Splitter zur Frauenfußball-WM (4)

Von am 5. September 2007 – 8.13 Uhr 3 Kommentare

Wenige Tage vor WM-Beginn hat Deutschlands Vorrundengegner Japan gegen Brasilien ein Ausrufezeichen gesetzt. Außerdem meldete sich die von Verletzungen gebeutelte Hanna Ljungberg zurück, stiftet das Thema England und Olympia weiter Verwirrung und fallen ausgerechnet im emanzipierten Schweden Machosprüche.

Japan mit gelungener Generalprobe

In den vorigen Tagen absolvierten alle WM-Teilnehmer ihre letzten Vorbereitungsspiele. Besonders zufrieden sein kann Deutschlands Vorrundengegner Japan, der einem 0:0 gegen Kanada am Sonntag ein 2:1 gegen die hoch gehandelten Brasilianerinnen folgen ließ (Bildergalerie). Cristiane brachte die Auriverdes mit 1:0 in Führung, musste aber noch die Gegentore durch Azusa Iwashimizu und ein Eigentor hinnehmen.

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Hanna Ljungberg meldet sich zurück

Rechtzeitig vor WM-Start hat sich Schwedens Top-Stürmerin Hanna Ljungberg nach langer Verletzungspause eindrucksvoll zurückgemeldet. Die 28-Jährige schoss im abschließenden Vorbereitungsspiel gegen Dänemark beide Tore für Schweden zum 2:1-Endstand (Video). Für Dänemark war Merete Pedersen erfolgreich, die ebenfalls im Vorfeld der WM mehrere Monate verletzt war.

England und Olympia – was nun?

Für Verwirrung sorgt seit gestern eine Meldung des englischen Fußballverbands, nach der der Weltfußballverband FIFA der FA mitgeteilt habe, dass England auch bei erfolgreicher Qualifikation definitiv keinen Startplatz für die Olympischen Spiele in Peking (als Team Großbritannien) erhalten könne. Käme England unter die besten drei europäischen Teams, würde das nächstbeste Team nachrücken (wir berichteten). Heute ist diese Meldung von der Website der FA verschwunden.

Macho-Spruch von Dennerby

Schwedens Nationaltrainer Thomas Dennerby tat gestern seine ganz eigenen Methoden kund, um seine von dem langen Flug nach China übermüdeten Spielerinnen wieder aufzuwecken. Beim Zwischenstopp in Peking gab er der Mannschaft einen halben Tag frei – zum Shoppen. „Das ist das beste Mittel bei Frauen, um sie wieder wach zu bekommen“, so Dennerby.

Alles neu macht die WM!

Das gilt zumindest äußerlich für die Nationalmannschaft Neuseelands. Vor dem Abflug nach China präsentierten sie ihre neuen Trikots und wurden auf den Spitznamen „Football Ferns“ getauft. Trainer John Herdman und Spielführerin Rebecca Smith erklärten, dies solle eine neue Ära im neuseeländischen Frauenfußball markieren.

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3 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Hanna Ljungberg sieht ja schon wieder sehr fit aus!!! War mir absolut klar, dass die sich durchbeißen wird!!! Damit ist das „Trio Infernale“ wieder komplett!!!
    Den Spruch von Thomas Dennerby, finde ich nun absolut nicht „macho-mäßig“!!! Er hat halt so seine Erfahrungen, mit den Mädels, die ich im übrigen bestätigen kann!!!
    Und die Japanerinnen bestätigen meine Vermutung, dass es für unsere Truppe absolut kein Zuckerschlecken wird, in Gruppe A!!!

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  • Rainer sagt:

    Hanna und Victoria sind wieder ein Sturmpaar, das die jeweils andere intuitiv findet. Als ob Ljungberg nicht weggewesen wäre. Aber sie ist wirklich eine der ganz Grossen trotz ihrer nur 1,60 m.
    Dennerby war etwas ironisch, aber sicher nicht machomässig. Wir hatten in Schweden kürzlich auch Besuch von Nationalspielern aus anderen Ländern und statt sich die Stockholmer Sehenswürdigkeiten anzuschauen, wollten die Damen – ?? – shoppen gehen.
    Aber die Schwedinnen haben sich auch schon das eine oder andere in China angeschaut.

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  • Markus Juchem sagt:

    Genau, die Verbotene Stadt zum Beispiel: http://www.expressen.se/1.826003?articlePopup=true (Bilder)
    http://svt.se/svt/play/video.jsp?a=901014 (Video auf Schwedisch)

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