Splitter zur Frauenfußball-WM (3)

Von am 14. August 2007 – 0.10 Uhr

Einen knappen Monat vor Beginn der Frauenfußball-Weltmeisterschaft präsentierten sich einige der Teilnehmer in Torlaune, allen voran Nordkorea. Ghana durfte sich über einen Erfolg der seltenen Art freuen. Anders als in Deutschland wird in Schweden heute die Bekanntgabe des WM-Kaders in einer aufwändigen Zeremonie am Stockholmer Hauptbahnof durchgeführt und live im Fernsehen übertragen.

Präsentation des schwedischen WM-Kaders live im Fernsehen

Zum ersten Mal in der Geschichte des schwedischen Frauenfußballs wird die Vorstellung des Kaders für ein Turnier live im Fernsehen übertragen. TV4 überträgt am Dienstag, 14. August, von 18.20 Uhr bis 18.45 Uhr, wenn Trainer Thomas Dennerby die 21 Spielerinnen nennen wird, die zur Frauenfußball-WM nach China reisen dürfen. Zum ersten Mal wird man dann auch das neue WM-Lied von der Gruppe BWO zu hören bekommen.

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Trefferflut

Japan und Nordkorea sorgten in ihren abschließenden Spielen der Olympiaqualifikation noch einmal für mächtig Wirbel. Die Japanerinnen gewannen mit 5:0 gegen Thailand, die Nordkoreanerinnen machten mit dem bemitleidenswerten Team aus Hongkong beim 19:0-Sieg kurzen Prozess. Mit einem leicht herausgespielten 7:0-Sieg gegen Taiwan hat Australien sein letztes Vorbereitungsspiel vor der Frauenfußball-Weltmeisterschaft gewonnen. Stürmerin Caitlin Munoz war mit einem Hattrick die erfolgreichste Torschützin. Die weiteren Treffer erzielten, Sarah Walsh, Heather Garriock, Joanne Peters und Einwechselspielerin Kate Gill.

Ghana schlägt Nigeria

Im Duell der beiden afrikanischen WM-Teilnehmer setzte Ghana in einem Olympiaqualifikationsspiel mit 1:0 gegen Afrikameister Nigeria durch. Den Treffer des Tages erzielte allerdings eine Nigerianerin: Nigerias Verteidigerin Lillian Cole sorgte mit einem Eigentor dafür, dass Ghana erst zum zweiten Mal gegen Nigeria die Oberhand behielt. Nigeria musste allerdings ohne seine Schlüsselspielerinnen Perpetua Nkwocha und Cynthia Uwak auskommen, die in Schweden Meisterschaftsspiele bestritten. Ghanas Trainer Isaac Paha meinte: „Wir waren in der ersten Halbzeit das bessere Team und haben in der zweiten einen Gegentreffer verhindern können.“

USA eine Nummer zu groß für Neuseeland

Das Duell zwischen wohl einem der stärksten Teilnehmer der Frauenfußball-Weltmeisterschaft gegen einen der möglicherweise schwächsten brachte das erwartete Ergebnis. Die USA gewannen gegen einen überforderten Gegner mit 6:1 (3:0). Stürmerin Abby Wambach und Mittelfeldspielerin Carli Lloyd trafen jeweils zweimal, Kristine Lilly und Lindsay Tarpley sorgten für die weiteren Treffer. „Ich bin zufrieden mit unserer Leistung, wir haben Neuseeland sehr ernst genommen“, so U.S.-Trainer Greg Ryan.

Australien setzt auf Mischung aus Erfahrung und Jugend

Am vergangenen Montag hat auch Australien seinen 21 Spielerinnen umfassenden Kader für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft in China veröffentlicht. Angeführt von der 33-jährigen langjährigen Kapitänin Cheryl Salisbury stehen weitere erfahrene Spielerinnen im Kader, wie Joanne Peters oder Dianne Alagich. WM-Erfahrung aus früheren Turnieren haben auch Torhüterin Melissa Barbieri, die Verteidigerinnen Heather Garriock und Rhian Davies sowie die Mittelfeldspielerinnen Danielle Small und Alicia Ferguson. Der Kader ist eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen, darunter unter anderem Sally Shiphard, Collette McCallum, Lydia Willaims und Clare Polkinghorn, die alle bei der U-20-WM 2006 in Russland im Einsatz waren. „Ich habe Vertrauen, dass diese Gruppe den Erfolg der australischen Männer aus dem Vorjahr wiederholen kann, die wie wir als Außenseiter ins Turnier gingen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.