, die Andreas Kuhn nach Finnland hat, eine Empfehlung erhalten und daraufhin die Spielerin zum Probetraining eingeladen“, so Manager Willi Wißing über den überraschenden Besuch aus dem hohen Norden. Mit 21 Treffern holte sich die 7-fache finnische Nationalspielerin, die bereits in Nachwuchsmannschaften 43 Einsätze im Nationaltrikot hatte, in der abgelaufenen Saison die Torjägerkrone in der Liga.

Bianca Eder erleidet Nasenbeinbruch

Bayern Münchens Abwehrspielerin Bianca Eder hat beim 3:1-Auswärtssieg gegen den SC 07 Bad Neuenahr am vergangenen Sonntag einen Nasenbeinbruch erlitten. Acht Minuten vor Spielende machte sie unsanfte Bekanntschaft mit dem Ellenbogen von Neuenahrs Spielerin Lena Goeßling. „Ich kam von hinten und köpfte den Ball weg. Die Neuenahrerin hat mich wahrscheinlich gar nicht gesehen. Daher kann man ihr kaum einen Vorwurf machen“, so Eder. im DFB-Pokalspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag wird sie nicht zum Einsatz kommen, beim Bundesligaspiel am 2. Dezember gegen den VfL Wolfsburg will sie aber wieder dabei sein.

Duisburger Ortswechsel im DFB-Pokal

Premiere im Leichtathletikstadion des Wedau-Sportparks: Der FCR 2001 Duisburg trägt am Samstag um 14.00 Uhr dort sein Achtelfinalspiel im DFB-Pokal gegen Zweitligist Herforder SV Borussia Friedenstal aus. Dass die Duisburger das heimische PCC-Stadion in Homberg für ein Spiel verlassen, hat mehrere Gründe. „Wir gehen gerne mal über die Dörfer“, so Vorsitzender Ferdi Seidelt. „In diesem Fall, um unseren rechtsrheinischen Fans einen Anreiz zu bieten, die neue Attraktivität Frauenfußball in einem idealen Ambiente zu erleben.“ Der neue Rasenplatz und die 1.000 überdachten Sitzplätze auf der Tribüne werden für Wohlgefühl bei Spielerinnen und Zuschauern gleichermaßen sorgen.

Frauenfußball-Weltmeisterinnen bei Menschen 2007

Johannes B. Kerner begrüßt am 2. Dezember, ab 22.00 Uhr, die Menschen des Jahres 2007 beim großen ZDF-Jahresrückblick live aus München. Mit dabei sind auch unsere Weltmeisterinnen, die bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in China den zweiten WM-Titel in Folge nach 2003 holten.

Australien pumpt Millionen in den Frauenfußball

Nach dem guten Abschneiden der australischen Frauenfußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in China ist man in Australien offenbar auf den Geschmack gekommen. Mit einem 32 Millionen australischen Dollar (rund 19 Millionen Euro) schweren Aufbauprogramm soll sowohl der Männer- wie auch der Frauenfußball nachhaltig gefördert werden. Allein die Hälfte des Geldes soll in den Aufbau einer nationalen und vom Fernsehen übertragenen Frauenfußball-Liga investiert werden. „Wir wollen sicherstellen, dass unsere besten Fußballerinnen einen Pfad haben auf dem Weg zur Nationalspielerin“, so Sportministerin Kate Lundy.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Das finde ich wirklich toll, dass die Australier auf den Geschmack gekommen sind!!! Dann gibts sicher bald eine WM auf dem fünften Kontinent!!! Das wird auch besonders ERICA gefallen, unserem TURBINE-Fan in Down Under!!!

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  • schmidt sagt:

    Über die Dörfer gehen / mit einem Duisburger Ortswechsel im DFB-Pokal für Achtelfinalheimspiel des FCR 01 Duisburg.
    Dieser Ausspruch vom Teammanager Herrn Seidelt ist JA WIRKLICH EIN WITZ und zeugt von seiner Unkenntnis der Örtlichkeit und seinem eigenen überspitzten Verständnis, was er vom Duisburger Süden glaubt zu kennen. Von einem Dorf oder einem Dorfcharakter kann hier wirklich nicht gesprochen werden.

