Vorschau: Dänemark – Neuseeland

Von am 15. September 2007 – 7.01 Uhr 1 Kommentar

Merete PedersenUm 11 Uhr (live bei Eurosport) in Wuhan geht es für Dänemark und Neuseeland schon um das Überleben bei der WM. Beide Mannschaften haben ihre Auftaktspiele verloren. Dänemark unterlag Gastgeber China knapp mit 2:3, Neuseeland musste sich Brasilien mit 0:5 geschlagen geben.

Für beide Teams zählt im zweiten Aufeinandertreffen bei einer WM – das erste entschied 1991 Dänemark im chinesischen Hangzhou für sich – daher nur ein Sieg. Eine Niederlage würde das frühzeitige Aus bedeuten. Für Dänemark, deren Vorbereitung durch die Diskussionen über einen möglichen Abhörskandal beeinträchtigt wurde, geht es auch um einen Startplatz bei den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Peking. Doch man muss in den nächsten beiden Spielen ohne Trainer Kenneth Heiner-Møller auskommen, der von der FIFA wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber einem Match-Offiziellen nach der Partie gegen China für zwei Spiele gesperrt wurde.

Dänemark:

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Die Vorbereitung auf das Spiel gegen Neuseeland wurde in Dänemark in den letzten Tagen von den Diskussionen über einen möglichen Abhörskandal überschattet (wir berichteten). Trainer Kenneth Heiner-Møller musste gestern vor einem großen Medienaufgebot erklären, warum er der schwedischen Trainerin chinesischen Diensten, Marika Domanski-Lyfors, den Handschlag verweigert hatte. „Ich war einfach frustriert nach dieser knappen Niederlage“, so Heiner-Møller.

In Sachen Abhörskandal hatten sich der Weltfußballverband FIFA und das dänische Team am Donnerstag geeinigt, das Thema nicht weiterzuverfolgen. Die FIFA habe versichern können, dass die beiden Männer nicht in Kontakt zu einem der Teams stehen, berichtete Teamsprecherin Pia Schou Nielsen.

Dennoch richtete die dänische Delegation am gestrigen Freitag weitere Fragen an die FIFA, um herauszufinden, wer die beiden Männer waren, die die Mannschaft bei einer Taktikbesprechung gefilmt hatten. „Es sind immer noch viele Fragen offen. Wir wollen wissen, wer diese Männer waren, was sie dort zu suchen hatten und wofür sie die Informationen benötigten.“

Einstweilen gilt jedoch die volle Konzentration dem Spiel gegen Neuseeland. Schließlich geht es für Dänemark zum einen darum, die Chancen auf den Viertelfinal-Einzug aufrechtzuerhalten. Damit verbunden ist gleichzeitig die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Da England kein Team bei Olympia stellen kann, muss Dänemark mindestens das drittbeste der ohne England noch verbleibenden vier UEFA-Teams werden. „Für sie geht es um alles, sie brauchen unbedingt die Punkte. Je mehr wir sie entmutigen können, desto besser“, erkennt Neuseelands Coach John Herdman in dieser Situation Vorteile für seine Mannschaft.

Die 0:5-Auftaktniederlage gegen Brasilien ließ Heiner-Møller beobachten. Nach Auswertung der Erkenntnisse und des Videomaterials ist sich der dänische Coach sicher, dass seiner Mannschaft ein hartes Stück Arbeit bevorsteht. „Ich habe gesehen, wie Brasilien sich zu Beginn schwergetan hat.“ Da für die Dänen nur ein dreifacher Punktgewinn zählt, sollen die Flügelspielerinnen Johanna Rasmussen und Julie Rydahl Bukh diesmal als Außenstürmerinnen und damit auf einer Linie mit Maiken With Pape auflaufen.

Pape genießt erneut das Vertrauen in der Sturmspitze, was für die erfahrene Merete Pedersen bedeutet, dass sie erneut auf der Bank sitzen müsste. Als sie gegen China zu Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, erfuhr das dänische Spiel eine deutliche Belebung. Pedersen bleibt daher kämpferisch: „Ich werde um meinen Platz kämpfen.“

Neuseeland:

Auch für Neuseelands Trainer John Herdman kann das Ziel nur lauten, gegen Dänemark zu gewinnen. Zwar soll die Abwehr erneut ähnlich energisch agieren wie gegen Brasilien, doch Herdman sagt klar: „Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir unbedingt gewinnen. Deshalb werden wir uns auch wesentlich offensiver präsentieren als noch gegen Brasilien.“

Herdman ließ sich noch nicht in die Karten schauen, ob er personelle oder taktische Umstellungen vornehmen wird. Alle Spielerinnen stünden ihm dafür zur Verfügung. Doch immerhin deutete er schon an, dass er einige Spielerinnen mit der Direktive ins Spiel gehen lassen wolle, die eigene Rolle offensiver zu interpretieren und die Qualitäten im Spiel nach vorne auszuspielen.

Bereits mit einer gelben Karte verwarnt:
Neuseeland: Ria Percival
Dänemark: Maiken With Pape, Cathrine Paaske Sørensen

Mein Tipp: 3:1 für Dänemark
Tipp von Markus: 3:0 für Dänemark

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1 Kommentar »

  • Dänemark gewinnt nach einer mühevollen ersten Halbzeit am Ende mit 2:0 durch einen Freistoß von Katrine Pedersen (61.) und den zweiten Turniertreffer von Cathrine Paaske Sörensen (66.).

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