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Laudehrs WM-Schuh zu ersteigern

Von am 8. Oktober 2007 – 13.44 Uhr 4 Kommentare

Simone LaudehrEin WM-Sammelstück der besonderen Art gibt es derzeit auf Ebay zu ergattern. Die frisch gebackene Weltmeisterin Simone Laudehr bietet einen von ihr im WM-Finale getragenen Schuh zur Ersteigerung an.

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Noch bis zum 16. Oktober um 15.45 Uhr können Interessenten mitbieten. Bis jetzt wurden bereits 35 Gebote abgeben, das derzeitige Höchstgebot liegt bei 451 Euro. Der Erlös wird dem Verein „Kinderdorf Rio“ zugute kommen.

Der Verein „Kinderdorf Rio“ will die Lebenssituation bedürftiger Kinder verbessern, indem sie deren schulische und berufliche Ausbildung unterstützt.

Simone Laudehr erklärt: „Ich möchte mit diesem Schuh bzw. dem Verkaufserlös den Leuten helfen, die in Deutschland und Brasilien in den Kinderdörfern selbstlos Hilfe leisten. In Respekt vor der tollen Leistung unserer Finalgegnerinnen möchte ich, dass möglichst viel Geld für dieses wichtige Projekt zusammenkommt.“

Eine schöne Initiative!

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • schmidt sagt:

    Eine gute Tat und/oder ein Schritt zu einem individuellen Ausrüstervertrag?

    Die Sportartikelindustrie macht Milliarden Euro Umsatz mit Fußballkleidung. Inzwischen wird auch der Frauenfußball für sie immer interessanter. Einheitliches Schuhwerk ist bei den WM-Frauen und in den Clubmannschaften out. Nur die Hersteller statten die Teams komplett mit Trikots aus. Im deutschen WM Team und in Duisburg sind Simone Laudehr und Fatmire Bajramaj klasse Vorbilder für die Jugend, die neben dem Rasen auch als „Model“ sich einiges dazu verdienen könnten und sich anschicken könnten, neue und eigene Wege zu gehen. Puma rüstet Mira als die FCR –Spielerin zeitig vor der WM in China mit einem eigenen Ausrüstervertrag aus.

    Die meisten Frauen können sicher kaum wegen der zu geringen Club-Einnahmen, der schlecht besuchten Bundesligaspielen und dem sehr niedrigen monatlichen Zahlungen der Clubs kaum davon allein leben. Die Frauen trainieren, leben und spielen wie ein Profi, aber der vom Club gezahlte materielle Verdienst reicht für ihr Auskommen allein nicht aus und auch die spätere berufliche Zukunft ist bei den meisten sicher nicht gesichert. Das Ziel muss endlich planvoll angepackt werden, dass jede vom Club, Sponsor und Ausrüster zusammen soviel zusammenbekommt, dass sie unabhängig davon ihr Leben bestreiten und sichern können. Bei einem Fussball-„Stiefelvertrag“ soll von fünfstelligen jährlichen Beträgen an die Frauen ohne Frage möglich sein, im unteren bis mittleren Bereich, wie einige zu wissen glauben. Puma sieht wie Adidas, Nike, Umbro usw. den Frauenfußball als Wachstumsmarkt. Alle Labels sind im stärksten Wettbewerb nach jungen, selbstbewussten, erfolgreichen und attraktiven Persönlichkeiten der Bundesliga. Individuell gefertigte und bekannte Markennamen von Frauen-„Fußballstiefeln“ oder -Trikots sollen mit erfolgreichen Athletinnen besonders zur Geltung kommen, den stetig wachsenden Bedarf wecken und decken.

    Birgit Prinz wird von Nike gesponsert. Auch Adidas liegt bereits mit Nadine Angerer, Renate Lingor und anderen gut im Rennen. Die 28 Jahre englische Ausnahmespielerin Kelly Smith von Arsenal London hatte sich nach ihren zwei Treffern beim 2:2 gegen Japan ihre weißen Fußballstiefel ausgezogen und vor der laufenden Kamera präsentiert. Und alles nur, um ihren Sponsor ins rechte Licht zu rücken. Doch das „Stiefelwinken“, wie es bei allen Skirennen toleriert und akzeptiert wird, kam bei einigen in England und Deutschland besonders gut an. Smith hatte zuvor zugegeben, dies aus Dank für den persönlichen Sponsor getan zu haben. Ihre Stiefel tragen ihren Namen und sollen in England gut verkauft werden. Kelly Smith weiß, wie man es gut und zur rechten Zeit macht. In Wilmslow in der englischen Grafschaft Cheshire, wo die Firma Umbro sitzt, die der verkehrstüchtigen 28-Jährigen den „Fussballstiefel“ liefert. Smith ist ein Idol und das Design ihres Schuhs nun schlagartig vielerorts bekannt.

    Viele lernen noch und wissen jetzt, wie das Verkaufen geht –
    es wird die Zeit kommen, hoffentlich nicht nur für einige
    sondern auch für jede Spielerin im FF.

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  • Antje aus London sagt:

    Also ich habe noch keinen Fussballschuh namens Kelly Smith hier im Laden gesehen. Den kann man vielleicht im Internet bestellen, aber es ist nun sicher nicht der grosse Verkaufsschlager im Sportartikel-Verkauf!

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  • Mittlerweile sind 61 Gebote abgegeben worden, das aktuelle Höchstgebot liegt bei 1992 Euro. Nicht schlecht, eine stolze Summe…

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  • Heute endete die Versteigerung mit einem stolzen Ergebnis von 2411 Euro für Simone Laudehrs WM-Schuh. Das Geld wird bald an den Verein „Kinderdorf Rio“ übergeben werden.

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