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Nadine Angerer fordert Bundesliga-Kolleginnen auf, mehr Opfer zu bringen

Von am 7. Oktober 2007 – 13.40 Uhr 11 Kommentare

Nationaltorfrau Nadine Angerer, die heute vor einer Woche Fußball-Weltmeisterin wurde und zur besten Torhüterin des Turniers gewählt wurde, ist derzeit eine gefragte Gesprächspartnerin. In ihrem jüngsten Interview, das heute in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu lesen ist, finden sich einige interessante Passagen zur Situation der Bundesliga, die wir einfach mal zur Diskussion stellen wollen:

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Auf die Frage, was sich tun kann, damit die Bundesliga nicht mehr so weit hinter der Nationalmannschaft zurückbleibt:

„Die Bundesliga muss auch endlich was tun. […] Es gibt so viele Baustellen in der Liga. Das fängt beim Management an und hört bei den Spielerinnen auf.“

Zu den Spielerinnen:

„Es geht nicht um die Nationalspielerinnen. Die trainieren ja sieben- bis zehnmal in der Woche. Es geht um die anderen. Da musst du halt auch mal für weniger Geld zweimal am Tag trainieren, um dich weiterzuentwickeln – und so auch die Attraktivität der Liga zu erhöhen. Die breite Masse müsste also auch mal Opfer bringen. Doch die meisten sagen: Ich kriege nur ein paar hundert Euro, warum soll ich mehr tun, als ich muss? Das ist der falsche Ansatz, dann haben wir weiter zu hohe Leistungsunterschiede, die die Liga langweilig machen.“

Zum Thema Management:

„Man kann über den Manager Siegfried Dietrich streiten, ob er sympathisch ist oder nicht – aber man muss seine Leistung sehen. Da muss ich sagen: Hut ab! Die Richtung stimmt. Wir brauchen zumindest generell ein Halbprofitum.“

Zum Fehlen von Stars:

„Fakt ist, dass es auch nur in der Nationalelf absolute Stars gibt. Die fehlen in den Vereinen völlig. Doch das Publikum will Identifikationsfiguren, wie sie die Männerteams zuhauf haben.“

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11 Kommentare »

  • tina sagt:

    ich frage mich wie man 2x am Tag trainieren soll, wenn man 7-8 Std. arbeitet und dann direkt vom Büro auf den Trainingsplatz fährt.

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  • alex sagt:

    frag dich nicht, tu es einach. angerer hat recht! nur wenn du mehr leistung bringst – und das schaffst du nur, wenn du mehr tust – schaffst du es mehr zeit zu kriegen. sprich: bessere leistungen, mehr erfolg, bessere argumente um weniger zeit beim arbeiten zu verbringen. was war zuerst – das huhn oder das ei???

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  • Pepsi sagt:

    Ohje, etwas Wahres ist sicherlich dran. Aber, hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Mehr Sponsoren, mehr Geld, mehr Geld, mehr Professionallisierung möglich, mehr Professionallisierung, mehr Möglichkeiten die Spielerinnen beim Verein anzustellen, mehr Profispielerinnen, bessere Trainingsmöglichkeiten usw. Auch im Managment der Vereine sieht es nicht anders aus. Wer macht schon noch etwas umsonst? Ich kenne nicht viele die ohne Kohle den Verein in seiner immer mehr werdenden Arbeit unterstützen. Daran sollte gearbeitet werden. Aber wie es immer ist, ohne Moos nichts los und wenn die notwendigen Finanzmittel nicht zur Verfügung stehen, dann geht auch nichts voran.
    Natze, du hast bestimmt das Richtige gemeint aber das ziemlich hart ausgedrückt.

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  • helena sagt:

    @tina
    So ähnlich, wie es in anderen Berufen durchaus auch üblich ist: Vor und nach dem Job. Es heißt ja nicht, daß es leicht ist, sondern notwendig. Und es ist auch die Effektivität, mit der trainiert wird und nicht nur die reine Stundenzahl. Wenn ich höre, daß eine Spitzenspielerin wie Prinz, die seit Jahren auf höchstem Niveau spielt, einen eigenen Trainingsplan hat – so sollte das nichts Einmaliges, sondern Normales sein.
    Im FF muß doch auch flächendeckend das möglich sein, was in anderen Ligen (etwa Volleyball) auch möglich ist?
    Das gilt im übrigen nicht nur im Sport: es gibt auch zahlreiche Musiker, die vor und nach einem anstrengenden Job ihrem Hobby Musik nachgehen, ohne daß dabei pekuniär noch was bei rausspringt. Für das, was einem Spaß macht und wichtig ist, findet man immer Zeit… Und wenn man für sein Hobby auch noch Geld bekommt – um so besser. Wenn nur anständig trainiert wird, wenn man dafür Geld bekommt, so sollte sich doch jede Spielerin fragen, ob sie in der Bundesliga richtig ist…

