Presseschau zum deutschen Finaleinzug

Von am 27. September 2007 – 14.55 Uhr 24 Kommentare

Am Tag nach dem 3:0-Sieg der DFB-Elf gegen Norwegen im Halbfinale der Frauenfußball-Weltmeisterschaft haben wir uns ein wenig durch den Pressedschungel gekämpft. Und verwundert festgestellt: Die Medien verneigen sich zwar mit Respekt vor dem „Siegeszug der deutschen Rekordjägerinnen“, doch wahre Liebe zum Frauenfußball und zur deutschen Nationalmannschaft lässt sich aus den Berichten nicht heraus lesen.

Katrin Weber-Klüwer lobt auf Spiegel online, die deutsche Mannschaft sei inzwischen bemerkenswert, weil sie „ihr sehr diszipliniertes Spiel sorgsam auf viele Schultern verteilt“ habe und damit selbst gleichwertige Gegner mürbe zu machen verstehe.

FAZ online merkt an, „die Deutschen spielten so konzentriert und engagiert wie noch nicht zuvor in diesem Turnier. Die Selbstsicherheit eines Titelverteidigers war nach dem Sieg im Viertelfinale gegen Nordkorea endlich zurückgekehrt.“

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„Das letzte Ziel der Makellosen“ überschreibt die Süddeutsche Zeitung einen Beitrag von Wolfgang Gärner, der sich kritische Zwischentöne erlaubt. Die makellose Bilanz könne „hinwegtäuschen über die Tatsache, dass es der Damenriege um Birgit Prinz lange Zeit nicht leicht gemacht wurde bei ihrem fünften Auftritt im Turnier.“ Dementsprechend habe es gedauert, „bis (auch durch das glückhafte Ereignis eines Eigentores) der Widerstand gebrochen war.“ „Reingebissen, durchgebissen, weggebissen“, lautet die Überschrift eines weiteren SZ-Berichts.

Auch der Kicker sah im Eigentor von Trine Rønning das entscheinde Ereignis des Spiels. Das Eigentor Norwegens zum Ende einer ausgeglichenen ersten Hälfte habe „den Bann zu Gunsten der DFB-Elf gebrochen.“ Der Generalanzeiger wertete den Einzug ins WM-Finale als „taktisch klug und mit viel Poesie“ und vergleicht den Stil der DFB-Elf mit den Männer-Nationalmannschaften der 80er-Jahre.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • Christian sagt:

    Ich werfe mal die Frage auf, ob es die Aufgabe von Journalisten ist, „wahre Liebe zum Frauenfußball und zur deutschen Nationalmannschaft “ durchblicken zu lassen. Da sind mir sachliche Positionen schon lieber. Und der deutsche Siegeszug bis ins Finale ist eher die Folge schlechter bis kaum vorhandener Gegenwehr als etwa besonders herausragender Leistungen.

    Überhaupt: Man muss schon besondere Vorlieben haben, um diese Mannschaft und ihren eher verbissenen, eher zähen Stil zu „lieben“. Es ist eben eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft, mit allen Stärken und Schwächen.

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  • Markus Juchem sagt:

    Ein bisschen mehr Freude und Begeisterung hätte nach meinem Empfinden trotzdem durchschimmern dürfen. 😉

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  • @ Christian

    Da findest du meine Zustimmung. Es wäre meines Erachtens auch nicht unbedingt förderlich für den Frauenfußball, die gestrige Leistung mit allzu viel Lob zu goutieren. Dafür war die Gegenwehr der Norwegerinnen einfach zu schwach.

    Begeisternd kann es in gewisser Weise schon sein, wenn es eine Mannschaft immer wieder schafft, mental und kämpferisch auf den Punkt 100% zu bringen. Das wiederum ist gleichzeitig aber auch ein Armutszeugnis für die anderen Mannschaften, die es dem deutschen Team über weite Strecken des Turniers recht einfach gemacht haben.

    Das spielerische Niveau bei dieser WM ist sicherlich nicht zufriedenstellend.

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  • Shortbottom sagt:

    Die Frage ist natürlich auch, ob es die Gegnerinnen es dem DFB Team wirklich einfach gemacht haben, oder ob da nicht viel eher die kämpferische Arbeit des deutschen Teams der Grund für war. Immerhin haben die gleichen Gegnerinnen gegen andere Teams teilweise brilliert.

    Norwegen vor allem ist keine Thekenmannschaft, sondern eine der stärksten Mannschaften überhaupt im Frauenfußball. Ich wage es doch stark zu bezweifeln, dass es nur deren Defizite waren, die für die deutsche Dominanz in halbzeit zwei gesorgt haben.

