Weltmeisterin Sonja Fuss engagiert sich für Mädchenfußball-Projekte

Von am 5. November 2007 – 13.35 Uhr

Frauenfußball-Weltmeisterin Sonja Fuss übernimmt die Schirmherrschaft für Mädchenfußball-Projekte des in Hamburg ansässigen Kinderhilfswerkes Plan, das in 49 Ländern aktiv ist und etwa zwei Millionen Menschen erreicht. Die 29 Jahre alte Spielerin des FCR 2001 Duisburg mit über 50 Länderspielen unterstützt drei Projekte in Ghana, Togo und Brasilien.

In vielen Ländern kicken Mädchen und Jungen begeistert in den Straßen, auf Bolzplätzen und in der Schule. Freilich längst nicht so gut ausgestattet wie hierzulande. Die Fußballprojekte für Mädchen sollen das ändern. Denn Teamsport wie Fußball hat für die soziale Entwicklung von Kindern in der Dritten Welt eine große Bedeutung und hilft so, dauerhaft die Lebensbedingungen zu verbessern. Das ist für Mädchen von besonderem Wert, weil sie in Entwicklungsländern vielfach benachteiligt werden.

In Ghana wird ein Grassroot-Projekt in der Nähe von Accra durch das Stellen von Ausrüstung und Trainern gefördert. Geplant ist, dass auch Fuss im Februar die Mädchen dort besucht. In Togo gibt es fünf Projekte, die insgesamt zehn Mädchenteams an Schulen unterstützen. Das Projekt in Brasilien wird erst aufgebaut. Und zwar im Dorf Codo im verarmten Nordosten Brasiliens.

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„Ich unterstütze die Mädchenfußball-Projekte von Plan, weil dieser Mannschaftssport Werte wie Respekt, Teamfähigkeit, Selbstbewusstsein vermittelt, die dazu beitragen, sich besser in der Gesellschaft zu positionieren“, sagt Fuss.

In der modernen Entwicklungshilfe wird neben dem Training über wichtige Fragen der Gesundheitsvorsorge und die Bedeutung von Bildung informiert. Außerdem tauschen sie sich über Probleme wie Kinderarbeit, Prostitution, sexueller Missbrauch, frühe Schwangerschaft und Gewalt aus.

Fuss ist überzeugt von der Wirkung: „Soziale und emotionale Aspekte wie Nächstenliebe, Fairness, Aufrichtigkeit und Verantwortung, geben nicht nur den betroffenen Mädchen Stärke für ihre eigene Zukunft, sondern vielleicht einer ganzen Familie, einem ganzen Dorf oder Land.“

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