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  • Detlef sagt:

    @helena,
    ich gebe Dir durchaus recht!!! Aber es müssen auch die Rahmenbedingungen vorhanden sein, damit ich zumindest einmal am Tag trainieren kann, möglichst mit der Mannschaft!!! Dafür ist viel Verständnis vom Arbeitgeber, Uni oder Schule nötig!!! Hier muss man ansetzten, wie es die Sportschulen in der DDR gemacht haben!!! Heute heißt so etwas „Eliteschule des Sports“, und es wird Zeit, dass auch junge Fußballerinnen dort lernen dürfen!!! Das kostet viel Geld, aber wenn ich internationale Titel gewinnen will, muss ich auch etwas investieren!!! Und die sicherste Investition, ist die in die Jugend!!!
    Wenn die Rahmenbedingungen passen, dann kann man jede Spielerin ins Gebet nehmen, diese auch zu nutzen!!!
    Solange es diese Rahmenbedingungen aber nur in wenigen Vereinen gibt, solange wird die Bundesliga eine Zwei-, oder Dreiklassenliga bleiben!!!

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  • Antje aus London sagt:

    Interessante Diskussion. Ich bringe dazu mal wieder meine englische Perspektive ins Spiel. Einer der Hauptgruende, warum die Arsenal Ladies den anderen Vereinen so weit voraus sind, ist, dass sie den Spielerinnen Ausbildungs- und Arbeitsmoeglichkeiten bieten. Es gibt Kooperationsbeziehungen zu lokalen Unis oder Colleges, so dass die juengeren Spielerinnen nach der Schule Studium und Training optimal kombinieren koennen. Die aelteren Spielerinnen sind z.T. beim Verein angestellt, so wie Kelley Smith, die stellvertretende Leiterin des Centre of Excellence fuer die Maedchen im Verein ist. Das heisst sie trainiert als Star von heute die Stars von morgen und verbringt gleichzeitig den Tag auf dem Vereinsgelaende und kann vermutlich vor und nach der Arbeit trainieren.

    Leider sind die meisten anderen Vereine der Premier League von solchen Bedingungen weit entfernt und so wird sich an der Zweiklassengesellschaft hier so schnell nichts aendern.

    Natuerlich ist es einfacher als grosser und namhafter Verein solche lokalen Netzwerke aufzubauen und den Spielerinnen auch interessante berufliche Perspektiven anzubieten. Da haben Vereine aus Staedten wie Bristol oder Blackburn sicher mehr Ueberzeugungsarbeit zu leisten als ein Londoner Verein wie Arsenal. Das ist vergleichbar mit den Moeglichkeiten, die der FFC Frankfurt oder Potsdam mit der Naehe zu Berlin bieten koennen, waehrend Vereine wie Freiburg oder Saarbruecken es schwerer haben werden, gute Spielerinnen dauerhaft an sich zu binden.

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  • Detlef sagt:

    @Antje,
    Deine Sichtweise aus England, deckt sich ja mit der aus Deutschland!!!
    Aber es liegt doch nicht an den Regionen, ob die „Überzeugungsarbeit“ gelingt, oder nicht, sondern an den Bedingungen, die dort herrschen!!!
    Es gibt einige „Eliteschulen des Sports“ in Deutschland!!!
    Zum Beispiel auch in Stuttgart!!! Das Einzugsgebiet ist riesig, es gibt viele Leute, die im Speckgürtel der Schwabenmetropole wohnen!!! Aber da es in dieser Sportschule (wie ich mitbekommen habe) keine Mädchenfußballerinnen gibt, sind die Rahmenbedingungen einfach nicht gegeben, um hier eine FF-Hochburg aufzubauen!!! Dies findet im kleinen Kreis in Sindelfingen, oder Crailsheim statt, unter nicht gerade professionellen Bedingungen!!!
    Wenn jetzt vom DFB, und/oder der örtlichen Politik, mehr Mittel zur Verfügung gestellt würden, könnte mit dem dortigen Enthusiasmus, Ähnliches wie in Potsdam oder Frankfurt entstehen!!!
    Natürlich nicht über Nacht, aber in zehn Jahren, würde sich das Ganze schon auszahlen!!!
    Freiburg und Saarbrücken, könnten die Nähe zur Schweiz und zu Frankreich nutzen, um ebenfalls etwas Großes aufzubauen!!! Wenn man die Mittel bündeln könnte, würden am Ende alle davon profitieren!!! Hier könnte EUROPA noch etwas konkreter gelebt werden!!!