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  • Max Diderot sagt:

    Wie bitte? Stehen die beiden Meinungsbeiträge von Katja Öhlschläger und Christian möglicherweise unter dem Einfluss halluzinativ wirkender Alkoholika?
    Ja wo finden wir die wahre Liebe? Die Einen in ihrer Partnerschaft und die Anderen eventuell auf dem Fußballplatz. Ich sehe diese auch nicht als ultimative Notwendig für das deutsche Team an. Aber alleine der Hinweis, dass ein größeres Heer an Pressevertretern gen China aufgebrochen ist als es seinerzeit in den USA der Fall war, mag doch ein mehr als dezenter Hinweis auf eine entsprechende Fortentwicklung in der medialen Akzeptanz sein?
    Und die deutschen Gegnerinnen waren schwach? Klar, sie waren zu schwach, sonst hätten sie die Matches gewonnen! Also die Logik der beiden Ausführungen scheint andeuten zu wollen, dass nur die Symbiose von Kampfkraft (natürlich, wir sind Deutsche und die ganze Welt verlangt von uns primär als Panzer in Erscheinung zu treffen) mit der Grazie der Tänzerinnen des Bolschoi-Theaters kritische Geister einzunehmen weiß.
    Ich meinte bisher immer, dass ein Fußballspiel auch so etwas wie die Suche nach dem bestmöglichen Ergebnis für die eigenen Fähigkeiten ist. Und dies ist den Deutschen doch bis dato recht gut, und stellenweise auch recht anschaulich, gelungen. Und das spielerische Niveau ist, nach meinem Dafürhalten aus der Ferne, doch gegenüber den vorherigen Titelkämpfen wieder verbessert. Wir Betrachter des 21. Jahrhunderts können uns doch nur verwundert darüber zeigen, welche stellenweise grottenschlechte Kicks bei der V. Herren WM (exakt: 1954!) stattfanden. Vergleiche ich die Leistungsentwicklung bei den Damen, die heuer auch ihre fünfte WM spielen, meine ich eine Leistungsexplosion gegenüber ihrer männlichen Konkurrenz feststellen zu können.

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  • Christian sagt:

    @Max Diderot

    Es zeugt schon von einer gewissen argumentativen Armut, wenn man der eigenen Meinung nicht entsprechende Stellungnahmen mit Drogen in Verbindung bringt.

    Ich spreche den Frauen nicht ab, große Fortschritte zu machen. Im Gegenteil: Wäre Frauenfußball für mich nicht interessant, würde ich mih nicht ab und zu für ein WM-Spiel vom Schreibtisch vor den Fernseher bewegen.

    Aber: Es gibt auf internationalem Niveau nur sehr wenige Mannschaften, die wirklich mithalten können. Und denen fällt gegen die vor allem physisch starke deutsche Mannschaft meist nicht viel ein.

    Ich werfe den Deutschen ihr Spiel nicht vor: Es ist erfolgreich, und das zählt. Aber ansehnlich war gerade das Norwegen-Spiel nicht. Man tut dem Frauenfußball keinen Gefallen, weil man aus Angst, anzuecken, alles in den Himmel lobt.

    Die WM hat viel Licht und viel Schatten. Viele gute Spiele, aber auch viele Spiele, die ohne Höhepunkte vorbeigehen. Viele großartige Aktionen, aber auch Patzer der übelsten Sorte. Es ist einfach Fußball, kein besonders „fraulicher“, kein besonders technischer, kein besonders fairer: einfach Fußball.

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  • Detlef sagt:

    Ich habe gerade mein Bier ausgetrunken, damit ich genug hallozi…..inierende Drogen konsumiert habe, um Katja und Christian recht zu geben!!!
    Bäume haben die deutschen Spielerinnen gestern wahrlich nicht ausgerissen!!! Kein Kombinationsfußball, kaum Flügelspiel!!! Die Tore kamen durch Einzelaktionen, nach Fehlern der Norwegerinnen zustande!!! Aber es gibt keine B-NOTE im Fußball, und am Ende ist es egal, wie die Titelverteidigung zustande gekommen ist!!!
    Der deutsche Fußball ist nicht schön, aber erfolgreich!!!
    Norwegen hat gestern total enttäuscht, denn sie können es eigentlich viel besser!!! Viel zu durchsichtig und zu ideenlos, war ihr Spiel!!!

    Deutschland muss sich weiter steigern, um gegen die Brasilianerinnen bestehen zu können!!!

