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UEFA-Cup: Ab heute ist der Titel für Arsenal “weg”

Von am 11. Oktober 2007 – 13.17 Uhr 17 Kommentare

Cathrine Paaske SørensenDas Jahr 2007 war ohne jeden Zweifel das bisher erfolgreichste in der Geschichte des englischen Frauenfußballs. Die Nationalmannschaft erreichte bei ihrem zweiten Auftritt auf der großen WM-Bühne das Viertelfinale. Den Paukenschlag schlechthin landete aber der nationale Serienmeister Arsenal LFC, als er den schwedischen Ligaprimus Umeå IK aus den Titelträumen riss und fast schon sensationell als erstes nicht-skandinavisches und nicht-deutsches Team die höchste europäische Vereinstrophäe einheimste.

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Ab heute nun, da in vier Gruppen mit je vier Mannschaften die 2. Runde des UEFA-Cups beginnt, in der auch die fünf gesetzten Mannschaften – darunter Titelverteidiger Arsenal, Vorjahresfinalist UIK und ebenso der Deutsche Meister 1. FFC Frankfurt (siehe Vorschau „deutsche Gruppe“) – in den Wettbewerb einsteigen, werden die Zeiger auf Null gestellt. „Als wir nach China gekommen sind, hatten wir den Titel erstmal verloren“, meinte Bundestrainerin Silvia Neid nach dem – neu gewonnenen – WM-Titel. Das gilt nun auch für Arsenal. Das Rennen ist eröffnet. Ein Ausblick.

Das Prozedere ist so bekannt wie einfach. Der Gruppenerste und -zweite qualifizieren sich für das Viertelfinale im November (siehe Übersicht unten). Das zu erreichen, ist in der einen Gruppe leichter, in der anderen schwerer. Besonders knifflig und bis zum dritten und letzten Spieltag hochspannend, verspricht Gruppe D zu werden.

Zwei Halbfinalisten in einer Gruppe

Dort kämpfen der dänische Meister Brøndby IF, der norwegische Meister Kolbotn IL – beide Halbfinalisten der letzten Saison -, der hochambitionierte französische Meister Olympique Lyonnais und als Underdog der tschechische Meister Sparta Prag um die zwei Viertelfinal-Tickets. Für mindestens ein Team, das durchaus mit dem Halbfinale oder mehr plant, wird bereits am Dienstag die UEFA-Cup-Saison 2007/2008 zu Ende sein.

Gastgeber Olympique Lyonnais will das auf keinen Fall sein. Präsident Jean-Michel Aulas kündigte nämlich noch während der Meisterfeierlichkeiten in diesem Jahr an: „Wir bauen eine Mannschaft auf, die mit dem Ziel in den UEFA-Cup geht, ihn zu gewinnen.“ Hat da jemand den Mund zu voll genommen oder ist das realistisch? Dass die Gruppe so stark besetzt ist, wird helfen, das schon bald herauszufinden.

Olympique Lyonnais mit starkem Kader

Zumindest der Kader ist mehr als namhaft besetzt. Erst verpflichtete man vor einem Jahr mit den Nationalspielerinnen Sonia Bompastor, Camille Abily und Hoda Lattaf gleich drei Führungsspielerinnen vom Mitkonkurrenten Montpellier HSC, zuletzt stießen auch noch die Nachwuchshoffnungen Elodie Thomis und Louisa Necib, ebenfalls A-Nationalspielerinnen, hinzu. Laura Georges, regelmäßig für die Weltfußballerinnen-Wahl nominiert, beendete ihren USA-Aufenthalt und schnürt nun auch in Lyon ihre Fußballschuhe.

Die skandinavischen Vertreter aus Kopenhagen und Oslo wollen beide an den Vorjahreserfolg anknüpfen. Für die Spielerinnen aus dem Land des WM-Vierten Norwegen – ein Wiedersehen gibt es u.a. mit Solveig Gulbrandsen, Camilla Huse und Isabell Herlovsen – bedeutet dies auch, neues Selbstvertrauen für die Liga zu tanken. Am Sonntag musste man eine bittere Niederlage bei Klepp IL einstecken und liegt nun bei noch drei ausstehenden Spielen drei Punkte hinter Røa IL Oslo, sodass es am letzten Spieltag zum Showdown kommen wird.

