Vorschau: Argentinien – Japan

Von am 14. September 2007 – 0.15 Uhr 3 Kommentare

Nach der 0:11-Auftaktniederlage von Südamerika-Meister Argentinien gegen Weltmeister Deutschland war die Gefühlslage unter den Beobachtern zwiespältig. Die einen empfanden Mitleid mit dem Team von Trainer Carlos Borrello, die anderen stellten die WM-Tauglichkeit der Elf in Frage.

Doch eines ist gewiss: Wenn es am Freitag im zweiten Gruppenspiel gegen Japan geht (ab 13.00 Uhr einstündige Aufzeichnung auf Eurosport), werden die Argentinierinnen alles daran setzen, den schlechten Eindruck des Auftaktspiels wettzumachen. Für Japan ist ein Dreier hingegen Pflicht, will man sich weiter Hoffnungen auf den Aufstieg ins Viertelfinale machen.

Die Statistik verheißt nichts Gutes. Vor vier Jahren bei der WM 2003 in den USA machten die Japanerinnen mit ihrem Gegner kurzen Prozess. 6:0 lautete das Ergebnis am Ende, Japans Mio Otani erzielte den schnellsten Hattrick der WM-Geschichte.

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Argentinien:

Trotz der desillusionierenden Niederlage hat man bei den Argentinierinnen die Hoffnungen auf ein Erreichen des Viertelfinales noch nicht aufgegeben. Doch hat das argentinische Team möglicherweise weitere Ausfälle zu beklagen. Der Einsatz von Verteidigerin Valeria Cotelo ist wegen Problemen mit dem linken Ohr genauso fraglich, wie der von Verteidigerin Celeste Barbitta.

Mit einem verschärften Training versuchten die Argentinierinnen sich die schlechte Erinnerung an Spiel Nummer Eins aus den Gliedern zu schütteln. Das Üben von Standardsituationen und ein Trainingsspiel standen beim Abschlusstraining auf dem Programm.

Man darf gespannt sein, ob die Südamerikanerinnen mit den flinken und technisch versierten Japanerinnen besser klar kommen als mit den deutschen Spielerinnen. Und vielleicht hilft es ja, dass die Argentinierinnen diesmal in ihren gewohnten blau-weißen Trikots auflaufen dürfen. Zudem darf Catalina Pérez wieder mitmischen, die zuletzt noch gesperrt war.

Japan:

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Ernüchterung war die vorherrschenden Stimmung im Team der Japanerinnen nach dem Remis gegen England, denn drei Punkte gegen den europäischen Rivalen waren fest eingeplant. Umso wichtiger ist es für das Team von Trainer Hiroshi Otashi diesmal einen Sieg einzufahren, denn alles andere wäre wohl zu wenig um die Runde der acht besten Teams zu erreichen.

Doch hinter dem Einsatz zweier Spielerinnen steht ein Fragezeichen. Eriko Arakawa plagen Kniebeschwerden, und auch Tomomi Miyamoto muss möglicherweise wegen Rückenproblemen passen. Nach dem Remis ist das Spiel gegen Argentinien für Japan ein Schlüsselspiel, wie Arakawa einräumt. „Allerdings hat uns der späte Ausgleichstreffer gegen England viel zusätzliches Selbstvertrauen gebracht. Wir glauben fest an den Sieg.“

Mein Tipp: 1:2 für Japan
Katjas Tipp: 0:5 für Japan

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Nach 45 Minuten steht es 0:0. Argentinien scheint sich von dem 0:11 gegen Deutschland gut erholt zu haben und gestaltet die Begegnung ausgeglichen. Japan konnte sich leichte Feldvorteile erarbeiten, schafft es aber nicht, zwingende Torchancen herauszuarbeiten. Insgesamt fußballerische Magerkost.

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  • Die Japanerinnen erweisen sich als die Königinnen der Nachspielzeit. Yuki Nagasato trifft in der 91. Minute zum 1:0-Endstand. Damit bleibt Japan aussichtsreich im Rennen um den Einzug ins Viertelfinale.

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  • schmidt sagt:

    Wer die big points versteht zu machen, entscheidet meist immer das Spiel.
    Wieder einmal zeigen die Japanerinnen ihren unbedingten Siegeswillen und machen Minuten vor dem Spielende den entscheidenen Treffer.

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