Fast 4.000 Zuschauer feiern Umeås Titelgewinn

Von am 22. Oktober 2007 – 12.59 Uhr

Marta und Hanna LjungbergZum dritten Mal in Folge, zum sechsten Mal insgesamt, hat sich Umeå IK den schwedischen Meistertitel gesichert und damit seine Dominanz im nationalen Frauenfußball eindrucksvoll untermauert. 3.798 Zuschauer waren am Sonntag ins Stadion Gammliavallen geströmt und sie mussten ihr Kommen nicht bereuen.

Video zur gewonnenen Meisterschaft (schwedisch)

Mit einem furiosen 8:0 (4:0)-Sieg gegen AIK aus der Hauptstadt zerstreute das Team von Weltfußballerin Marta die letzten theoretischen Zweifel. Unter anderem drei Treffer von Mittelfeldspielerin Lisa Dahlqvist, der erste bereits nach 15 Sekunden, und zwei von Ramona Bachmann sorgten für strahlende Gesichter beim Publikum.

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Umeå-Trainer Andrée Jeglertz freute sich: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Spielerinnen. Wir haben vor der Saison Malin Moström und Anne Mäkinen verloren und die beiden sind wahrlich nicht einfach zu ersetzen. Aber wir haben das gut in den Griff bekommen, auch wenn wir in einigen Spielen zu kämpfen hatten.“

Marta erklärte: „Heute haben wir genau so gespielt, wie wir das können, mit einem sehr schönen Passspiel. Das ist ein Beweis dafür, dass wir eine starke Gruppe sind, in der jede für die andere arbeitet. Wir haben den schwedischen Pokal gewonnen und jetzt auch die Meisterschaft, obwohl wir teilweise Verletzungsprobleme hatten. Aber wir haben hart dafür gekämpft.“

Da konnte sie auch verschmerzen, dass Lotta Schelin am vorletzten Spieltag mit drei Treffern beim 4:1-Sieg von Kopparbergs/Göteborg gegen QBIK in der Torschützenliste an ihr vorbeizog und jetzt vor dem letzten Spieltag zwei Treffer Vorsprung hat (25:23). „Das ist mir nicht so wichtig“, so Marta.

Die dreifache Torschützin Dahlqvist lobte: „Wir haben diesen Titel als Team gewonnen. Wir haben vielleicht nicht so viele Stars wie früher im Team, aber das macht den Erfolg umso schöner. Wir haben mehr junge Spielerinnen im Team und mussten härter arbeiten. Wir haben Moral bewiesen und sind organisiert aufgetreten.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.