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Deutschland erhält Zuschlag für WM 2011

Von am 30. Oktober 2007 – 15.05 Uhr

Logo WM 2011Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Zuschlag zur Ausrichtung der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 erhalten.

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Die 21 anwesenden Mitglieder des normalerweise 24-köpfigen Exekutivkomitees des Fußball-Weltverbands FIFA votierten im FIFA-Hauptsitz in Zürich mehrheitlich zugunsten von Deutschland. Mitbewerber Kanada musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Freude auf WM 2011

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger freute sich: „Wir sind sehr stolz und dankbar für diese Auszeichnung, dass wir nach der Männer-WM 2006 bereits 2011 die Frauen-WM ausrichten dürfen. Der gesamte deutsche Sport freut sich auf diese Aufgabe. Der Frauenfußball hat rund um den Erdball eine riesige Entwicklungschance, der Ball ist endlich auch für die Mädchen da. Wir versprechen, nicht die WM 2006 nachzuahmen, das geht nicht. Die WM soll von Fairplay und Respekt leben.“

Doch auch dem Mitbewerber Kanada schenkte Zwanziger ein paar tröstende Worte: „Wir danken den kanadischen Freunden für ihre Bewerbung, sie hätten die WM ebenso großartig ausrichten können, wie wir es versuchen werden. Wir bedanken uns für die Unterstützung der Regierung und auch für die Anwesenheit von Frau von der Leyen, die das nachdrücklich untermauert hat. Wir danken allen, die geholfen haben, die Bewerbung vorzubereiten. Ich bedanke mich insbesondere bei Ehrenpräsident Gerhard Meyer-Vorfelder und auch Exekutivmitglied Franz Beckenbauer.“

Prinz: „Es wird ein Superevent“

Die dreifache Weltfußballerin Birgit Prinz erklärte: „Wir werden eine tolle Stimmung haben, das wird ein Superevent werden, das sicherlich bestens organisiert wird. Ich freue mich einfach darauf.“

Laut Zwanziger wird das Eröffnungsspiel aller Voraussicht nach in Berlin stattfinden, das Finale soll in Frankfurt/Main ausgetragen werden. Schon vor der Entscheidung des Exekutivkomitees hatte der DFB seine Hausaufgaben gemacht. Allein das Bewerbungsdossier umfasste 1212 Seiten. Dabei erarbeitete der Verband detaillierte Konzepte zu den Themen Finanzen, Ticketing, Sicherheit, Akkreditierung, Versicherungen, Medieneinrichtungen, Unterbringung, Transport, Verkehr und Informationstechnologie.

Zudem liegen bereits zwölf Regierungsgarantien der zuständigen Ministerien und Institutionen vor. Diese beinhalten neben einer allgemeinen Willkommenserklärung der Bundesregierung unter anderem Zusagen für Visa-Angelegenheiten, Arbeitsgenehmigungen, Zölle und Steuern sowie den Bank- und Devisenverkehr.

12 Stadien hoffen auf Zuschlag

Auch bei den Austragungsstätten ging der DFB über das geforderte Maß hinaus. Obwohl die FIFA nur vier bis sechs Stadien forderte, bewarb sich der DFB mit zwölf Arenen (Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bochum, Dresden, Essen, Frankfurt, Leverkusen, Magdeburg, Mönchengladbach, Sinsheim, Wolfsburg).

Deutschland ist nach Schweden 1995 erst der zweite europäische Gastgeber der Frauenfußball-Weltmeisterschaft. Zuvor wurde die WM-Endrunde bereits in China (1991 und 2007) sowie den USA (1999 und 2003) ausgespielt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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  • Frauenfußball: Professionalisierung mit Tücken - Frauenfußball-Blog auf Ballhöhe sagt:

    […] Seitdem der Fußball-Weltverband (FIFA) am 30. Oktober des vergangenen Jahres Deutschland den Zuschlag zur Ausrichtung der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 erteilte, hat im deutschen Frauenfußball eine neue Zeitrechnung begonnen. Von der wachsenden Beliebtheit des Frauenfußballs will bis 2011 jeder profitieren und ein Stück vom Kuchen abbekommen. […]

  • […] der Kandidaten für die Frauenfußball-WM 2011, nur knapp musste man sich vor vier Jahren Deutschland geschlagen geben. Auch damals blieben am Ende nur noch zwei Bewerber übrig, nachdem die Schweiz, Frankreich, […]