Der dänische Meister um Topstar Cathrine Paaske Sørensen warf im vergangenen Jahr Turbine Potsdam aus dem Wettbewerb und erreichte zum zweiten Mal nach 2004 das Halbfinale. Um das zu erreichen, wäre ein erster Platz in der eigenen Gruppe sehr von Vorteil. Denn als Zweiter träfe man im Halbfinale auf den Ersten der Gruppe A – wahrscheinlich Arsenal LFC.

Arsenal mit vergleichsweise leichter Gruppe

Der mit zahlreichen Nationalspielerinnen besetzte Titelverteidiger, der nach der WM in de nationalen Wettbewerben weiter souverän seine Kreise zog, sollte nach der Papierform in seiner Gruppe vergleichsweise leichtes Spiel haben. Auf ihn warten der kasachische Meister Alma KTZH, dessen Weiterkommen eine große Überraschung wäre, der italienische Meister ASD Bardolino Verona um Top-Stürmerin Patrizia Panico und der österreichische Meister SV Neulengbach. Bis auf Arsenal hat noch keiner dieser Clubs je das Viertelfinale erreicht.

Die Österreicherinnen um die brasilianische Vizeweltmeisterin Rosana werden sich dabei vor allem mit Bardolino Verona auseinandersetzen müssen, die in der 1. Runde ohne Gegentor blieben. 2005 stand man sich schon einmal gegenüber und trennte sich mit 0:0. Gleich heute um 14 Uhr könnte also eine Vorentscheidung fallen.

Wer wird Zweiter hinter Umeå?

Vorjahresfinalist Umeå IK sieht sich in Gruppe B der Konkurrenz aus Russland, Weißrussland und Rumänien gegenüber. In der Liga stehen die zweifachen Titelträgerinnen mit neun Punkten Vorsprung auf Djurgården IF nur formal noch nicht sicher als Meister fest (und wären damit auch im kommenden UEFA-Cup-Jahr dabei), und auch diese Pokalrunde sollte kein Stolperstein sein. Schließlich hat man auch vor eigenem Publikum noch etwas gutzumachen, nachdem die Finalniederlage gegen die Engländerinnen einen kleiner Schock bedeutete.

Bleibt also aller Wahrscheinlichkeit nur ein Platz, um den sich WFC Rossiyanka aus Russland, CFF Clujana auf Rumänien und Universitet Vitebsk aus Weißrussland streiten. Die Rumäninnen qualifizierten sich als bester Gruppenzweiter in der 1. Runde und trotzten dabei immerhin Sparta Prag, das vom tschechischen Nationaltrainer Dušan Žovinec betreut wird, ein beachtliches Unentschieden ab. Seit 2003 haben sie alle Meisterschaften gewonnen und sind dreimal hintereinander Pokalsieger geworden. Dank des Rekordetats von 60.000 Euro soll nun im UEFA-Cup der nächste Schritt gemacht werden.

Doch vor allem auch Rossiyanka, das im Vorjahr nur an Arsenal und Brøndby scheiterte, und das weißrussische, studentisch geprägte Team von Universitet Vitebsk machen sich berechtigte Hoffnungen auf die nächste Runde. Beste Karten können dabei Rossiyanka eingeräumt werden, die dann ein möglicher Viertelfinalgegner des FFC Frankfurt wären – vorausgesetzt, die Hessinnen gewinnen ihre Gruppe, die wir in einem gesonderten Beitrag näher beleuchten.