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  • Max Diderot sagt:

    Christian, ob es meine argumentative Armut oder meine überspitzte Replik war, die mich verleiteten, auf die zwei Einwände zu reagieren, sei dahingestellt. Du hast Dich für den ersten Aspekt entschieden, und das nehme ich zur Kenntnis. Und wenn Du das Norwegen-Spiel als wenig ansehnlich betrachtest, dann spricht das auch für ein gewisses ästhetisches Empfinden aber nicht für eine realistische Einstellung. Mir hat gerade das Match gegen die Skandinavierinnen recht gut gefallen. Ich will Dir auch sagen warum. Beide Teams hatten eine annähernd identische taktische Ausrichtung. Und die deutsche Mannschaft hat es gut verstanden, gegen lange ebenbürtige Konkurrentinnen ihr System durchzusetzen. Diese Vorgehensweise bestand aus einem kompakten Abwehrverhalten und dem schnellen Umschalten in die Spitze. Dazu gehörten natürlich auch Glück und der innere Wille, diesen Erfolg zu wollen. Und glaubst Du tatsächlich, dass die Norwegerinnen den deutschen Damen körperlich unterlegen waren? Möglicherweise auch die kommenden Finalgegnerinnen nicht dem „Gardemaß“ der deutschen Damen entsprechen? Oder irritiert Dich der kraftvolle Stil einer Birgit Prinz, die Du dann als allgemeinen Maßstab für die übrigen „teutonischen“ Akteurinnen ansiehst? Nicht nur auf dem Fernsehbild, denn ich habe sie schon in realitas spielen sehen, sind beispielsweise Sandra Smisek und Renate Lingor eher grazile Spielerinnen.
    Natürlich ist es einfach Fußball! Und eben weil es das ist, gehören die nicht so gelungenen Aktionen genauso dazu wie die erfolgreichen. Und eben mit diesem Hinweis, den Du im letzten Abschnitt ausführst, scheint es mir, als konterkarierst Du Deine vorherigen Argumente. Aber sei’s drum. Ich finde es zumindest gut, dass es sich so vortrefflich darüber streiten lässt. Eben – es ist nur Fußball!

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  • Crackfly sagt:

    „Nicht nur auf dem Fernsehbild, denn ich habe sie schon in realitas spielen sehen, sind beispielsweise Sandra Smisek und Renate Lingor eher grazile Spielerinnen.“

    BITTE????? Neeeee… Grazil ist meiner Meinung nach eine Lira oder eine Linda… aber bestimmt ned eine Lingor.

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  • Max Diderot sagt:

    Genau! Deshalb schrieb ich ja auch beispielsweise. Die Liste der deutschen Spielerinnen, ließe sich um einige Namen erweitern. Die entsprechenden Angaben lassen sich u.a. auch auf der DFB-Seite nachvollziehen.

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  • Tom Schlimme sagt:

    Es ist schon merkwürdig, dass Mannschaften, die ansonsten bei dieser WM teilweise sehr gute Leistungen geboten hatten, ausgerechnet gegen Deutschland dann patzen. Ich bin der Meinung, das liegt daran, dass das deutsche Team diese Mannschaften einfach nicht so hat spielen lassen, wie diese sich das gerne gewünscht hätten. Vielleicht lesen die auch in den deutschen Frauenfußballforen mit und unterschätzen dann das deutsche Team, das kann natürlich auch sein, insofern wäre dann der verschiedentlich vorgetragene Pessimismus ein raffinierter Trick der deutschen Fans, um die gegnerischen Spielerinnen und Trainerinnen in Sicherheit zu wiegen. Wenn dem so sein sollte, Hut ab, ihr seid genial!

    Es sieht oft nicht gut aus, wenn zwei fast gleich starke Mannschaften aufeinandertreffen, oft sehen da beide Teams nicht wirklich gut aus, manchmal ist es anders. So führt die Spielweise der deuschen Mannschaft ganz offensichtlich nicht zu Spielen, bei denen das deutsche Team oder die jeweiligen Gegnerinnen oder sogar beide Teams glänzen können. Eher sehen beide nicht so gut aus. Aber dass die Null jetzt schon so lange da hinten steht, ist mehr als Glück und Zufall. Man mag das nicht schön finden, aber es ist nun ganz offensichtlich effektiv.

    Markus Juchem hat prophezeit, Norwegen werde dem deutschen Team die Grenzen aufzeigen. Auf diesen Schluss kam er aufgrund der vorher in den Spielen gezeigte Leistung sowohl von Deutschland als auch von Norwegen. Als die beiden nun aufeinandertrafen, kam es dann aber genau anders herum: das deutsche Team hat den Norwegerinnen die Grenzen aufgezeigt.

    Markus war da ja bei weitem nicht der einzige. Offensichtlich wurde von vielen die deutsche Leistung in den vorherigen Spielen unterschätzt und zum Beispiel die von Norwegen überschätzt. Von mir aus kann das so weitergehen, bis die WM um und Deutschland Weltmeister ist!

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich denke, man darf bei allem Respekt vor der Leistung Deutschlands und Brasiliens, die verdient im Finale stehen, auch nicht vergessen, dass es sicher kein Zufall ist, dass gerade die zwei Mannschaften das Endspiel erreicht haben, die in ihren Vorrundenspielen eine Menge Kraft sparen konnten.

