Zwanziger: „Die deutschen Spiele werden wir problemlos ausverkaufen“

Von am 26. Oktober 2007 – 12.19 Uhr 2 Kommentare

Anders als ursprünglich geplant wird der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erst am Dienstag seine Bewerbung für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 der FIFA-Exekutive präsentieren.

Die Entscheidung wird dann um 15.00 Uhr bekannt gegeben. In einem Interview mit dem Sportinformationsdienst gewährte DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger einen ersten Einblick in die Planungen, sollte Deutschland den Zuschlag erhalten.

Dabei glaubt Zwanziger, dass es positiv wäre, die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften von 16 auf 24 zu erhöhen. „Für die Entwicklung wäre es gut, das Teilnehmerfeld zu vergrößern. Ob dafür 2011 der richtige Zeitpunkt ist, ist eine schwierige Frage. (…) Der Weg muss grundsätzlich in Richtung eines größeren Teilnehmerfelds führen.“

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Kleinere Dimension

Die Größenordnung einer Frauen-WM schätzt der DFB-Boss aber kleiner ein als bei der Männer-WM 2006. „Natürlich ist die Dimension eine andere und die Schwerpunkte würden etwas anders liegen.“

Analog zu Franz Beckenbauer 2006 soll es dann auch für 2011 eine zentrale Figur geben. Zwanziger wollte allerdings noch nicht verraten, wer das sein wird. „Es wird allerdings ein weibliches Gesicht sein.“

Dabei skizzierte Zwanziger die hohen Anforderungen, die an die Ausrichter eines Turniers gestellt werden. „Zunächst einmal ist die FIFA der Veranstalter, wir wären dann Ausrichter. Insoweit ist das Grundgefüge das gleiche. Es muss dann ein Vertrag zwischen beiden Seiten geschlossen werden, der besagt, wer welche Rechte hat. Da wird es eine ganze Reihe von Verhandlungen geben, die dann auch die finanziellen Dinge festlegt. Die Fernseh- und Vermarktungsrechte sind bei der FIFA. Es muss also besprochen werden, ob wir wieder eine Art nationale Förderer gewinnen können.“

Überschuss kommt Frauenfußball zugute

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Sollte bei der WM ein wirtschaftlicher Überschuss erzielt werden, würden die Frauenfußball- und Mädchenfußball-Programme innerhalb des DFB intensiviert werden. Dazu wird es vor allem nötig sein, die Stadien auch bei Spielen möglichst gut zu füllen, an denen die deutsche Mannschaft nicht beteiligt ist.

„Dafür braucht man sehr viele gesellschaftliche Konzepte und Programme, insbesondere mit Schulen und anderen Einrichtungen. Die Spiele der deutschen Mannschaft werden wir problemlos ausverkaufen, aber bei den anderen Spielen wird es natürlich schwieriger als bei der Männer-WM.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Crackfly sagt:

    Den Part des Franz Beckenbauers könnte ich mir vorstellen für ne Steffi Jones. Immerhin hat sie aufgehört in der Natio und ist medienwirksam und bekannt.

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  • Detlef sagt:

    @Crackfly,
    Ja, gute Wahl!!! Es gäbe auch noch Martina Voss, oder Heidi Mohr, oder Doris Fitschen!!! Aber Jonsi ist sicher die bekannteste!!!
    Ich hoffe nur, dass nicht Nia Künzer diesen Job machen wird!!!

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