Rainers WM-Ecke: Eingelebt

Von am 8. September 2007 – 13.42 Uhr 1 Kommentar

Training der DFB-Elf16 Journalisten, eine Reise. Ein Flieger, ein Hotel, ein Bus. Das gleiche Ziel. Und trotzdem will jeder exklusiv sein. Nicht einfach mitunter. Aber wir haben uns jetzt eingelebt. Am Mittwoch ging es gleich nach dem Einchecken im Hotel weiter zum Stadionkomplex, um die Akkreditierungen zu holen.

Zu Fuß, denn das Hotel liegt in direkter Nachbarschaft zum Hangkou-Stadion. Aus dem 15. und 16. Stock genießen wir den Blick in die Arena. Ein Traum.

Zurück zum Akkreditierungszentrum. Bitte recht freundlich – und schon ist das Foto für unseren Ausweis fertig. Zwischendurch einen Nescafé aus dem Pappbecher. Weiter ins Medienzentrum, unseren Arbeitsraum besichtigen. Der ist großzügig ausgestattet. Nach dem nächtlichen Frühstück im Flieger ist unser Lunch jetzt im Stadionrestaurant hochverdient. Am großen Tisch. Bestellt wird nicht einzeln, sondern Verschiedenes für mehrere Portionen auf den Drehtisch. So, wie es sich China gehört. Nach etwa 90 Minuten will das Personal selbst auch seine Pause. Wir sind die einzigen Gäste. Neun Personen schauen uns beim Essen zu, lächeln. Manchmal lachen sie wohl auch über uns Langnasen. Aber wir bearbeiten die Stäbchen gnadenlos.

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Am Abend geht es dann zum Trainingsbesuch der deutschen Mannschaft in eines der Trainingsstadien. Die Fahrt durch das verkehrsverstopfte Shanghai dauert lange, ist aber interessant. Am Stadion ist große Sicherheit angesagt. Unsere Veranstaltungspässe reichen nicht. Die Geigerzähler schlagen an. Das Geräusch ist katzenartig, manchmal auch länger. Katzenartig gequält, kurz vor dem Kochtopf meint einer. Dem ARD-Hörfunk war es jedenfalls einen O-Ton wert.

Wir holen die ersten Stimmen für die ersten Berichte. Silvia Neid gibt Auskunft nach dem Training. Am Tag darauf, nach dem Lunch, im deutschen Mannschaftshotel, sind es Birgit Prinz, Renate Lingor, Nadine Angerer und Simone Laudehr, die zur Verfügung stehen. Wunschgemäß. Die Atmosphäre ist gut. Unser chinesischer Reiseführer, der sich angesichts seines komplizierten Namens Peter nennt, meinte hinterher: „Sogar der deutsche Beamte hat gelächelt.“ Für Peter sind Angestellte Beamten und hier war Niels Barnhofer aus der DFB-Pressestelle gemeint.

Danach ging’s gleich weiter zur ersten Pressekonferenz der FIFA im mondänen Shangri La Hotel. Zu den FIFA-Beamten, wie Peter feststellen würde.

Der Vormittag wurde an der deutschen Schule verbracht. Report, wie Anja Mittag, Lira Bajramaj und Annike Krahn rund 800 begeisterten Schülern und Schülerinnen Rede und Antwort standen. Kein Freitag, wie jeder andere. Ein freier Tag schon gar nicht. Denn irgendwann müssen die Geschichten auch geschrieben und abgesetzt werden, nach dem letztendlich auch die Technik steht. Nachtschicht also.

1 Kommentar »

  • Detlef sagt:

    Da scheint der gute Rainer ganz schön im Stress zu sein!!!
    Hoffentlich ist das Essen nicht so schlecht, dass man ihn nach der WM nicht wiedererkennt!!!
    Da bin ich mal sehr gespannt, was er uns in den nächsten Wochen so zu berichten hat!!!

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