    Ich denke nicht nur die Nähe zu den rechtsrheinischen Fans muß gepflegt werden, sondern ein klasse gepflegtes Heimstadion mit einem attraktiven Standort und einen Anziehungspunkt, den alle Fans leicht und sicher erreichen können und der allen zukünftigen Ansprüchen und Erwartungen gerecht wird.

    Vielleicht hätte ich mir gewünscht, wenn es dem FCR als Vorreiter gelänge, TV- und Radio-LIFE-Übertragungen seiner Heimspiele auf den Weg bringen.

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  • Max Diderot sagt:

    Die prägnante Analyse von (Frau oder Herrn) schmidt gefällt mir sehr. Umso bedauerlicher, dass er einen salopp zitierten Satz,“Wir gehen mal über die Dörfer“, so ernsthaft rezipiert. Wiewohl ich den Niederrhein nur eingeschränkt kenne, finde ich die Idee, einen anderen als den üblichen Spielort für gelegentliche Partien zu suchen, gut. Und die jungen Duisburger Kickerinnen scheinen sich ja prächtig an den Platzhirschen (sic!) aus Frankfurt und Potsdam messen zu können.

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  • schmidt sagt:

    Es tut mir leid, wer sich in dieser gewollten saloppen gönnerisch sich verbal vergaloppiert, hat oder will nicht verstehen, dass eine solche Formulierung vielleicht bei einigen ankommt, bei mir trifft sie den Nerv, weil sie überhaupt nicht passt und so unwirklich ist.
    Das Stadion ist wirklich nahe der MSV Bundesliga-Kampfarena.

    Alles ,was die tatkräftigen und ideenreichen Fans des FCR auf den Weg bringen, zeigt HAND UND FUSS UND ENGAGEMENT UND TATKRAFT. Was die Offiziellen und manche Taten angeht, läßt einiges noch zu wünschen übrig. Die Öffentlichkeitsarbeit ist ungenügend und unzureichend.
    Wie zum Beispiel die verspätete ausführliche Mitteilung, die erst heute am Pokalspieltag zum stattfindenen Spiel auf der FCR-Homepage platziert wurde.

    Ein professionelles Verhalten bei dieser Verspätung kann ich nicht erkennen. Genauso die verspätete Veröffentlichung auf der DFB Internetseite von heute .

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  • schmidt sagt:

    „Ich verstehe wirklich nicht, warum das Spiel nicht in Hüttenheim stattfindet. Gegen den Zweitligisten werden eh nur 200 Zuschauer kommen.“
    So äußerte Stefan K heute seine Meinung zum bevorstehenden heutigen Pokalspiel des FCR in Duisburg
    Quelle:

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  • Max Diderot sagt:

    @ schmidt
    Verstehen tue ich das Ganze noch immer nicht Recht! Deine Argumentation scheint die eines Insiders zu sein, der sich über das suboptimale Gebaren des Duisburger Managements/Vorstands beklagt und die eigene Leistung respektive die der Fans nicht ausreichend gewürdigt sieht. In diesen Kontext gehört dann auch die (egoistische) Entscheidung des FCR Duisburg das aktuelle Pokalspiel an einem anderen Ort als den Gewohnten austragen zu lassen?

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  • schmidt sagt:

    lieber Max, du steigerst Dich in etwas hineín, was andere schon gar nicht verstehen können oder wollen.
    Fakt ist: Wir beide wollen sicher beide eine Weiterentwicklung in FF.
    Fakt ist auch: Wir beide stehen in keiner Verantwortung oder in einem adäquaten Amt, um was in Gang zu setzen.
    Fakt ist auch: Nur zusammen sind wir als Team stark.

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  • Max Diderot sagt:

    :-l

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