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  • helena sagt:

    @antje und detlef
    Natürlich sind professionelle Rahmenbedingungen wie die Sportschule sinnvoll (den Vergleich mit den DDR-Eliteschule finde ich – ich wohne im Osten – etwas problematisch, aber das gehört nicht hierher), aber dennoch kann und muß es auch anders gehen. Es sind nicht nur Institutionen, die Leistungen fördern – da steht jeder Sportler schon selber in der Pflicht, da hat Angerer absolut recht.
    Ich persönlich kenne mich in der (professionellen) Musiklandschaft besser aus als in der (professionellen) Sportlandschaft, da jedoch die Bedingungen und der zeitliche/emotionale und auch physische Aufwand etwa gleich hoch ist, sind beide Bereiche gut zu vergleichen. Es gibt deutlich weniger Geld für die Förderung des Musikernachwuchses als für den Sportlernachwuchs, das persönliche Engagement mit einem Stundenplan eines Managers schon zu Schulzeiten, aber auch während des Studiums und des Berufs ist im musikalischen Bereich ab einem gewissen Niveau (und nur darum geht es auch im professionellen FF) selbstverständliche Voraussetzung. Wenn man bedenkt, daß man Leistungssport zudem nur wenige Jahre, Musik aber sein ganzes Leben machen kann, sind die von Nadine geforderten Opfer doch nun wirklich zeitlich begrenzt.
    Nicht alles kann und wird über Institutionen zu lösen sein, zumal die Bereitschaft, sich voll und ganz diesem einen Hobby zu widmen und sich dafür zu quälen – manchmal eben auch über die eigenen Grenzen hinaus – ja eigentlich die conditio sine qua non ist, andere Strukturen und mehr Geld bringen bei mangelnder Bereitschaft wenig.
    Man muß sich doch ganz ernsthaft fragen, ob wir im FF auch das Gefühl haben wollen, Mädchen lernen diesen Sport, um möglichst viel Geld zu scheffeln, wie wir das leider in manch anderen Sportarten schon haben?
    Daß ich nicht falsch verstanden werde: ich bin nicht grundsätzlich gegen die (auch pekuniäre) Verstärkung der Liga durch Veränderung von Strukturen und es gibt ja auch Bestrebungen, zur Zeit nur einzelner Vereine, dies zu verändern.
    Dennoch liegt die primäre Verantwortung für eine hohe Qualität bei den Spielerinnen, niemand läuft schneller oder spielt besser, weil am Ende des Monats statt 500 Euro 5000 Euro auf dem Konto sind! Um noch einmal den Vergleich mit der Musik zu ziehen: ein Laienorchester ist nur so gut wie sein schlechtestes Mitglied es zuläßt – die Motivation, an sich zu arbeiten, kommt durch den Ansporn der Mitspieler (es gibt auch in der Musik deutliche Ansprachen an Mitspieler).
    Daher kann ich nur hoffen, daß nicht nur Nadine Angerer sich so weit aus dem Fenster lehnt (obwohl es natürlich nicht jeder öffentlich machen muß), sondern daß alle Nationalspielerinnen (die es ja ganz offensichtlich schaffen, Schule/Studium/Beruf und Fußball unter einen Hut zu bringen) ihren (Mannschafts-)Kolleginnen auch mal diesbezüglich die Meinung sagen… Und: wie das Beispiel Frankfurt zeigt, stellen sich Sponsoren und damit Geld dann ein, wenn der Erfolg da ist, Erfolg bringt aber nur die Mannschaft, die nicht nur ein oder zwei sehr gute Spieler hat…

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  • Detlef sagt:

