Vorschau Japan – England

Von am 10. September 2007 – 12.10 Uhr 3 Kommentare

Homare SawaIm zweiten Spiel der Gruppe A kommt es zwischen Japan und England (ab 14.00 Uhr live auf Eurosport) zum ersten Aufeinandertreffen im internationalen Frauenfußball. Die Japanerinnen qualifizierten sich als letztes Team in zwei Play-off-Spielen gegen Mexiko für die Weltmeisterschaft.

Gegen einen Gegner aus Europa konnte das Team um die erfahrene Homare Sawa in sechs WM-Spielen allerdings noch nie gewinnen und auch kein Tor erzielen. Doch in diesem Jahr ließ das Team Nadeshiko mit mehreren guten Ergebnissen aufhorchen. Die neue Stärke soll als erstes England zu spüren bekommen, das seit 1995 erstmals wieder bei einer WM dabei ist.

Auf das Kräftemessen der beiden Teams darf man gespannt sein. In der Vergangenheit hatten die körperlich unterlegenen Japanerinnen gegen athletische Teams oftmals Probleme, das eigene Spiel aufzuziehen. Doch das Team um Trainer Hiroshi Ohashi hat über die Jahre gelernt, wie man mit derartigen Gegnern umzugehen hat. Zweikämpfen aus dem Weg gehen und den Ball schnell weiterlaufen lassen, heißt die Devise, die immer häufiger zum Erfolg führt, wie etwa beim 1:0-Sieg gegen Norwegen und dem 2:2-Remis gegen Schweden im Februar und auch dem 2:1-Sieg gegen Brasilien vor WM-Beginn. Zudem spricht die Erfahrung von vier WM-Teilnahmen in Folge für die Asiatinnen.

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Japan:

Angetrieben von der Ausnahmekönnerin Homare Sawa verfügt das Team in Miho Fukumoto nicht nur über eine starke Torhüterin, sondern in Eriko Arakawa und Mio Otani über gefährliche Stürmerinnen und einen insgesamt ausgeglichenen 21er-Kader, dessen Stärke der Zusammenhalt ist. Das Team kann aller Voraussicht nach in Bestbesetzung antreten, technisch und taktisch hat man sich in den vergangenen Jahren weiter verbessert.

„Wir werden versuchen, sie mit unserer Antrittsschnelligkeit und unserer Dribbelstärke zu schlagen, die es uns ermöglichen sollte, in die freien Räume hinter ihren Verteidigungsreihen vorzustoßen“, sagt Shinobo Ohno. Trainer Hiroshi Ohashi will sich nicht in die Karten schauen lassen. „Wir wollen unseren eigenen Stil durchziehen, egal wie die anderen spielen.“

England:

„Unser Ehrgeiz ist es, das Viertelfinale zu erreichen. Dann sehen wir weiter“, lässt Englands Trainerin Hope Powell keine Zweifel an der Zielsetzung auf kommen. Doch dazu ist ein Sieg gegen die Japanerinnen im Auftaktspiel fast schon Pflicht. Vor dem Duell redete Powell den Gegner stark: „Sie verfügen über technisch sehr starke Spielerinnen, die fit sind und sehr organisiert“, sagt sie über die Japanerinnen.

Kelly Smith soll auf dem Weg zum Erfolg eine der Schlüsselfiguren werden. Beim Vier-Nationen-Turnier zu Beginn des Jahres wurde die 28-Jährige zur Spielerin des Turniers gekürt. Powell spielt ihre Bedeutung herunter. „Wir werden die ganze Mannschaft brauchen, um eine gute Leistung zu bringen. Man kann sich nicht auf eine Spielerin allein verlassen. Fußball ist ein Teamsport.“ Smith selbst meint: „Es ist ein Muss für uns, dieses Spiel zu gewinnen.“

Mein Tipp: 2:1 für Japan
Tipp Katja: 2:2

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Markus Juchem sagt:

    Auch hier 0:0 zur Halbzeit. In einer kämpferisch geführten Partie haben die Japanerinnen ein leichtes optisches Übergewicht, doch bei einem Fehler der Torhüterin Mika Fukumoto wären die Engländerinnen fast in Führung gegangen. Alles in allem ein bisher leistungsgerechtes Remis.

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  • Play the Game sagt:

    Nicht schlecht die Freistosstore…..

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  • Eine dramatische zweite Halbzeit mit vier Treffern endet 2:2. Aya Miyamas Führungstreffer (55.) hatte Kelly Smith in ein 2:1 für England umgewandelt (81. und 83.), ehe wieder Miyama in der Nachspielzeit mit einem sehenswerten Freistoß noch den Ausgleich herstellen konnte.

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