Deutschland und England stehen im WM-Viertelfinale

Von am 17. September 2007 – 19.30 Uhr

Deutschland und England stehen als erste Mannschaften im Viertelfinale der fünften Frauenfußball-Weltmeisterschaft in China. Titelverteidiger Deutschland setzte sich mühevoll, letztlich aber ungefährdet mit 2:0 gegen Japan durch und trifft am Samstag um 11 Uhr in Wuhan (live bei ARD und Eurosport) auf den Zweiten der Gruppe B (siehe Spielanalyse).

England wurde gegen Südamerikameister Argentinien seiner Favoritenrolle gerecht und ging nach einem 6:1-Erfolg als klarer Sieger vom Platz. Die Mannschaft von Hope Powell nutzte dabei die Schwächen der Argentinierinnen vor allem im Abwehrverhalten geschickt aus und konnte sich am Ende sogar noch für das Viertelfinale warmschießen, in dem die „Three Lions“ am Samstag um 14 Uhr in Tianjin (live bei Eurosport) auf den Ersten der Gruppe B treffen werden.

Eigentor von Gonzalez

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Es war die erwartet einseitige Partie in Chengdu. Vom Anpfiff weg drängten die Engländerinnen, die für den Viertelfinal-Einzug auf jeden Fall einen Sieg benötigten, die Südamerikanerinnen in die eigene Hälfte. Diese hatten in Romina Ferro zwar eine Torfrau in ihren Reihen, die sich weniger Fehler erlaubte als noch Vanina Correa gegen Deutschland. Doch in der Abwehr setzte sich das unglückliche Spiel fort. Einen weiten Ball von Casey Stoney, noch aus der eigenen Hälfte heraus getreten, lenkte Eva Gonzalez per Kopf ins eigene Tor.

Damit war der Bann schon früh gebrochen. Nur eine Minute später hielt Jill Scott aus fast 25 Metern einfach mal drauf und profitierte von der späten Reaktion von Ferro, die das Leder nur noch aus den Maschen fischen konnte.

In der Folge dominierten die Engländerinnen, bei denen mit Rachel Yankey und Eniola Aluko nach der Defensivaufstellung gegen Deutschland wieder die beiden etablierten Stürmerinnen zurück ins Team gerückt waren, weiterhin dieses einseitige Spiel, zeigten sich aber vor dem Tor oftmals zu umständlich und gingen mit einem für Argentinien schmeichelhaften 2:0 in die Kabine.

Argentinien stellt Negativrekord auf, gelingt aber wenigstens noch der Ehrentreffer

Für die Argentinierinnen konnte es nun nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Und darum, mit mehr als 15 Gegentreffern in einem WM-Turnier nicht einen neuen Negativrekord aufzustellen. Doch die Britinnen ließen sich in ihrem Vorwärtsdrang nicht aufhalten. Nur durch Fouls, wie etwa in der 49. Minute, als die bereits verwarnte Catalina Perez ihre Gegenspielerin Kelly Smith am Trikot hielt und folgerichtig des Feldes verwiesen. wurde. Fara Williams verwandelte problemlos.

Es dürfte jeden, der die Albiceleste schon gegen Japan um den ersehnten Punktgewinn hat kämpfen sehen, für diese junge Mannschaft freuen, dass ihr bei all der Enttäuschung, die mit der WM verbunden war, schließlich doch noch ein Ehrentreffer gelang. Der Unglücksrabe aus der ersten Halbzeit, Eva Gonzalez, traf per Freistoß in der 60. Minute zum zwischenzeitlichen 1:3 aus argentinischer Sicht.

Williams für Viertelfinale gesperrt

Kelly Smith nach Yankey-Hereingabe (64.), erneut Smith im Nachschuss nach einem Freistoß von Yankey und schließlich Vicky Exley per Strafsroß in der Schlussminute sorgten letztlich doch noch für einen Kantersieg. Fara Williams sah ihre zweite gelbe Karte und ist im Viertelfinale nicht spielberechtigt.

Die Argentinierinnen treten somit mit leeren Händen den schweren Heimweg nach Argentinien an. England hat bei seiner zweiten WM-Teilnahme nach 1995 das Ziel Viertelfinale erreicht und kann nun gegen den Zweiten aus Gruppe B, wahrscheinlich die USA oder Nordkorea, unbeschwert in die K.O.-Runde gehen.

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