    In der zweiten Halbzeit sah es bei Norwegen für mich zumindest sehr danach aus, dass einfach keine Kraft mehr vorhanden war, in der ersten Halbzeit konnte ich keine Vorteile für Deutschland erkennen. Die Spiele gegen Kanada, Australien und China waren offenbar zu sehr an die Substanz gegangen. Und auch das Spiel der USA in der 2. HZ gegen Brasilien lässt sich nicht alleine mit der personellen Unterzahl erklären.

    Deutschland und auch Brasilien hatten da sicherlich ein Kräfte schonenderes Programm. Vielleicht haben einige Teams auch etwas unterschätzt, welche Athletik bei diesem Turnier gefordert ist.

    Bei den USA kam möglicherweise Selbstüberschätzung dazu à la Brasilien bei den Männern im Vorjahr. Wenn man sich schon vor dem Turnier goldene Trikots anzieht, und der Trainer überall rumerzählt, man sei eh unschlagbar, man dann zum Auftakt aber von Nordkorea teilweise vorgeführt wird, war das Selbstvertrauen schnell dahin. Dass Ryan dann mit dem Torwartwechsel auch noch unnötig Unruhe ins Team gebracht wird sicherlich als einer der größten Fehlgriffe in die WM-Geschichte eingehen.

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  • Max Diderot sagt:

    Arbeit = Kraft * Weg

    Einspruch Euer Ehren! Dass die beiden Finalteams einen beschaulicheren Weg gehen durften und sich damit Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen konnten, glaube ich nicht. Die Brasilianerinnen hatten schon arge Mühe, um die Matildas im Zaum zu halten. Und die Mimikry in einigen südamerikanischen Gesichtern während dieses Spiels lechzte wohl auch eher dem Schlusspfiff als einer möglichen Verlängerung entgegen. Aus die Sportgruppe aus Herrn Kims Reich erinnerte mich in ihrem läuferischen Engagement an den Duracell Hasen. Vermutlich sind die Damen aus Nord-Korea auch noch per pedes Richtung Heimat unterwegs, so sehr schienen sie im Stile eines Forrest Gump Raum und Zeit vermessen zu wollen.
    Die konditionellen Voraussetzungen, als jene in der Vorbereitung spezifizierte Grundlage, scheinen schon recht wichtig zu sein. Und hier könnte auch der Vorteil der deutschen Mannschaft liegen.
    Schlaumeierisch wage ich zu behaupten, dass die Brasilianerinnen im Finale wie die Feuerwehr loslegen werden um dann verhaltener zu spielen. Denn die Mühsal der Zwischenebene, als Viertel- und Halbfinale, war den südamerikanischen Damen mit Fortdauer der Matches deutlich anzusehen.

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  • Ich denke, dass in beiden Halbfinals das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten den Unterschied gemacht hat. Die Körpersprache Brasiliens und Deutschlands signalisierte unbedingten Siegeswillen, da war kein übertriebener Respekt vor dem Gegner vorhanden. Das hinterlässt Eindruck beim Gegner. Dass starke Mannschaften gegen Deutschland nicht ihr Leistungspotenzial ausschöpfen, liegt meines Erachtens genau am fehlenden Zutrauen, am Respekt vor einem vermeintlich übermächtigen Gegner. Selbstverständlich ein Respekt, den man sich erarbeitet und damit verdient hat.

    Allerdings fällt das Halbfinale gegen Norwegen für mich nicht in diese Kategorie. Bis zum Eigentor von Trine Rønning hatte keine Mannschaft klare Vorteile für sich verbuchen können. Geordneter im Spielaufbau schienen mir sogar die Norwegerinnen. Hypothetisch, was bei einem Eigentor kurz vor der Pause auf der anderen Seite passiert wäre. Wie dieses Eigentor zum psychologisch günstigsten Zeitpunkt in der ARD als Stärke der deutschen Mannschaft bejubelt wurde, war jedenfalls reichlich deplaziert. Beinahe wäre eine Minute darauf schon der Ausgleich gefallen, als die deutsche Abwehr gewaltig ins Schwimmen kam.

    Die erste Halbzeit war also mindestens ausgeglichen, das sollte man nicht schönen. Hier hat niemand dem anderen die Grenzen aufgezeigt. Ein Eigentor war schon in vielen Fußballspielen ein Knackpunkt. Natürlich darf man in einem WM-Halbfinale erwarten, dass ein 0:1-Rückstand keine Vorentscheidung ist. Norwegen hatte in der zweiten Halbzeit nicht mehr genug zusetzen können, das war offensichtlich. Doch auch das zweite Tor für Deutschland war unglücklich abgefälscht und somit unhaltbar für Bente Nordby.

    Da hat sich im Spiel schon eine gewisse Dynamik ergeben, wo sich Deutschland auch bei Fortuna bedanken darf. Der deutsche Sieg war insgesamt unbestritten verdient, aber er relativiert sich meines Erachtens erheblich durch den Dusel, den Deutschland bei zwei Toren hatte. Und auch das Kraftargument ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Die norwegische Vorrundengruppe war mit Sicherheit schwerer als die deutsche. Kanada und Australien haben der Berntsen-Elf alles abverlangt. Gegen Brasilien haben die Australierinnen schließlich im Viertelfinale bei ihrem 2:3 gezeigt, was für ein schwerer Gegner sie sind. Nach dem gestrigen 0:4 der USA ein umso bemerkenswerteres Ergebnis.

