Vorschau: Norwegen – Ghana

Von am 19. September 2007 – 22.46 Uhr 2 Kommentare

Lene MykjålandWenn sich morgen Norwegen und Ghana gegenüberstehen (live ab 11.00 Uhr auf Eurosport), dann ist das eines der Spiele, wo viele vorher sagen, dass es schon entschieden ist, bevor der Anpfiff ertönt. Isaac Paha und seine Mannschaft haben null Punkte auf ihrem Konto, mussten gegen Australien (1:4) und Kanada (0:4) zwei deutliche Niederlagen hinnehmen. Norwegen ist schon bei vier Punkten angekommen und will den Gruppensieg.

Doch ganz so vorhersehbar, wie es scheint, ist die Partie möglicherweise doch nicht. Denn die Norwegerinnen haben derzeit noch ein um zwei Tore schlechteres Torverhältnis als Australien, das parallel in Gruppe C gegen Kanada antritt. Und der Gruppensieg wird allein deshalb angestrebt, weil man damit sehr wahrscheinlich Brasilien aus dem Weg gehen könnte. Eine Konstellation, die den konterstarken Ghanaerinnen gelegen kommen könnte. Vorsicht ist also geboten.

Norwegen:

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Sieben Minuten hatten am Samstag noch gefehlt, um das Viertelfinale bereits vorzeitig erreicht zu haben. Doch die Australierin Lisa De Vanna egalisierte die frühe Führung durch Ragnhild Gulbrandsen.

Nun reicht den Norwegerinnen ein Unentschieden auf jeden Fall zum Weiterkommen. Aber nicht für Platz eins, denn Australien hat das bessere Torverhältnis. Sollte es im Parallelspiel einen Sieger geben, wäre es ohnehin Essig mit dem Gruppensieg.

„Wir haben eine sehr schwere Gruppe erwischt. Daher bin ich schon froh, dass wir vor dem Abschluss der Vorrunde so gut dastehen“, meint Trainer Bjarne Berntsen. Das soll natürlich der Mannschaft ein bisschen den Druck nehmen.

Doch der Trainer sagt auch klar: „Von den vier Halbzeiten, die wir bisher in China absolviert haben, bin ich eigentlich nur mit zwei Durchgängen zufrieden. Konkret waren dies die zweite Hälfte gegen Kanada und die ersten 45 Minuten gegen Australien.“

Die zweiten 45 Minuten gegen Australien wurden vom Gegner dominiert, der zur Pause frische Kräfte brachte. Was Berntsen sich morgen eventuell zum Vorbild nimmt. Auf vier Positionen nämlich will er umstellen. Lene Mykjåland startet für Melissa Wiik, Siri Nordby für Gunhild Følstad, Lene Storløkken für Marie Knutsen und Marit Fiane Christensen für Trine Rønning.

Ghana:

Für die „Black Queens“ aus Ghana geht es morgen „nur“ noch um die Ehre. Nach zwei klaren Niederlagen müssen die Afrikanerinnen ihren Traum vom WM-Viertelfinale um mindestens vier Jahre verschieben. Zu wenig durchsetzungsfähig und zu fehlerhaft in der Abwehr präsentierte sich die Mannschaft, die sich nach dem Sieg gegen Nigeria bereits auf Augenhöhe mit dem Afrikameister wähnt.

Gegen zwei so starke Teams wie Australien und Kanada wusste die Mannschaft von Isaac Paha lediglich mit Distanzschüssen für Gefahr zu sorgen, konnte sich gegen kompakt stehende Mittelfeld- und Abwehrreihen aber nur sehr selten in die Nähe des Strafraums vorarbeiten. So wird man morgen darauf aus sein, in Lücken zu stoßen, die sich dann bieten können, wenn Norwegen um ein möglichst gutes Torekonto bemüht ist.

Doch mehr als eine Außenseiterchance haben die „Black Queens“ nicht. So bemüht auch Paha, der auf die verletzte Abwehrspielerin Yaa Avoe verzichten muss, gleich mehrere Fußballweisheiten in einem Atemzug: „Meine Mannschaft ist unerfahren, sie sind zu jung. Aber das Ball ist rund, es spielen 11 Spielerinnen auf jeder Seite und beide haben die gleichen Chancen.“

Mein Tipp: 5:1 für Norwegen
Tipp von Markus: 2:0 für Norwegen

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2 Kommentare »

  • Norwegen gewinnt völlig ungefährdet mit 7:2. Die Tore für Norwegen erzielten Lene Storløkken (4.), Ragnhild Gulbrandsen (39., 59., 62.), Ane Stangeland Horpestad per Elfmeter (45.), Isabell Herlovsen (56.) und Lise Klaveness (69.). Adjoa Bayor (73.) und Florence Okoe per Elfmeter (80.) konnten noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.

    Norwegen zieht damit als Gruppenerster ins Viertelfinale ein und trifft dort auf den Zweiten der Gruppe B, der ab 14 Uhr ermittelt wird.

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  • Sant sagt:

    Das Freistoßtor von Bayor war richtig schön wie Ronaldinho gegen Kahn. Ane schenkte Ghana einen Elfemter. Barmherzigkeit!!

    Nun ist dieser 7-2 Sieg (Gunhild, Marie und Trine) natürlich gut für das Selbstvertrauen der norwegischen Spielerinnen. Sie können das Halbfinale erreichen.

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