Die vier Gruppen in der Übersicht:

Gruppe A:

Arsenal LFC (England)
ASD CF Bardolino Verona (Italien)
Alma KTZH (Kasachstan)
SV Neulengbach (Österreich)

Gruppe B:

Umeå IK (Schweden)
WFC Rossiyanka (Russland)
CFF Clujana (Rumänien)
Universitet Vitebsk (Weißrussland)

Gruppe C:

1. FFC Frankfurt (Deutschland)
KFC Rapide Wezemaal (Belgien)
Valur Reykjavík (Island)
Everton LFC (England)

Gruppe D:

Brøndby IF (Dänemark)
Kolbotn IL (Norwegen)
Olympique Lyonnais (Frankreich)
AC Sparta Praha (Tschechien)

Die Viertelfinalansetzungen (fett hervorgehoben die Gruppe des 1. FFC Frankfurt):

Erster Gruppe A – Zweiter Gruppe D
Erster Gruppe B – Zweiter Gruppe C
Erster Gruppe C – Zweiter Gruppe B
Erster Gruppe D – Zweiter Gruppe A

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17 Kommentare »

  • Die erste Begegnung zwischen Bardolino Verona und dem SV Neulengbach endete mit einem hart umkämpften 3:2-Sieg für die Italienerinnen. Neulengbach hatte bereits mit 2:1 geführt.

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  • Rossiyanka schlägt Universitet Vitebsk mit 3:1.

    Die Zwischenstände und Endergebnisse könnt ihr immer hier einsehen:
    Link

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  • Weitere Ergebnisse:

    Olympique Lyonnais – Brøndby IF 0:0
    Kolbotn IL – Sparta Prag 3:1
    Umeå IK – CFF Clujana 3:1

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  • Arsenal LFC – Alma KTZH 4:0

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  • schmidt sagt:

    Bitte an besser Informierte! Die etwas dürftigen Infos über alle am UEFA-CUP beteiligten Teams könnten vielleicht besser informierte uns hier näher und besser vorstellen.

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  • Max Diderot sagt:

    „Bitte an besser Informierte!“ Diesen und den nachfolgenden Satz versuche ich zu verstehen – und schaff‘ es nicht. Handelt es sich um Kritik, Lob gegebenenfalls Kritik und Lob oder war zum Zeitpunkt des Mailversandes der Koffeinspiegel noch unterdurchschnittlich?

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  • Rainer sagt:

    Als „besser Informierter“, weil in Schweden lebend, kann ich sagen, dass Umeå gestern Abend den rumänischen Meister „nur“ mit 3:1 geschlagen hat.

    Zweimal Lise Klaveness (gestern Kapitänin für die zusammen mit Marta auf der Bank frierende Karolina Westberg) und Madelaine Edlund machten die Tore für UIK vor ein paar hundert Zuschauern an einem fürchterlich kalten Herbstabend.

    Ich war zufällig in Umeå und dann auch gestern Abend beim Spiel.

    Frohe Kunde für alle Schwedenfans: Gestern gab der Club bekannt, dass die Schweizerin Ramona Bachmann ihren Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert hat.

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  • Max Diderot sagt:

    Pardon, mein Malheur. Nun glaube ich zu wissen, was unter „… besser Informierte …“ zu verstehen ist und gönne mir jetzt einen Kaffee auch um mein zeitweises zerebrales Manko zu egalisieren.

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  • Detlef sagt:

    Es braucht schon etwas Übung, um Schmidts „geschwollene Ausdrucksweise“ zu verstehen!!! Meine Auslegung würde dahin gehen, dass er sich von den Mannschaften ein Porträt, wünscht!!!
    Also ein Job für den Statistiker MARKUS!!!

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  • Christian sagt:

    @Detlef
    Dein erster Satz gefällt mir!

    @Schmidt
    Schau dich doch mal hier um: http://de.uefa.com/competitions/womencup/index.html

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  • Max Diderot sagt:

    Hat sich da momentan etwas verflüchtigt oder ist es obligatorisch, dass der zweite Spieltag der Qualifikationsrunde zum UEFA-Women’s-Cup auf scheinbar so wenig Resonanz stößt? Oder stehen einige noch in speziellen Maßnahmen zur Wiedergewinnung sensibler Techniken nach dem Brachial-Kick à la Irland vs Deutschland im Männerfußball. Erschwerend kommt vielleicht noch für jene, die sich auch dem Rugby-WM-Halbfinale Frankreich vs England widmeten, hinzu, dass man geradezu fasziniert ist von diesen langatmigen Spielphasen, die sich dann schnell in explosive Momente verwandeln können.
    Aber zurück zu den Damen. Sind die Frankfurterinnen im Pakt mit Glücksgöttin Fortuna, nachdem es ihnen erneut gelang, im buchstäblich letzten Moment für die Entscheidung zu sorgen, oder ist es möglicherweise ihrer Cleverness zuzuschreiben, die sie im Frauenfußball zu einer Art Main-Ausgabe ehemaliger Isar-Minimalisten mutieren lässt?
    So oder so, die Damen aus Hessen haben nunmehr beste Chancen, in ihrer Gruppe als Erstplatzierte den Konkurrentinnen aus Umea vorerst aus dem Weg gehen zu können.