    Und dann hatte Norwegen Donnerstag das letzte Gruppenspiel gegen Ghana, Sonntag Viertelfinale gegen China, Mittwoch Halbfinale. Deuschland hatte sein letztes Gruppenspiel montags und erst Samstag Viertelfinale. Also vier freie Tage statt zwei. Und schließlich bis zum Halbfinale auch wieder ein Tag mehr Pause.

    Das alles lässt sich nicht vom Tisch wischen und relativiert das 3:0 für Deutschland schon ein wenig. Hier davon zu sprechen, die Deutschen hätten den Norwegerinnen die Grenzen aufgezeigt, halte ich jedenfalls für vollkommen übertrieben. Man sollte schon auf dem Teppich bleiben und nicht als Kontrastprogramm zur übertriebenen Kritik die deutsche Leistung in den Himmel heben.

    Bei den USA war der Fall sicherlich nochmal etwas anders gelagert. Dass Brasilien mit Ausnahme des Viertelfinals das leichteste Programm hatte, steht für mich außer Zweifel. Dennoch kam bei den USA sicherlich auch noch der Schock zum Auftakt gegen Nordkorea hinzu, als man zum ersten Mal seit langem wieder richtig gefordert wurde. Danach lief es in keinem Spiel wirklich gut. Und dass Ryan, wie eine Reihe von Spielerinnen berichtete, erst am Vorabend des Halbfinals die Mannschaft über den Wechsel im Tor unterrichtete, hat das Fass möglicherweise zum Überlaufen gebracht.

    Aber ich denke, dass die USA mit einer besseren Leistung nur nicht ganz so hoch verloren hätten. Ihre Abwehr passt nicht zu einem Weltranglistenersten. Da ist Brasilien mit seinen wendigen Stürmerinnen der denkbar unbequemste Gegner.

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  • Tom Schlimme sagt:

    Okay, ein bißchen übertrieben ist es sicher, wenn ich schreibe, das deutsche Team hätte dem aus Norwegen die Grenzen aufgezeigt. Aber erstens mußte das jetzt einfach mal sein nach der Prophezeiung von Markus vor diesem Spiel, und zweitens ist ein Funken Wahrheit auch dabei. Auch wenn die ersten beiden deutschen Tore glücklich zustande gekommen sind, das sehe ich schon auch so – aber Norwegen war in der zweiten Halbzeit gefordert, gegen eine Mannschaft die mit Glück in Führung gegangen ist, aufzuholen, und ist da einfach an seine Grenzen gestoßen und nicht über diese Grenzen hinweggekommen. Und wer hat Norwegen an diese Grenze gebracht?

    Das mit den freien Tagen mehr bei Deutschland sehe ich auch so. Aber vor dem Spiel hat kein Mensch diesen Aspekt in die Diskussion gebracht. Da hieß es einfach nur, Norwegen habe bei den vorrangegangen Spielen imponiert und würde es dem deutschen Team schon zeigen. Wenn viele der Meinung gewesen wären, Norwegen hätte so deutlich viel mehr Kraft verbraucht als Deutschland, wäre dieser Aspekt auch in die Diskussion gebracht worden. Aber entweder war man sich so sicher, dass Norwegen trotz zwei freier Tage weniger zwischen Vorrunde und Halbfinale und stärkerer Gegner als Deutschland sie hatte, Deutschland die Grenzen aufzeigen wird, oder der Unterschied im Kräfteverschleiß war ganz einfach nicht so offensichtlich. Ersteres wäre in meinen Augen eine klare Fehleinschätzung. Norwegen braucht gegen Deutschland 100%, um zu gewinnen, schon 90% reichen nicht mehr, das hat das Halbfinale gezeigt, und genau das wurde vorher von vielen anders gesehen. Weil Norwegen zu stark und Deutschland zu schwach eingeschätzt wurde, dabei bleibe ich.

    Folgt man nun der Theorie, dass Deutschland gegen Norwegen auch einfach die größeren Kraftreserven hatte, möchte ich doch einfach mal festhalten, dass es dann ja wohl kein Fehler war, in der Vorrunde kräftesparend agiert zu haben. Was wurde da geschimpft über ein mageres 0:0 gegen England, und darüber, dass beim Sieg gegen Japan nur eine Halbzeit wirklich gut war. Aber auf den doch relativ naheliegenden Gedanken, dass das deutsche Team in diesen beiden Spielen ganz einfach nicht mit 100% Leistung gespielt hat, und dies ganz bewußt, sind nur wenige gekommen. Im Gegenteil, wenn man auf diesen Aspekt hingewiesen hat, wurde man als Schönredner hingestellt.