    @helena,
    Du hast schon recht, jede Sportlerin und jeder Sportler, müssen viel Zeit und Anstrengung investieren, um zu den besten zu gehören!!!
    Aber wie macht man das, wenn Schule, Abi, Ausbildung oder Beruf einem kaum Zeit dazu lassen??? Es ist ja nicht mit ab und zu joggen gehen, ein bischen Krafttraining, hin und wieder schwimmen gehen getan!!! Wer Leistungssport betreibt, braucht viel Zeit zum trainieren!!!
    Nur die Vereine, die ihren Spielerinnen die meiste Zeit verschaffen können, werden es ganz nach oben schaffen!!! Den anderen Klubs kann mal ein Achtungserfolg gelingen, aber über die Saison gesehen, wird es nicht reichen!!! Also nochmal, soll die Bundesliga spannender und ausgeglichener werden, müssen auch in den unteren Vereinen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden!!! Das kostet aber viel Geld, und wird von ihnen allein nicht zu stemmen sein!!! In diesem Land ist genug Geld vorhanden, es muss nur richtig und sinnvoll eingesetzt werden!!!
    Es bleibt abzuwarten, ob das Engagement von Werder Bremen und von Schalke, den FF weiter vorwärts bringen kann!!! Ich befürchte nein, da es für die großen Klubs nur dann interessant wird, wenn es was zu verdienen gibt!!!
    Dein Vergleich mit der Musik hinkt ein wenig, wenn es um die Berufsmusiker geht!!! Ich kenne ein paar persönlich!!! Reich geworden sind sie nicht, aber sie lieben ihren Job, und können ganz gut davon leben!!! Bei ihnen gehört üben einfach zum Beruf dazu, genau wie ein Schauspieler seinen Text lernen muss!!! Aber wie viele Frauen, können in Deutschland vom Fußball spielen leben???

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  • helena sagt:

    @detlef
    Vergleiche hinken immer, ich sprach aber ganz bewußt von Laienmusikern! Ich selber habe, bevor ich Musik studierte, lange Jahre als Laie, sprich unbezahlt und mit wesentlichen finanziellen Investitionen (meiner Eltern), musiziert und inzwischen, da ich als Wissenschaftlerin arbeite, bin ich wiederum unbezahlter Laie. D.h. aber nicht, daß der eigene Anspruch und der Anspruch der Zuhörer sinken würde. D.h. andererseits aber, daß das persönliche zeitliche wie auch finanzielle Engagement in der Musik sehr hoch ist und von daher durchaus mit Sport vergleichbar! Üben, gleichzusetzen im Sport mit Training, ist dabei eine unabdingbare Grundlage, die durchaus im Stunden- und nicht im Minutenbereich liegt; durch gezieltes und sinnvolles Üben jedoch, ähnlich wie auch im sportlichen Training, durchaus zu verringern! Du hast Recht, was Berufsmusiker angeht, da ist das Üben ein Teil ihres Berufes, den sie – mehr oder weniger gut – bezhalt bekommen. Du schreibst aber auch davon, daß sie ihren Beruf lieben (und abgesehen von der Frustration zahlreicher Orchestermusiker an Opernbühnen stimmt das ja auch) – und genau das ist es doch, was Musiker zur Musik und Sportler zum Sport treibt.
    Wir sind nicht weit von einander entfernt, ich habe nur meine Probleme damit, wenn Spielerinnen sagen, sie könnten ja nicht mehr trainieren, weil ja alles so schwer und kompliziert ist, sie keine Zeit hätten und sie außerdem so wenig Geld bekommen. Ich bin schon der Meinung, daß Schule und Abi (später dann Studium oder Ausbildung) mit einem ausreichenden und gezielten Training gut unter einen Hut zu kriegen ist, ohne daß man dafür mehr Geld bräuchte oder eine Schule, die sich um sportliche Belange kümmert. Ich war selber auf einer Schule, an der es kein Problem war, sich für Konzertreisen und Orchester-Probephasen freistellen zu lassen – ohne daß diese Schule in irgendeiner Weise eine besondere Stellung im staatlichen Schulsystem einnähme… Ähnlich verfuhr die Schulleitung auch bei Sportlern (und wenn man nicht unterdurchschnittlich begabt ist, dällt einem das Nachholen des Stoffes auch nicht weiter schwer).
    Mein Tagesablauf als Laien-Musiker neben der Schule sah so aus, daß ich von morgens 5 Uhr (erste Übungseinheit) bis abends um 22 Uhr (letzte Übeeinheit oder Probe) mit Unterbrechung durch Schule und einiger anderer Hobbies (Musik kann man nur sinnvoll betreiben, wenn auch der Körper halbwegs mitmacht, also ist Sport für nahezu jeden Musiker Pflicht) in Sachen Musik unterwegs war – unbezahlt und ohne Unterstützung durch Schule oder Musikschule… Und dennoch war es großartig – das gleiche Engagement ist doch aber auch von Sportlern einzufordern, oder?
    Hochleistung in welchem Bereich auch immer fordert vom Ausführenden stets 100% Einsatz, ohne zu wissen, ob es sich irgendwann einmal finanziell auszahlt. Die wesentlichen Forschungsergebnisse kommen nicht zustande, wenn man mit halber Kraft arbeitet…
    Natürlich müssen die Vereine, die Verantwortlichen in den Vereinen, einiges ändern – vor allem an der Basis ist es unabdingbar, für gute Trainingsbedingungen (Plätze und Zeiten) zu sorgen; natürlich ist es wünschenswert, daß die Liga spannender wird, aber das hängt eben nicht (nur) am Geld, sondern an dem Engagement der Spielerinnen (die Bundesliga der Männer ist ja auch vergleichsweise unspannend, obwohl es dort viel Geld zu verdienen gibt und es, selbst beim finanziell am schlechtesten dastehenden Klub, keine Nichtprofis mehr gibt); natürlich sollen auch die Frauen finanziell partizipieren dürfen, aber das Geld sollte nicht die Hauptmotivation sein zu spielen und Gegenfrage: muß Fußball oder Leistungssport gleich ein Beruf sein, muß man davon leben können?

