Treyer: „Wir sind immer für eine Überraschung gut“

Von am 20. November 2007 – 10.19 Uhr

Ramona Treyer von Frauenfußball-Bundesligist TSV CrailsheimKnapp ein Drittel der Saison 2007/2008 ist in der Frauenfußball-Bundesliga gespielt.

Am vergangenen Spieltag setzte es für den TSV Crailsheim eine 1:3-Niederlage beim Deutschen Meister und Tabellenführer 1. FFC Frankfurt.

Die Crailsheimer Kapitänin Ramona Treyer, die bereits in ihrer fünften Saison für den TSV spielt, zieht nach den bisherigen sieben Partien ein Zwischenfazit.

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Mit dem 1:3 gab es in Frankfurt die erwartete Niederlage. War nicht mehr drin?

Alles andere als eine Niederlage wäre eine riesige Überraschung gewesen. Frankfurt war insbesondere in der ersten Halbzeit zu stark. Wenn ich die zweite Halbzeit betrachte muss ich an meine Mannschaftskolleginnen ein wirkliches Kompliment verteilen, das war eine tolle kämpferische Leistung.

8 Punkte, Platz 6, aber nur 4 Punkte zum Abstieg – Bisher zufrieden?

Natürlich bin ich zufrieden. Wenn man bedenkt, dass wir aktuell einen Platz und einen Punkt zur letzten Saison gut gemacht haben. Und das zweite Bundesligajahr ist ja bekanntlich das schwierigste. Wobei wir vor allem in Saarbrücken noch zwei weitere Punkte hätten holen können.

Als Kapitänin haben Sie die meisten Minuten in dieser Saison gespielt. Wie sehen Sie Ihre Rolle als Spielführerin?

Das mit den meisten Spielminuten ist zwar schön, aber Statistiken helfen nicht weiter. Ich sehe meine Rolle darin, die Mannschaft zu führen und mitzureißen. Und genau da liegt auch unsere Stärke. Wenn es darauf ankommt, halten wir zusammen und treten als geschlossenes Team auf.

Bis zur Winterpause warten noch die Spiele gegen Wattenscheid und Essen. Wie viele Punkte sind Wunsch, wie viele Realität?

Keine Frage, natürlich sind sechs Punkte mein Wunsch. Aber mit vier wäre ich sehr zufrieden. Man weiß nie bei uns, wir sind immer für eine Überraschung gut.

Zuerst wartet aber der HSV im Pokal-Achtelfinale. Was erwartet die Zuschauer am Sonntag?

Wir werden ganz bestimmt nicht mehr so defensiv auflaufen wie im Punktspiel. Natürlich werden wir aber nicht ins offene Messer rennen. Es wird ein spannendes Spiel und wenn wir an das Frankfurt-Spiel anknüpfen können, habe ich ein gutes Gefühl. Die Devise lautet: Viertelfinale und wieder ein Schritt in Richtung Berlin!

(Quelle: TSV Crailsheim)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.