    Einige erinnern sich vielleicht, dass ich im Zusammenhang mit der meiner Meinung nach überzogenen Kritik an der deutschen Mannschaft und der Bundestrainerin an der Kritik an Sepp Herberger in der Frühphase der WM 1954 erinnert habe. Auch wenn ich damals damit eigentlich nur sagen wollte, dass Bundestrainer traditionsgemäß schnell und unverdient kritisiert werden – im Nachhinein erinnert jetzt 2007 doch einiges an die Herberger-Strategie von 1954.
    Nicht nur, dass in den Spielen gegen England und Japan nicht mit voller Kraft agiert wurde, auch das Vorbereitungsspiel gegen Norwegen mit dem mageren 2:2 und der mageren Leistung insgesamt sehe ich jetzt noch mal in einem anderen Licht. Silvia Neid hat gegen Norwegen in einer Formation spielen lassen, von der ihr von vorneherein klar war, dass es nicht die WM-Formation sein würde. Das habe ich hinterher im Presseraum auch mit einem Ohr so mitgehört, als sie mit drei Journalisten drüber gesprochen hat. Linda Bresonik links in die Viererkette, Simone Laudehr statt Saskia Bartusiak auf der Sechs und Sandra Smisek statt Anja Mittag im Sturm, das waren drei wichtige Positionen, wo Silvia Neid im Turnier selber dann anders spielen ließ, als im letzten Vorbereitungsspiel gegen Norwegen. Vergleiche ich dagegen die Aufstellung Norwegens im Vorbereitungsspiel mit der im Halbfinale, sind die Unterschiede minimal. Ganz offensichtlich hat Silvia Neid Norwegen besser ausgucken können im Vorbereitungsspiel, als umgekehrt!

    Dabei vergesse ich nicht, dass ich selber Silvia Neid für ihre vielen Wechseleien in der Vorbereitung heftig kritisiert habe und der Meinung war, das deutsche Team sei dadurch nicht eingespielt genug. Jetzt muss ich einfach anerkennen, die Rechnung ging auf, in den Gruppenspielen und im Viertelfinale hatte das deutsche Team Zeit genug, sich einzuspielen. Für das länger eingespielte Norwegen hat es schließlich gelangt!

    Also, in der Gruppenphase nicht alles geben, im letzten Vorbereitungsspiel nicht alles geben und nicht mit der optimalen Aufstellung spielen, das alles erinnert jetzt schon ein bißchen an Sepp Herberger. 100%ig auf den Punkt genau fit sein, das ist jedenfalls das, worauf es ankommt!

    Dabei ist mir auch klar, wenn es jetzt am Sonntag gegen Brasilien auch noch klappen sollte, wird auch die Kraft eine Rolle gespielt haben, die Tatsache, dass Brasilien auf dem Weg ins Endspiel mehr Federn gelassen hat in Form von zwei ganz wichtigen Spielerinnen, die wegen der zweiten Gelben Karte im Finale gesperrt sein werden, und der eine Tag mehr Pause wird natürlich auch eine Rolle spielen.
    Und ich will auch nicht verhehlen, dass ich mir eine souveräner wirkende deutsche Mannschaft bei dieser WM gewünscht hätte, eine, bei der hinterher keiner sagen kann, das sei einfach nur ein Riesendusel gewesen. Eine, die sozusagen über alle Zweifel erhaben über dem Turnier geschwebt hätte.

    Bloß, dann hätte es wieder geheißen, die deutsche Überlegenheit sei schlecht für den Frauenfußball…

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  • Markus Juchem sagt:

    Lieber Tom, da muss Dir eine Fehlinformation vorliegen. Aline und Renata Costa werden im Finale spielberechtigt sein, da ihre ersten Gelben Karten aus dem Gruppenspiel gegen China nach der Vorrunde annulliert wurden. Beide haben also mit Beginn der K.-o.-Phase wieder bei Null begonnen und haben jetzt jeder eine Gelbe Karte auf dem Konto. Keine Spielerin ist für das Finale gesperrt, die USA müssen im Spiel um Platz 3 auf Shannon Boxx verzichten.

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  • Tom Schlimme sagt:

    Der Kommentator der ARD hat immer wieder behauptet, Aline und Renata Costa seien für das Finale gesperrt. Also eine Fehlinformation, okay.

    Ändert aber Null an meiner Einschätzung der Kritik an der deutschen Mannschaft vor dem Halbfinale, und wenn Deutschland gegen dann doch mit den wichtigsten Spielerinnen besetzte Brasilianerinnen sogar noch das Finale gewinnen sollte, ist hoffentlich ein Punkt weniger vorhanden, mit dem man dann die deutsche Leistung wieder relativieren könnte!

