Charltons Frauenfußball-Team gerettet

Von am 23. August 2007 – 11.17 Uhr 2 Kommentare

Charlton Community TrustFrohe Kunde von der Insel: Die von der Auflösung bedrohte Frauenfußball-Mannschaft von Charlton Athletic ist in buchstäblich letzter Sekunde gerettet worden und wird weiterhin in Englands Women’s Premier League antreten. Bereits Ende Juni war Hoffnung aufgekeimt.

Am Mittwoch bestätigte der Verein, dass ein Sponsorenpaket geschnürt werden konnte, dass den Fortbestand der ersten Frauenmannschaft sowie der Frauenfußball-Akademie und dem „Centre of Excellence“ unter dem Dach und dem Management des „Charlton Community Trust“ sicherstellt.

Ende August wird die Mannschaft das Training aufnehmen, das erste Meisterschaftsspiel gegen den FC Everton wird am 23. September ausgetragen. Steve Waggott, Geschäftsführer des „Charlton Community Trust“, erklärt: „Das ist der Höhepunkt von zwei Monaten harter Arbeit und Verhandlungen von zahlreichen Personen, sowohl im Verein als auch im Trust. Wir haben die Verhandlungen mit GMB Union und Centre Circle Management Limited zum Abschluss gebracht und können mit den finanziellen Mitteln nun die erste Frauenmannschaft wieder einsetzen.“

Waggott ergänzt: „Das ist ein gewaltiger Schub für alle, die am Frauenfußball in Charlton beteiligt sind, aber es bleibt jetzt eine Menge Arbeit, um Teams auf allen Ebenen aufzustellen. Wir werden die Unterstützung vieler Leute brauchen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Antje aus London sagt:

    Na, das sind ja erstmal gute Nachrchten fuer die Premier League. Es bleibt abzuwarten, mit welcher Mannschaft Charlton am Ende auflaufen wird. Einige der Leistungstraegerinnen wir Kapitaen Casey Stoney und Stuermerin Eni Aluko haben den Verein Richtung Chelsea verlassen, fuenf Spielerinnen sind zu Fulham gewechselt. Respekt an die Personen, die im Hintergrund lange fuer den Erhalt der Mannschaft und der Jugendabteilung gearbeitet haben. Trotzdem ist Charlton nur ein weiteres Indiz dafuer, wie unsicher das Leben vieler englischer Top-Teams ist, die wirtschaftlich von Maenner-Vereinen abhaengig sind. Arsenal ist und bleibt derzeit die absolute Ausnahme, was die Unterstuetzung des Frauenteams angeht.

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  • Markus Juchem sagt:

    Auf jeden Fall positiv, dass die Frauenfußball-Abteilung gerettet werden konnte. Das Team der kommenden Saison wird aber leistungsmäßig sicherlich nicht mit dem der vergangenen mithalten können.

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