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Loisel neue Nationaltrainerin Chinas

Von am 28. Oktober 2007 – 19.31 Uhr

Überraschend schnell hat der chinesische Fußballverband (CFA) eine Nachfolgerin als Trainerin der Frauenfußball-Nationalmannschaft gefunden. Am Sonntag wurde in Peking die frühere französische Nationaltrainerin Elisabeth Loisel als Nachfolgerin von Marika Domanski-Lyfors präsentiert, die erst vor fünf Tagen von ihrem Amt zurückgetreten war.

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„Ich habe vollstes Vertrauen in das Team. Das Team besteht aus jungen Spielerinnen, die großes Potenzial haben“, so Loisel bei ihrer Vorstellung. Damit vertraut der CFA zum zweiten Mal in Folge einer ausländischen Trainerin die Führung über die „Steel Roses“ an.

Loisel ist innerhalb der vergangenen vier Jahre bereits die siebte Trainerverpflichtung bei den Chinesinnen. Am Sonntagmittag unterzeichnete sie einen Vertrag bis einschließlich der Olympischen Spiele 2008.

„China hat unter Marika beträchtliche Fortschritte gemacht“, lobte die 44-Jährige. „Ich werde helfen, dass wir in Zukunft noch mehr erreichen können. So kündigte Loisel an, das Team unter die Top 6 der Weltrangliste bringen zu wollen.

Nachholbedarf im athletischen Bereich

Vor allem gelte es, an physischen Defiziten zu arbeiten, die das Team von Nationen wie Deutschland, Brasilien, USA und Norwegen unterscheiden würde. „Daran werden wir hart arbeiten“, kündigte Loisel an.

Als nächstes Großereignis stehen 2008 die Olympischen Spiele in Peking an. Und Loisels Zielsetzung ist klar. „Jeder weiß, dass es bei jedem olympischen Wettbewerb drei Medaillen zu gewinnen gibt. Und wir werden alles versuchen, eine davon zu bekommen.“

Vor allem den Druck auf die Spielerinnen will sie erhöhen. „Ich werde konstant die Spielerinnen auswählen, die das meiste Potenzial haben.“ Bereits am kommenden Mittwoch wird das Team in einem Trainingslager zusammen gezogen, an dem 35 Spielerinnen teilnehmen werden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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