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  • Tom Schlimme sagt:

    Ich habe jetzt mal ein bißchen recherchiert wegen der möglichen Sperre der beiden brasilianischen Spielerinnen.

    Beim SID heißt es, wie auch beim Kommentator in der ARD:

    „Im Finale gegen Deutschland muss Brasilien allerdings ohne die beiden Abwehrspielerinnen Aline und Renata Costa auskommen. Beide sind nach ihrer zweiten Gelben Karte gesperrt.“

    Bei der FIFA finde ich auf Anhieb nur Artikel 17, Punkt 3, in dem es heißt, dass ein Spieler automatisch für die nächste Partie desselben Wettbewerbs gesperrt ist, wenn er in zwei Spielen in einem von der FIFA organisierten Wettbewerb eine gelbe Karte erhält. Ausnahmen sind möglich, müssen aber vorher festgelegt werden. Auf Anhieb finde ich jedenfalls keine solche Festlegung, aber anscheinend bist du dir ja sicher, Markus, dass das irgendwo steht???

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  • Markus Juchem sagt:

    Tja, leider hat er ja manches falsch gesagt.

    Wenn das alles so gewollt war in der Vorrunde, dann gebe ich Dir Recht, kluge Taktik. Sollte Deutschland Weltmeister werden, dann sicherlich verdient und nicht mit Dusel, weil einfach kein anderes Team besser war. Dennoch muss man ja Dinge kritisieren dürfen. Wie gesagt: Der Erfolg gibt Silvia Neid Recht, doch Begeisterungsstürme löst die Mannschaft mit ihrem Spiel bisher nicht aus.

    Deswegen bin ich auch mal gespannt, ob ein WM-Erfolg wirklich einen neuerlichen Schub auslösen wird. Sicher bin ich mir ehrlich gesagt nicht. Mal sehen, wie sich die Zuschauerzahlen in der Bundesliga nach der WM entwickeln werden.

    Ingesamt bin ich persönlich von der WM ein wenig enttäuscht. Grausame Torhüterleistungen, Fitnessdefizite in einigen Teams, taktische Mängel. Wie man es ernsthaft in Erwägung ziehen kann, die WM 2011 mit 24 Mannschaften zu spielen, ist mir schleierhaft.

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  • Markus Juchem sagt:

    Im sogenannten „Disciplinary Preview“ der FIFA auf Spiel um Platz 3 und das Finale ist keine der beiden brasilianischen Spielerinnen erwähnt, sondern nur Shannon Boxx.

    Ich kann mich auch an kein FIFA-Turnier der jüngeren Vergangenheit erinnern, bei dem Gelbe Karten aus der Vorrunde mit in die K.-o.-Phase hinübergenommen wurden.

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich habe jetzt auch noch mal recherchiert. Die Teams wurden bereits im April von der FIFA folgendermaßen informiert:

    – If a player receives a yellow card in two separate matches in the same phase of the competition (i.e. group phase or knock-out phase), she will be suspended from her team’s next match. If a player receives one yellow card in the group phase, it will not be carried over to the knockout phase.

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  • Tom Schlimme sagt:

    Die Zahl derer, die mitbekommen, wie negativ die Leistung der deutschen Mannschaft zumindest bis zum Halbfinale vom kleinen Kreis der im Internet aktiven Frauenfußballfans eingeschätzt wurde, dürfte zum Glück sehr gering sein. Insofern mache ich mir keine Sorgen, dass dadurch die weitere Entwicklung insbesondere der Bundesliga behindert wird. Die in meinen Augen überzogene Kritik ging mir nur irgendwann persönlich auf den Keks, deswegen habe ich mich dagegen gestemmt.

    Relevanter dürften die zahlreichen Zeitungsartikel sein, von denen du ja in deiner Presseschau einen kleinen Teil wiedergibst, und die sind ja nun deutlich positiver und in den verschiedensten Variationen momentan praktisch in jeder Zeitung nachlesbar. Das dürfte dann doch ein wesentlich größeres Publikum erreichen und ist meines Erachtens nach schon als positive Werbung für Nationalmannschaft und Bundesliga geeignet.

    Das Spiel gegen Norwegen kam nach allem, was ich gehört habe, gut an bei Leuten, die jetzt keine ausgewiesenen Fans des Frauenfußballs sind und es im Fernsehen gesehen haben. Die erwarten übrigens gar nicht, dass die deutsche Mannschaft glänzt, und sind auch mit Eigentoren als Eisbrecher durchaus einverstanden.
    So jedenfalls die, mit denen ich gesprochen habe. Die hatten mitbekommen, dass Norwegen als schwerer Gegner eingeschätzt wurde, und fanden ein 3:0 gegen einen solchen Gegner ziemlich gut.

    Wenn es jetzt auch gegen Brasilien einigermaßen läuft, wo ich mit der größten Zuschauerzahl (Fernsehen) in Deutschland bei dieser WM rechne, dann erwarte ich schon, dass wenigstens ein paar davon dann auch mal zur Bundesliga kommen. Die Vorrundenspiele sind dann so oder so vergessen.