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  • Detlef sagt:

    @Helena,
    es wäre natürlich das Optimum, wenn eine Spielerin für ihre Dienste, vom Verein genug Geld bekäme, um davon ihren Lebensunterhalt + Krankenversicherung + Unfallversicherung + Altersversorgung, und, und, und bezahlen könnte!!! Oder wie im Fall Wolfsburg, wo zB Martina Müller in der Geschäftsstelle der Männer arbeitet, und somit ihren Unterhalt bestreiten kann!!! In Potsdam sind viele Spielerinnen bei Sponsoren „beschäftigt“, und werden zum trainieren und bei Auswärtsfahrten (UEFA-Pokal, Vorbereitungsspiele usw) freigestellt!!!
    In Frankfurt ist es ähnlich, da „arbeiten“ sie eben bei SiDis Firma, und/oder studieren noch nebenher!!!
    Ich glaube eben nicht, dass man den Spielerinnen sagen muss, dass sie noch mehr tun müssen!!! Sie sind eigentlich von kleinauf daran gewöhnt, 5-10 mal die Woche zu trainieren, und kennen es gar nicht anders!!! Von INKEN BECHER weis ich, dass sie nach ihrem Karriereende in Potsdam, mit der vielen Freizeit kaum etwas anzufangen wußte!!!
    Ich bleibe dabei, der FF wird sich erst weiterentwickeln, wenn auch in den unteren Vereinen (bis hin zur Liga 2), die entsprechenden Rahmenbedingungen vorhanden sein werden!!!
    Das diese dann von denen in Frankfurt, Duisburg und Potsdam immer noch abweichen werden, ist doch auch klar, denn hier wird man ja auch nicht verharren, und sich ebenfalls weiterentwickeln!!!
    Spielerinnen, die sich hier nicht zu 100% engagieren, werden es wohl kaum bis in erste Mannschaft schaffen!!!
    In den unteren Vereinen, kann es natürlich auch sein, dass sich die Akteurinnen fragen, wozu sie sich täglich plagen, wenn sie trotzdem Woche für Woche eine Niederlage kassieren!!! Da hilft dann auch kein Geld mehr weiter!!! Aber in vielen Vereinen hängt es gerade am schnöden Mammon, um überhaupt einen Spielbetrieb aufnehmen zu können!!! Da hilft dann auch eine kräftige Finanzspritze weiter!!!
    Das Geld braucht man auch nicht hauptsächlich zum Bezahlen der Spielerinnen, sondern zum Aufbau von Infrastruktur, für professionelle Trainer, und auch für mehr Werbung (Plakate, Rundfunk, Zeitung)!!!
    Es bleibt zu hoffen, dass das Medieninteresse am ersten Spieltag nach der WM, kein Strohfeuer war!!!

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