Vorschau: China – Neuseeland

Von am 18. September 2007 – 13.05 Uhr 1 Kommentar

Han DuanFür Neuseeland ist der Traum vom WM-Viertelfinale nach zwei Niederlagen bereits so gut wie ausgeträumt. Nur noch ein Wunder könnte die Kiwis in die Runde der letzten Acht befördern. Und so geht es darum, sich mit Anstand von den Titelkämpfen zu verabschieden (ab 14 Uhr live auf Eurosport).

Weder bei den Männern (1982) noch bei den Frauen (1991) hat eine neuseeländische A-Nationalmannschaft bisher einen Punkt geholt, doch mit einem Sieg oder Remis gegen China könnte man Geschichte schreiben.

Ganz anders dagegen die Ausgangsposition für den Gastgeber. Nach dem Auftaktsieg gegen Dänemark und der ernüchternden 0:4-Packung gegen Brasilien wollen die Chinesinnen mit einem Sieg den Aufstieg ins Viertelfinale perfekt machen. Die Steel Roses wollen selber einen möglichst hohen Sieg einfahren, hoffen aber, dass die Brasilianerinnen gegen Dänemark die Zügel nicht schleifen lassen.

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Denn selbst ein Sieg könnte im schlimmsten Fall für das Team von Marika Domanski-Lyfors zu wenig sein. Und dann würde erstmals der Gastgeber einer Frauenfußball-Weltmeisterschaft sich nicht für das Viertelfinale qualifizieren.

Bei der letzten WM-Teilnahme Neuseelands im Jahr 1991 trafen die beiden Teams ebenfalls aufeinander. Damals gewann China mit 4:1. Und auch die weiteren bisher fünf Aufeinandertreffen konnte China für sich entscheiden.

China:

Domanski-Lyfors appelliert an die sportliche Fairness der Brasilianerinnen. „Ich hoffe, sie sind professionell genug und spielen ihr bestes Spiel. Denn sollten sie gegen Dänemark verlieren, würde es sehr schwer für uns werden, denn dann müssten wir schon sehr viele Tore gegen Neuseeland schießen.“

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Die hohe Niederlage gegen Brasilien schmerzt immer noch. „Wir haben auf Sieg gespielt und waren in der ersten Halbzeit sehr gut. Wir hätten zwei Tore erzielen können, haben es aber versäumt.“ Die Weltfußballerin Marta sei nicht das Problem gewesen. „Sie haben viele kleine Martas und individuell einfach die besseren Spielerinnen.“

Sorgen bereitet vor allem, dass das hoch gelobte Angriffsduo Han Duan und Ma Xiaoxu bisher ohne Torerfolg geblieben ist. Doch man ist optimistisch, das Viertelfinale und noch mehr zu erreichen. „Es ist ein harter Weg, bis ins Halbfinale zu kommen, aber wir sind immer noch zuversichtlich.“

Neuseeland:

„Brasilien und Neuseeland werden das Viertelfinale erreichen“, sagt Neuseelands Trainer John Herdman vollmundig und bringt damit zum Ausdruck, dass man China die Punkte nicht auf dem Serviertablett liefern will. „Wir haben noch eine Chance“, so Herdman, dessen Team sich gegen Brasilien und Dänemark achtbar aus der Affäre zog.

„Wir haben gezeigt, dass wir gegen einige der besten Teams über einen langen Zeitraum mithalten könnte“, so der Engländer. Nun will man mit einer erneut konzentrierten Defensivleistung die ersten Punkte holen. Rund 60.000 Zuschauer werden die Partie im Stadion verfolgen, eine ungewohnte Kulisse für die Neuseeländerinnen.

Neuseelands 17-jähriger Teenager Ria Percival räumt ein: „Das wird für einen ordentlichen Adrenalinschub sorgen. Aufs Feld zu kommen und die Menge jubeln zu hören, ist einfach unglaublich. Ich werde das nie vergessen.“

Mein Tipp: 4:0 für China
Tipp Katja: 2:0 für China

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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  • Endstand 2:0 für China. Li Jie (57.) und Xie Caixia (79.) schießen den Gastgeber in einem wenig spektakulären Spiel ins Viertelfinale. Dort treffen die Chinesinnen dann auf Norwegen.

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