Wählt den Trainer der Saison!

Von am 3. August 2007 – 12.03 Uhr 2 Kommentare

Bevor es nächste Woche in die große Endabstimmung zur „Spielerin der Saison“ gehen wird, wollen wir von Euch nun wissen, wer für Euch die Trainerin oder der Trainer der Saison war. Ihr habt die Wahl aus fünf Nominierten, die wir Euch in alphabetischer Reihenfolge präsentieren. Die Wahl läuft bis Freitag, 10. August, 12.00 Uhr.

Thomas Obliers (FCR 2001 Duisburg)

Nach dem Rücktritt von Dietmar Herhaus übernahm Thomas Obliers nach 17-monatiger Tätigkeit als Co-Trainer den Cheftrainerposten. Mit einem 6:0 bei Victoria Gersten im Pokal feierte er einen gelungenen Einstand. In der Bundesliga führte er sich mit einem 4:2-Sieg im Derby gegen Essen ein. Schnell brachte er wieder Ruhe in das Team, und auch Inka Grings wurde wieder in die Mannschaft integriert. Lange Zeit bot er mit seinem Team dem 1. FFC Frankfurt in der Meisterschaft Paroli, im DFB-Pokalfinale brachte er den Meister sogar an den Rand einer Niederlage. Zur Belohnung gab es bereits im März frühzeitig die Vertragsverlängerung bis 2009.

Sissy Raith (Bayern München)

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Auch von einigen Verletzungsproblemen zu Saisonbeginn ließ sich Bayern Münchens Trainerin Sissy Raith nicht aus der Ruhe bringen. Mit souveräner Hand baute sie junge Spielerinnen wie Stefanie Mirlach in die erste Elf ein und half mit ihrer angenehmen Art, neue Spielerinnen schnell in das ungewohnte Umfeld zu integrieren. Am Saisonende stand ein bemerkenswerter vierter Platz in der Bundesliga nach dem achten Platz in der Saison zuvor. Mit etwas Glück wäre möglicherweise sogar Platz 3 drin gewesen. In Frankfurt bot man bei der knappen 1:2-Niederlage sogar dem Meister lange Zeit die Stirn. Auch in der neuen Saison dürfte das Team qualitativ verstärkt eine gute Rolle spielen.

Bernd Schröder (Turbine Potsdam)

Mit seiner umstrittenen Entscheidung, die abwanderungswilligen Conny Pohlers und Navina Omilade nur noch sporadisch einzusetzen, macht sich Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder in der vergangenen Saison nicht überall Freunde. Sein Führungsstil sei zu autoritär, seine Methoden veraltet, so seine Kritiker. Doch nach einer verpatzten Hinrunde setzte der 65-jährige Zwei-Meter-Mann konsequent auf die Jugend und seine Risikobereitschaft wurde belohnt. Sein Team kehrte in die Erfolgsspur zurück und blieb in der zweiten Saisonhälfte sogar ohne Niederlage. Beim Meister ertrotzte man ein Remis, beim Vizemeister gewann man sogar. Am Ende stand der nach der Hinrunde kaum mehr für möglich gehaltenen Platz 3.

Hans-Jürgen Tritschoks (1. FFC Frankfurt)

Beendet man eine Saison als Meister und DFB-Pokalsieger wie Hans-Jürgen Tritschoks und der 1. FFC Frankfurt, muss man als Trainer wohl vieles richtig gemacht haben. Wenn es darauf ankam, wie etwa vor den beiden wichtigen Schlüsselspielen gegen Duisburg in der Bundesliga, fand der Motivator gegenüber seinem Team offenbar die richtigen Worte. Die klaren Siege gegen den schärfsten Rivalen (6:1 und 3:0) entschieden letztlich das Rennen um die Meisterschaft. In den wenigen kritischen Momenten, wie etwa beim 0:2-Rückstand im Auswärtsspiel in Essen, behielten er und sein Team einen kühlen Kopf. Am Ende stand verdient das fünfte Double der Frankfurterinnen.

Günther Wörle (TSV Crailsheim)

Den überraschenden Platz 7 in der vergangenen Saison hätte dem Aufsteiger TSV Crailsheim vor Saisonbeginn wohl kaum jemand zugetraut. Ohne spektakuläre Neuzugänge verstand es Trainer Günther Wörle aus einer Mischung erfahrener und junger hungriger Spielerinnen eine Einheit zusammen zu schweißen, in der der Teamgeist eine zentrale Rolle für den Erfolg spielte. Eine starke Abwehr mit guten Torhüterinnen, seine kreative Tochter Tanja im Mittelfeld und Stürmerin Anna Bornhoff waren das Fundament für den Erfolg. Die zweite Saison wird für Wörle und sein Team sicherlich nicht einfacher, doch der 57-Jährige wird seinem Team auch diesmal wieder den nötigen Schliff verpassen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Dr. Helmut Pichler sagt:

    Sie kam mit allen Ausfällen wegen Verletzung ( Nina Aigner, Sonja Spieler…..), Absenzen wegen ehrenvoller Teamberufungen, sonstiger Ausfälle am besten zurecht und führte den FC Bayern auf einen mehr als ehrenvollen 4. Rang- Trainerin Sissy Raith- d i e
    ERFOLGSTRAINERIN der abgelaufenen Saison schlechthin – wenn jemand seine Ziele m e h r als erreicht hat, dann die „Mutter“ des NEUEN FCB!!!

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  • Denker sagt:

    Wo ist Didi Schacht? Was er mit seinem Lazarett in Bad Neuenahr gemacht hat, wird zu wenig beachtet.

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