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  • Antje aus London sagt:

    Aus London kann ich berichten, dass die Arsenal Ladies gegen Neulengbach ueberhaupt nicht gefordert wurden und in einem besseren Trainingskick 7:0 (zur Halbzeit 4:0) gewonnen haben. Stuermerin Julie Fleeting durfte nach einem Doppelpack in der ersten Haelfte bereits zur Halbzeit duschen gehen, so deutlich war die Ueberlegenheit. In der letzten Viertelstunde durften zwei Nachwuchsspielerinnen fuer die Gunners ran, eine davon, Gilly Flaherty, war erst 16 Jahre alt. Kelly Smith, die im ersten UEFA-Cup-Spiel noch gefehlt hatte, spielte ca. 60 Minuten. Ihre Technik am Ball ist beeindruckend, aber leider schwebt auch oft ein Hauch von Arroganz mit, wenn sie mit einem weiteren Trick noch eine Gegenspielerin ausspielen muss. Karen Carney, Jayne Ludlow und Katie Chapman machten ein gutes Spiel und konnten sich alle drei in die Torschuetzenliste eintragen. Kapitaenin Faye White war anwesend, spielte aber nach einer Nasen-OP (laut Programm) nicht. Das Ganze fand bei schoenstem Herbstwetter vor einer enttaeuschenden Kulisse von nur ca. 200 Zuschauern statt.

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  • Max Diderot sagt:

    Danke für Deine Impressionen, Antje. Was mich desweiteren interessieren würde, wie die Entwicklung der FA Women’s Premier League (National Division) beurteilt wird. Als ferner Betrachter und häufiger Leser der FA-Website )
    drängt sich mir der Eindruck auf, dass der englische Damenligabetrieb besser organisiert zu sein scheint als das deutsche Pendant. Zwar gibt es hier wie dort tonangebende Teams, mit den Arsenal Ladies und Frankfurt, aber die anderen, bekannten FA-Clubs scheinen sich darüber im Klaren zu sein, was bei vergleichbaren Vereinen in Deutschland eher suboptimal ausgeprägt ist, welchen zukünftig bedeutsamen Stellenwert der Frauenfußball haben wird.

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  • Antje aus London sagt:

    @ Max
    Wenn ich Dich richtig verstehe, beziehst Du Dich darauf, dass sich in England mehr namhafte bzw. etablierte Maenner-Vereine im Frauenfussball engagieren. Das mag auf dem Papier so aussehen. Meines Wissens ist es so, dass die Frauen-Mannschaften zwar oft unter dem gleichen Namen wie die Maenner spielen und vielleicht auch Trikots vom Verein gestellt bekommen. Die weitere finanzielle und organisatorische Unterstuetzung variiert dann aber genauso wie in Deutschland, z.B. zwischen Bayern Muenchen und dem HSV.

    Die Ereignisse in Charlton in diesem Sommer und beim FC Fulham vor einem Jahr zeigen, dass das Engagement der renommierten Clubs fuer den Frauenfussball in England nicht so uneingeschraenkt ist, wie es beim Lesen der Tabelle scheint. Beide Vereine haben sich aus finanziellen Gruenden von ihren Frauenabteilungen getrennt. Im Falle von Charlton Athletic gab es zwar am Ende eine Loesung und die Abteilung konnte unter dem Dach eines anderen Traegers gerettet werden. Zu dem Zeitpunkt hatten aber die Spielerinnen der ersten Mannschaft bereits zu anderen Vereinen gewechselt. Charlton wird nun mit einem Jugendteam antreten und aehnlich wie Fulham in der letzten Saison in die zweite Liga durchgereicht werden.