    So optimistisch wie früher bin ich aber auch nicht mehr. Ich erwarte keinen großen Schub mehr, aber eine Fortsetzung des kontinuierlichen Aufwärtstrends. Einen stärkeren Schub nach vorne könnte dann aber die WM 2011 bringen, wenn sie in Deutschland stattfinden sollte und so ein Jahr bevor das losgeht, mit der Werbetrommel losgelegt wird.

    Markus, bist du dir wirklich sicher, dass die gelben Karten aus der Vorrunde verfallen? Ich finde einfach keine Quelle, wo das steht.

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  • Tom Schlimme sagt:

    Okay, dann hat sich das mit den gelben Karten jetzt doch geklärt.

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  • Detlef sagt:

    Ich bin ja einer der größten Pessimisten hier und anderswo gewesen!!!
    Ich glaube auch niemals, dass die Spiele gegen England und Japan als Schongang bezeichnet werden sollten!!! Dafür stand einfach zu viel auf dem Spiel!!! So eine Arroganz traue ich Frau Neid dann doch nicht zu!!!
    Sie waren einfach schlecht, Punkt aus!!! Das ihre Gegnerinnen daraus kein Kapital schlagen konnten, ist einfach DUSEL!!! Ähnliches im Viertelfinale!!! Die Koreanerinnen hatten mehr Spielanteile, und lange die besseren Torchancen, aber sie waren beim Abschluss nicht konzentriert genug!!!
    Es erinnerte mich irgendwie an das BuLi-Spiel „TSV Crailsheim-TURBINE POTSDAM“ vor zwei Jahren!!! Potsdam hatte 95% Spielanteil, und viele Torchancen, aber sie bekamen den Ball nicht ins Tor!!! Der TSV hatte zwei oder drei Torchancen, und machte zwei Tore daraus!!! Das nennt man dann wohl Effizienz!!!
    Genau so machten es die deutschen Kickerinnen, gegen die Koreanerinnen!!! Viel mehr Torchancen, als die die zu den Toren führten, hatten sie ja auch nicht!!! Ist das nun die neue Taktik von Frau Neid??? Kräfte sparen, auf Teufel komm raus??? Gar nichts mehr für den Angriff tun, sondern nur auf Fehler des Gegners warten, und die dann clever und eiskalt nutzen???
    Gegen Norwegen gefiel mir die deutsche Offensive schon besser!!! Da war mal wieder so ein Hauch von der früheren Klasse zu spüren!!! Solveig Gulbrandsen hatte vor dem Spiel schon gewarnt; „die Deutschen sind unbequem, denn sie machen Tore aus dem NICHTS!!!“ Und das ausgerechnet diese Warnung wieder Wirklichkeit wurde, wird sie um so mehr wurmen!!!
    Ich glaube nicht, dass die Norwegerinnen körperlich am Ende waren!!! Eher fehlten ihnen die Ideen im Sturm!!!
    Im Vorbereitungsspiel sah dies noch ganz anders aus!!! Da wär die deutsche Elf sicher unter die Räder gekommen, hätte Bjarne Berntsen sein Team nicht „Kaputtgewechselt“!!! Also woran hat es gelegen, dass den Norwegerinnen gerade in Halbzeit zwei, nichts konstruktives mehr einfiel??? Lag es wirklich am Eigentor, der sonst sicher spielenden Trine Rönning??? Oder konnten sie den Rückstand mental nicht verarbeiten!!! Ich gebe Katja recht, Norwegen war bis zur Pause das bessere Team, mit leichten Feldvorteilen!!!
    WARUM haben sie nicht so weiter gespielt??? Genau wie gegen Korea, lag es ganz sicher nicht an der deutschen Mannschaft, dass Norwegen in Hälfte zwei, immer weiter abbaute, und zwar mental!!! Spätestens nach dem (für sie) ebenfalls unglücklichen 2:0, resignierten die Norwegerinnen, und sahen schon alle Felle davon schwimmen!!! Spielerisch können die Nordländerinnen viel mehr, sie sind aber an ihrem dünnen Nervenköstüm gescheitert!!!
    Für mich ist er Sieg der deutschen Mannschaft vor allem deswegen gerechtfertigt, weil sie mental einfach stärker waren!!! Sie haben wieder gewartet, bis der Gegner seine Schwäche zeigte, und nutzten diese dann eiskalt aus!!!
    Auch wenn die Brasilianerinnen sicher technisch und spielerisch klar im Vorteil sind, werden sie aber sicher auch Fehler machen!!! Diese werden Prinz & Co sicher erneut eiskalt ausnutzen!!! Allerdings müssen sie sich gerade in der Abwehr weiter steigern, denn Marta, Daniela und CRISSY sind immer gefährlich, wenn sie genug Platz haben!!!

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