Rainers WM-Ecke: Umzug mit Hindernissen

Von am 25. September 2007 – 8.08 Uhr 1 Kommentar

Laptop als RadioWenn bloß die Reiserei nicht wäre. Das Ein- und Auschecken in den Hotels funktioniert reibungslos. In Shanghai und Hangzhou war die Reisebetreuung super. Als der Taifun kam, konnten wir zwei Stunden vor Schließung des Flughafens die Stadt noch verlassen. Aber ab Wuhan regiert das Chaos. Der junge Wuhan-Reiseleiter, nennen wir ihn Billy the Kid, entpuppte sich also hochgradiger Chaot, der nichts auf die Reihe kriegte außer seinem breiten US-Slang. „Hey man, there is a worldcup in wuhan going on, man.”

Unser Möchte-gern-Ami bestellte einen unerbetenen Wakeup-Call für alle, aber war sonst nicht zu sehen, und am Abreisetag fehlte auch der Bus. Mit einstündiger Verspätung, in der wir uns den Hotel-Shuttle erkämpft und Billy gefügig gemacht hatten, eilten wir zum Flieger, um diesen in wirklich letzter Sekunde noch zu erreichen.

Das Verschnaufen war nur kurzfristig

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Über Beijing nach Tianjin, 120 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Während die Fanreise ohne Probleme nach Beijing führte, klebte den Journalisten weiter das Pech an den Füßen. Unsere neue Reiseleiterin war zwar jung und hübsch, kam aus Tianjin, aber fand dorthin irgendwie nicht zurück, schien es. Auch der Busfahrer machte mitunter diesen verwirrten Eindruck. Ein Stau an einer Mautstation führte zu langer Zwangspause. Und als wir durch die Kassenstelle durchfuhren, waren wir erleichtert, bis der Bus plötzlich bin entgegengesetzter Richtung kehrt machte.

Über Beijing nach Tianjin, 120 Kilometer von der Hauptstadt entfernt

Während die Fanreise ohne Probleme nach Beijing führte, klebte den Journalisten weiter das Pech an den Füßen. Unsere neue Reiseleiterin war zwar jung und hübsch, kam aus Tianjin, aber fand dorthin irgendwie nicht zurück, schien es. Auch der Busfahrer machte mitunter diesen verwirrten Eindruck. Ein Stau an einer Mautstation führte zu langer Zwangspause. Und als wir durch die Kassenstelle durchfuhren, waren wir erleichtert, bis der Bus plötzlich bin entgegengesetzter Richtung kehrt machte.

Wo bitte geht es nach Tianjin?

Die Frage des Abends wurde nach einigen Minuten erneut jäh unterbrochen. Zirka vier Stunden lang war der Highway voll gesperrt. Erst langsam kehrte in die frustgestresste und auf Leidensfähigkeit geprüfte Gruppe die gute Laune ein, die in Zwangssituationen entsteht.

Armin Krause Hörfunkmann Armin Krause setzte unterwegs einen Beitrag ab. Zwei Kollegen sendeten vom Laptop während der Harmonie-Pause, die geübte Eckenleser schon kennen. Danach dienten die Computer als Radio. „Highway to hell“ dröhnte durch den Stau auf der chinesischen Autobahn irgendwo zwischen Peking und Tianjin.

Irgendwann kam ein chinesischer Polizist mit einer Taschenlampe vorbei und erklärte, was wir längst durch eigene Recherche gesehen hatten, nämlich dass es einen Unfall gegeben hatte, der alle Spuren blockiert. Deshalb gehe es nicht weiter. Nur Gott und Buddha könnten da etwas dran ändern. Eine Stunde später war dann das Hindernis beiseite gezogen. Der Goldene Drache, so heißt unser Bus, bewies dann doch, dass er den Weg kennt. Gegen fünf Uhr in der früh bezogen wir letztendlich nach 14stündiger Reise unser neues Quartier.

Die Mannschaft hatte natürlich einen Direktflug. Wir danken dafür dem DFB-Eurolloyd-Büro. Für die gute Betreuung in Wuhan und den Weg nach Tianjin durch das Chaos via Beijing konnten die Jungs in Frankfurt nichts. Aber die Umbuchung zum Finale, die erneut mit Bus nach Beijing und Flug nach Shanghai via Beijing laufen sollte anstelle eines der beiden vorhandenen Direktflüge zu nutzen, haben wir selbstständig vorgenommen, nachdem Eurolloyd DFB in Frankfurt jedwede Kooperation mit uns ablehnte. Da ist noch erheblicher Zoff vorprogrammiert. Wir werden die 35 Euro für den neuen Flug anstelle der umständlichen Buchungen, die nichts anderes haben, als uns von der Mannschaft fernzuhalten, natürlich in Rechnung stellen.

1 Kommentar »

  • Christiane sagt:

    Wer sind denn die Leute auf dem ersten Foto?

    (0)