Sloweniens Überraschungscoup lässt Frankreich jubeln

Von am 28. August 2007 – 19.58 Uhr

Wir erinnern uns: Rennes, 30. September 2006, Frankreich kommt über ein 1:1 gegen England nicht hinaus. Statt den Französinnen fahren die „Three Lions“ zur WM nach China. Dabei werden die Frauen der damaligen Trainerin Elisabeth Loisel sich ewig über ihre Auftaktniederlage gegen die Niederlande ärgern. Punkte, die später fehlten.

Als die „Equipe Tricolore“ nun am 16. Juni gegen Island verlor, fragten wir: „Strauchelt Frankreich wieder?“ Sicher, Island, der 21. der Weltrangliste, hatte auch beim Algarve Cup überzeugen können und befindet sich im Aufwärtstrend. Doch für die Französinnen war das ein Schock.

Slowenien wandelt Rückstand in Sieg um

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Ein Schock, von dem sie sich noch nicht spielerisch erholen konnten, denn seitdem bestritt nur Island weitere Qualifikationsspiele. Beim 5:0 gegen Serbien (30. der Weltrangliste) gaben sie sich keine Blöße, doch jetzt wurde am Sonntag ausgerechnet Slowenien, in der Weltrangliste auf Platz 68 geführt, zum Stolperstein. Die isländische Führung durch Margret Lara Vidarsdottir drehten Manja Benak und Anja Milenkovic per Foulelfmeter noch in ein 2:1 um und machten so den Sensationssieg perfekt.

Frankreich hat nun die Chance, mit Siegen in Serbien, das am Samstag mit 1:2 Griechenland unterlag, und in Slowenien wieder die Tabellenspitze zu übernehmen, denn das nächste Spiel der Isländerinnen wird erst am 28. Mai 2008 in Serbien angepfiffen.

Niederlande jetzt punktgleich mit der Schweiz

In der deutschen Gruppe 4, in der der Titelverteidiger bereits am vergangenen Mittwoch ein klares 7:0 gegen die Schweiz feierte, bleibt die Niederlande auf Kurs zweiter Platz, der zur Teilnahme an den Play-Off-Spielen gegen die weiteren Gruppenzweiten und die vier besten Gruppendritten berechtigt. Die Mannschaft von Vera Pauw besiegte Wales mit 2:1. Manon Melis und Sylvia Smit hatten die „Oranjes“ mit 2:0 in Führung geschossen, ehe es Emma Louise Jones in der 75. Minute noch einmal spannend machte.

In Gruppe 1 festigte die Tschechische Republik mit ihrem 4:1-Sieg in Weißrussland die Tabellenführung, während in Gruppe 2 Irland durch ein 2:0 in Rumänien seine Ansprüche auf Platz zwei hinter Schweden untermauerte. Italien, das ein Spiel weniger absolviert hat, kann jedoch am 27. Oktober in Ungarn mit den Irinnen gleichziehen.

Gruppe 6 hart umkämpft

Unterdessen hat Österreich in Gruppe 6 im vierten Spiel die ersten drei Punkte eingefahren. 5:0 hieß es am Sonntag daheim gegen Israel. Einen Hattrick steuerte zu diesem Erfolg Nina Burger vom SV Neulengbach bei. Doch noch drei Tage zuvor waren die Österreicherinnen von Russland klar mit 5:1 in die Schranken gewiesen worden.

Die Russinnen führen damit die Tabelle mit der Maximalausbeute von neun Punkten aus drei Spielen vor Polen (vier Spiele, sieben Punkte) und Norwegen (zwei Spiele, sechs Punkte) an. Schon kurz nach der WM, am 27. Oktober, könnte sich das ändern. Dann nämlich wird Norwegen die Mannschaft von Trainer Yuri Bystritsky in Stavanger herausfordern.

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