Wählt die Spielerin der Saison!

Von am 12. August 2007 – 12.04 Uhr

Endlich ist es soweit: Nachdem Ihr zuvor Eure Stimmen in den Kategorien Torhüterin, Abwehr, Mittelfeld, Sturm und Trainer abgeben durftet, startet nun die große Endabstimmung. Die jeweils beiden bestplatzierten Spielerinnen sind nominiert, Ihr könnt somit Eure Auswahl aus acht Kandidatinnen treffen. Welche von Ihnen hat Eurer Meinung nach am meisten überzeugt? Ab sofort könnt Ihr Eure Stimme abgeben, die Wahl läuft bis Freitag, 17. August, 15.00 Uhr!

Nina Aigner (Bayern München)
15 Tore in 17 Spielen lautete in der abgelaufenen Saison die Bilanz von Nina Aigner. Die routinierte österreichische Nationalspielerin war eine der Schlüsselfiguren für den respektablen vierten Platz, den das Team am Saisonende belegte. In Freiburg machte sie mit zwei Treffern den Auswärtssieg perfekt, auch im Heimspiel gegen den HSV bestach sie durch Torgefahr und Entschlossenheit. Ein tolles Solo im Spiel bei Turbine Potsdam wurde nicht mit einem Tor belohnt, vielleicht wäre sonst am Ende sogar Platz 3 in Reichweite gewesen.

Linda Bresonik (SG Essen-Schönebeck)
Die abgelaufene Saison war für Linda Bresonik eine rundum erfolgreiche. Bei der SG Essen-Schönebeck glänzte sie mit ihrer Spielübersicht, gefährlichen Standards und ihrer Torgefährlichkeit – 14 Tore in 20 Spielen. Mit dieser Leistung führte auch für Bundestrainerin Silvia Neid kein Weg mehr vorbei an der 23-jährigen Allrounderin. Ihren Vertrag in Essen hat sie bereits bis zum Jahr 2010 verlängert, das WM-Ticket hat sie sich ebenfalls gesichert. Nach turbulenten Jahren hat sie sich in dieser Spielzeit eine langfristige Basis für eine ruhigere Zukunft geschaffen.

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Marisa Brunner (SC Freiburg)
Nicht umsonst wurde Freiburgs Torhüterin Marisa Brunner in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal nach 2005 zur Schweizer Fußballerin des Jahres ausgezeichnet. Nach einem holprigen Start gewöhnte sie sich immer besser an das neue Team und die neue Liga. Lange musste sie mit den Breisgauerinnen gegen den Abstieg kämpfen, doch gerade in den wichtigen Spielen zeigte sie ihre besten Leistungen. Auch menschlich hat die 24-Jährige einen Sprung nach vorne gemacht, wie sie selber sagt.

Annike Krahn (FCR 2001 Duisburg)
Als unverzichtbare Leistungsträgerin und Führungsfigur bei ihrem Verein FCR 2001 Duisburg und – spätestens nach dem Rücktritt von Steffi Jones aus der Länderauswahl – in der Innenverteidigung der Nationalmannschaft kann und muss Annike Krahn bezeichnet werden, die am gestrigen Sonntag 22 Jahre alt wurde. Stark im Zweikampf und im Stellungsspiel, wird die Sportstudentin nach ihrer Vertragsverlängerung in Duisburg im nächsten Jahr einen neuen Anlauf starten, endlich einen Titel mit den Löwinnen zu gewinnen.

Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt)
Mit 28 Treffern wurde die siebenfache deutsche Meisterin Birgit Prinz nach 1997, 1998 und 2001 zum vierten Mal Torschützenkönigin. In der abgelaufenen Saison bestach sie nicht nur durch ihre Tore, sondern auch durch ihre vorbildliche Einstellung und ihren Kampfeswillen, mit dem sie die Mitspielerinnen auch in schwierigen Situationen immer wieder mitriss, wie etwa im Heimspiel gegen den Hamburger SV, wo sie unermüdlich rackerte und dafür sogar ein Sonderlob des Trainers erntete.

Stephanie Schubert (SG Essen-Schönebeck)
Die Essenerin Stephanie Schubert sagte dem aktiven Fußball nach dem letzten Abpfiff der Saison “Servus”. Der Aufstieg und die Etablierung der SG Essen-Schönebeck in der Bundesliga waren seit vier Jahren mit dem Namen der 29-jährigen Betriebswirtin verbunden, die regelmäßig die meiste Spielzeit aufwies und sich immer verlässlich in den Dienst ihrer Mannschaft stellte, die sie als Kapitänin und Integrationsfigur anführte. Auch in ihrer letzten Saison bestach sie durch großen Kampfgeist und führte ihre Mannschaft bis ins DFB-Pokal-Halbfinale.

Juliane Maier (SC Freiburg)
Die mittlerweile 20-jährige Juliane Maier wechselte als U19-Europameisterin vor der Saison aus der Oberliga vom SV Titisee zum SC Freiburg und entwickelte sich nach einer ersten Eingewöhnungszeit beim Sportclub nicht nur zu einer wichtigen Vorlagengeberin, sondern bewies auch ihre Torgefährlichkeit – nicht zuletzt bei Standardsituationen. Insgesamt sieben Treffer stehen für das vielseitige Talent zu Buche, das sich in der neuen Saison weiter steigern will.

Stefanie Löhr (SG Essen-Schönebeck)
Stefanie Löhr von der SG Essen-Schönebeck kann ebenfalls auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Die 27-Jährige, seit 2003 in Diensten der Essenerinnen, wusste mehr als einmal mit ihren Reflexen zu gefallen. Gleich beim überraschenden 3:2-Auftaktsieg gegen Vorjahresmeister Turbine Potsdam bot die Torhüterin eine glänzende Partie. Beim 2:4 in Duisburg sorgte Löhr dafür, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, als sie etwa einen Schuss von Fatmire Bajramaj sehenswert aus dem Winkel fischte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.