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Der Tag der Doppeltorschützinnen

Von am 15. Oktober 2007 – 10.48 Uhr 2 Kommentare

Nina Aigner im LaufduellAm vierten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hatten gleich fünf Spielerinnen Grund zur doppelten Freude. Denn sie sicherten mit den Treffern ihren Teams wertvolle Punkte.

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Dabei entledigte sich in Potsdam eine der Ladehemmung der vergangenen Monate, in Duisburg ließ ein erst 16-jähriges Nachwuchstalent seine Klasse aufblitzen. Und in München gab es sogar gleich zwei Doppelpacks zu bewundern, doch nur eine der beiden Spielerinnen konnte sich darüber freuen.

18 Tore fielen in den fünf Partien (das Spiel VfL Wolfsburg gegen den 1. FFC Frankfurt wurde wegen des parallel ausgetragenen UEFA-Pokals verlegt). Zwei davon erzielte Anja Mittag beim 2:0-Erfolg Turbine Potsdams gegen den SC 07 Bad Neuenahr. Sie dürfte sich besonders über die Tore gefreut haben, stand sie doch in den vergangenen Wochen und Monaten ob ihrer mangelnden Chancenauswertung und zweier verschossener Elfmeter gehörig in der Kritik. „Ich bin erleichtert. Das fühlt sich gut an“, so Mittag nach dem Spiel über ihren Gemütszustand. Turbine bleibt mit dem Sieg weiter auf Tabellenplatz vier, hat aber ein kleines Polster zwischen sich und seine Verfolger gelegt.

Beim 3:0-Erfolg des FCR 2001 Duisburg war es die erst 16-Jährige Turid Knaak, die mit ihren beiden Toren maßgeblichen Anteil am Sieg gegen Aufsteiger Wattenscheid 09 hatte. Zweimal verwertete sie „nicht nur halbherzig“, wie Duisburgs Trainer Thomas Obliers anmerkte, der sonst mit seinem Team an diesem Tag allerdings nicht besonders zufrieden sein konnte. „Bei uns haben die letzten Prozente einfach gefehlt.“ Durch den Sieg übernahmen die Duisburgerinnen vorläufig die Tabellenspitze, da der 1. FFC Frankfurt ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Lisa Schwab trifft erneut

Erneut in Torlaune präsentierte sich U19-Europameisterin Lisa Schwab vom 1. FC Saarbrücken, die nach ihrem Treffer bei Wattenscheid 09 in der Vorwoche diesmal gleich zwei folgen ließ und damit ihrem Team beim 2:2 gegen die SG Essen-Schönebeck einen Punkt sicherte und für das vierte Remis beider Teams in Folge sorgte. Beide Mannschaften haben nach vier Spieltagen vier Punkte auf dem Konto.

Last but not least sorgten in München gleich zwei Spielerinnen für Doppelpacks. Doch nur Nina Aigner konnte sich am Ende freuen, mit ihren beiden Treffern entscheidenden Anteil am 3:2-Erfolg gegen den TSV Crailsheim gehabt zu haben. „Das war ein hart umkämpftes Spiel. Aber wir hatten die besseren Chancen und konnten drei wichtige Punkte einfahren“, freute sich Österreichs Nationalspielerin nach der Partie.

Die beiden Treffer von Claudia Nußelt für die Gäste blieben hingegen Makulatur. Für die Crailsheimerinnen geht es nun am kommenden Bundesliga-Spieltag darum, Punkte gegen den Hamburger SV zu sammeln.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Markus schrieb; „Für die Crailsheimerinnen geht es nun am kommenden Wochenende darum, Punkte gegen den Hamburger SV zu sammeln.“
    Also nächstes Wochenende, müssen die TSV-Mädels erst mal im DFB-Pokal in Jena antreten!!!

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke, Detlef. Habe es korrigiert.

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