Vorschau: England – Argentinien

Von am 16. September 2007 – 14.58 Uhr 2 Kommentare

Parallel zum deutschen Spiel gegen Japan treffen in Chengdu England und Argentinien aufeinander. Während die Argentinierinnen nach zwei Niederlagen bereits ausgeschieden sind, braucht England unbedingt drei Punkte, um ins Viertelfinale einzuziehen. Ein Sieg mit 2:0 oder höher reicht in jedem Fall.

Englands Trainerin Hope Powell wird deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit nach ihrer Defensivtaktik gegen Deutschland wieder auf ihre bewährte Formation zurückgreifen. Für die Südamerikanerinnen geht es im ersten Aufeinandertreffen dieser Mannschaften überhaupt nur noch darum, mit einem guten Ergebnis die Heimreise anzutreten.

England:

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Mit Mittelfeldspielerin Kelly Smith hatte Powell gegen Deutschland lediglich eine Stoßstürmerin aufgeboten. Rachel Yankey und Eniola Aluko mussten auf der Bank Platz nehmen. Als Yankey in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, verließ mit Karen Carney eine andere Offensivspielerin den Platz. Eine Defensivtaktik, die sich gegen den amtierenden Weltmeister bezahlt machte. Doch gegen Argentinien müssen Tore her.

Folglich dürften Yankey und Aluko wieder der Startelf angehören. Katie Chapman, die der deutschen Offensive erfolgreich die Stirn bot, handelte sich wie Simone Laudehr am Freitag ihre zweite gelbe Karte ein und muss pausieren. Die zentrale Stütze in der Abwehr wird erneut Faye White sein, der es gelungen ist, sich von zwei Kreuzbandrissen zu erholen und am Freitag sogar als „Spielerin des Spiels“ geehrt zu werden.

Mittelfeld-Ass Kelly Smith erwartet eine schwere Partie und ist sich sicher, dass die Argentinierinnen beim 0:11 gegen Deutschland noch „zu blauäugig“ auftraten. „Aber sie haben ihre Lektion gelernt und mussten sich in der zweiten Partie gegen Japan erst in der Nachspielzeit geschlagen geben. Es wird bestimmt kein Spaziergang werden“, so Smith.

Argentinien:

Für die Mannschaft von Trainer Carlos Borrello gilt es, nach dem 0:11-Debakel gegen Deutschland noch einmal die letzte Chance zu nutzen, um der Welt zu zeigen, dass der südamerikanische Meister ein würdiger WM-Teilnehmer ist. Beim 0:1 gegen Japan, als man erst in der Nachspielzeit den Gegentreffer kassierte, zeigten sie bereits deutliche Fortschritte. Nun wollen sie ihren ersten Punkt in der WM-Geschichte Argentiniens holen.

„Meine Mädels gewöhnen sich langsam daran, druckvoller zu agieren“, sagt Borrello und hofft auf eine Leistung, „die das tatsächliche Potenzial der Mannschaft wiederspiegelt“. Die ist den Argentinierinnen auf jeden Fall zu wünschen, denn eine Rückkehr ohne Punktgewinn würde es dem Frauenfußball in Argentinien, der im Verband ohnehin schon kein hohes Ansehen genießt, noch schwerer machen.

Zumal bei einer Niederlage mit vier oder mehr Gegentreffern der nächste Negativrekord nach der höchsten WM-Niederlage aller Zeiten droht. 1999 hatte die mexikanische, 2003 die argentinische Mannschaft 15 Gegentreffer kassiert. Bisher ist Argentinien bei 12 Gegentreffern angekommen.

Gesperrt:
England: Katie Chapman
Argentinien: –

Bereits mit einer gelben Karte verwarnt:
England: Fara Williams, Kelly Smith
Argentinien: Rosana Gomez, Maria Quinones, Eva Gonzalez, Gabriela Chavez

Mein Tipp: 5:0 für England
Tipp von Markus: 2:0 für England

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2 Kommentare »

  • Zur Pause führen die Engländerinnen durch ein Eigentor von Eva Gonzalez (9.) und Jill Scott (10.) mit 2:0 und steuern damit auf das Viertelfinale zu.

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  • Am Ende heißt es 6:1 für England. Per Elfmeter brachte Fara Williams ihre Mannschaft in der 50. Minute mit 3:0 in Front. Eva Gonzalez gelang zehn Minuten später per Freistoß der Ehrentreffer für die Argentinierinnen, doch Kelly Smith (64./77.) erhöhte wieder auf 5:1. Den Schlusspunkt setzte erneut per Strafstoß Vicky Exley in der 90. Minute. Fara Williams sah in dieser Partie ihre zweite gelbe Karte im Turnierverlauf und wird damit im Viertelfinale fehlen.

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