    Wie schon anderswo erwaehnt, sticht Arsenal in dieser Hinsicht als positives Beispiel an Unterstuetzung vom Verein heraus.

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  • Detlef sagt:

    @Max,
    die Frankfurterinnen haben schon in der letzten Bundesligasaison ihre Langatmigkeit unter Beweis gestellt!!! Es ist schon erstaunlich, in wieviel Partien sie die Begegnung gerade noch so gewinnen, bzw ausgleichen konnten!!! Ob es einfach die physische Kraft, oder die Nachlässigkeit der Gegnerinnen war, ist nicht so ganz klar!!!
    Es zeigte mir aber wieder sehr deutlich, dass die Bundesliga noch weit weg ist von der Ausgeglichenheit, die man sich wünscht!!! Niemand konnte in Deutschland, die Schwäche der Hessinnen bestrafen!!! Nur TURBINE gelang dies einmal beim Hallenpokal in Bonn, und Kolbotn im UEFA-Pokal Zuhause in Oslo!!!

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  • Max Diderot sagt:

    Exakt, Antje, genauso meinte ich es. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass der Frauenfußball in England besser organisiert sein müsste als in anderen Ländern. Laut der empfehlenswerten Hördokumentation „Verlacht, verboten und gefeiert“, die gegen Portoerstattung bei der BpB (www.bpb.de) bestellt werden kann, fand das erste organisierte Damenspiel am 23. März 1895 in England statt. Und die ersten Matches sollen immense Zuschauermassen angezogen haben. Erst durch die dadurch entstandene Rivalität mit den Männern, die um den Zuspruch bangten, sah sich die FA genötigt, den Frauen den Fußballsport zu untersagen. Und eigentlich hoffte ich, dass die traditionsbewussten Engländer sich der weiblichen Domäne erinnern und in einem stärkeren Maße unterstützen werden. Sei’s drum, eventuell wird der Erfolg, und vor allem die dahinter stehende Methode, der Arsenal Ladies ja doch noch Initiativen an anderen Stätten finden.
    Die Frankfurterinnen, Detlef, spielen sich aber auch eine Menge Chancen heraus. Nur vergeigen sie diese in einem inflationär anmutenden Maßstab. Laut deren Forum spielten die Mainstädterinnen heute gegen den Gastgeber Wezemaal 1:1. Und anscheinend soll es auch in diesem Match unzählige Chancen für die Frankfurterinnen gegeben haben.
    Detlef, wenn Du auf die Unausgeglichenheit der Frauenfußball-Bundesliga hinweist, gebe ich Dir vollkommen Recht, dass da vielmehr getan werden sollte. Duisburg und Potsdam sind ja schon in Schlagweite und möglicherweise kommt unverhofft oft.

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  • Antje aus London sagt:

    @Max
    Der Frauenfussball und die Berichterstattung in den Medien ist in Deutschland viel weiter als in England. Hier ist die maennliche Premier League so beherrschend, dass es viel schwerer ist, Aufmerksamkeit auf die Frauen zu lenken.

    Du hast Recht was die Geschichte anbelangt. Jenes erste Spiel fand in England statt und die Dick Kerr Ladies hatten zu Beginn des 20. Jahrhunderts betraechtliche Zuschauerzahlen als die Maenner im Krieg weilten. Aber nach dem Ende des Verbots hat es hier viel laenger gedauert, den Sport wieder zu beleben und erst in den letzten 5 Jahren haben sich die Verhaeltnisse deutlich verbessert. Alle Counties (entspricht in etwa den Bundeslaendern) haben nun Football Development Officer, die speziell fuer Frauen und Maedchen zustaendig sind. Und Hope Powell hat einen grossen Anteil daran, dass die Nationalmannschaft inzwischen sehr professionell trainiert und betreut wird.

    Mich wuerde interessieren, welchen Eindruck die Everton Ladies als zweitstaerkste englische Mannschaft im UEFA-Cup hinterlassen haben.

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