Erste Weichenstellungen für 2011

Von am 10. November 2007 – 19.27 Uhr 1 Kommentar

Steffi JonesAm 30. Oktober erhielt Deutschland den Zuschlag für die WM 2011. Was das Ende der Bewerbungsphase markierte, bedeutete gleichzeitig den Startschuss für konkrete Planungen. Die ersten Schritte waren klar – ein Aushängeschild des Frauenfußballs musste gefunden werden, das das Organisationskomitee an der Spitze repräsentieren kann.

Es brauchte kein Übermaß an Phantasie, um diesem Kandidatenkreis auch die Frankfurterin Steffi Jones zuzurechnen. Aufgewachsen im Frankfurter Problemviertel Bonames, steht sie stellvertretend für die Integrationskraft des Sports. Ihren Lebensweg hat sie erst kürzlich in ihrer Biografie eindrucksvoll beschrieben.

Jones gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Fußballerinnen in Deutschland und hat sich auch durch ihr Gastspiel bei Washingston Freedom vor vier Jahren national wie international einen Namen gemacht. Die 34-Jährige freut sich auf ihre neue Aufgabe, die sie am 1. Januar antreten wird: „Es ist für mich eine große Ehre, dass mir der DFB mit der Ernennung zur OK-Präsidentin der WM 2011 besonderes Vertrauen ausspricht. Mit Blick auf die großartige Entwicklung des Frauenfußballs und die enormen Chancen, die sich durch die Austragung der WM 2011 im eigenen Land ergeben, nehme ich diese Herausforderung und alle damit verbundenen Aufgaben sehr gerne an.“

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WM soll im Juni stattfinden

Eine weitere Weiche will der DFB möglichst bald stellen. „Wir würden gerne die spielfreie Zeit der Bundesliga nutzen, um die WM auszutragen. Wir wünschen uns daher 2011 einen frühen Turnierstart“, erläuterte DFB-Genealsekretär Wolfgang Niersbach den Wunsch des DFB, die Weltmeisterschaft nicht wie zuletzt im September, sondern bereits im Juni austragen zu können. Ein Wunsch, den angesichts des unglücklichen Zeitpunkt der vergangenen WM viele hegen.

Am 1. November habe der DFB sein Anliegen dem Weltverband FIFA schriftlich mitgeteilt und hofft in dieser Frage ebenso auf eine rasche Entscheidung wie in Sachen Teilnehmerzahl. Davon, ob das Teilnehmerfeld von 16 auf 24 Mannschaften erhöht wird, hängt nämlich ab, wie vielen der derzeit 12 sich in der Endauswahl befindlichen Städte der DFB absagen muss. Das Rangeln um den Zuschlag für die eigene Stadt hat bereits begonnen.

TV-Rechte bei ARD und ZDF

Sicher ist neben Jones‘ Ernennung zur OK-Präsidentin auch schon die TV-Übertragung. ARD und ZDF haben die Rechte. „Wir haben eine riesige Chance zur Popularisierung des Sportes. 2011 soll und muss ein großes Gemeinschaftswerk werden, das kann nicht der DFB alleine“, so Niersbach.

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1 Kommentar »

  • Rainer sagt:

    Steffi Jones für die Organisation der WM zu benennen, ist ein Glücksgriff. Der DFB hätte kaum eine Bessere finden können, allenfalls ein paar Gleichwertige, wenn ich z.B. an Doris Fitschen denke. Aber Steffi wird das schon machen. Jetzt muss sie nur noch überzeugt werden, dass Mönchengladbach Austragungsort sein muss….

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