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Geheimfavorit Røa kommt unter die Räder

geschrieben von – 2. August 2007, 15:44 Uhr | 991 Leser1. Kommentar abgeben

Røa, Tabellenzweiter der norwegischen Toppserien, hat sich im Laufe der Saison zu einem Geheimfavoriten auf den Titel entwickelt. Nicht zuletzt dank eines 2:1-Heimsiegs gegen den punktgleichen Tabellenführer Kolbotn vor einigen Wochen.

Doch an das gestrige Ligaspiel werden sich die Fußballerinnen aus der Hauptstadt Oslo wohl noch lange erinnern. Beim Tabellendritten Asker setzte es eine Niederlage, die die in rot gekleideten Spielerinnen mit hängenden Köpfen vom Platz schleichen ließ.

Dass dieses wichtige Spiel kein einfaches werden würde, war allen Beteiligten schon vorher klar. Denn Asker konnte erstmals seit langem wieder einige langzeitverletzte Spielerinnen einsetzen, wie etwa Ragnhild Gulbrandsen. Doch das Endergebnis hätte wohl niemand vorhergesagt: Asker gewann dank einer Galavorstellung in der ersten Halbzeit mit 8:0 (5:0).

Janne Stange eröffnete nach 14 Minuten den Torreigen, binnen 25 Minuten sorgten zweimal Gulbrandsen, Lindy Melissa Wiik und Marianne Iren Pettersen mit einem Offensiv-Feuerwerk für die 5:0-Pausenführung. Leni Larsen Kaurin, erneut Wiik und Katrine Pedersen machten die Partie für Røa zum endgültigen Fiasko.

Arbeitsunfall

Das Hinspiel in Røa endete 0:0, 2006 gewann Røa das Pokalfinale gegen Asker mit 3:2. Mit einem derartigen Ergebnis war also wahrlich nicht zu rechnen. Røas Nationalspielerin Guro Knutsen meinte lapidar: „Das war ein echter Arbeitsunfall.“

Und lobte die Effizienz des Gegners: „Wir haben gut begonnen, das Chancenverhältnis zur Pause betrug 5:5. Aber sie haben aus fünf Chancen fünf Tore gemacht.“ Acht Gegentore in einem Spiel – zuvor hatte Røa in 13 Ligaspielen nur neun Gegentreffer einstecken müssen.

Für Røa war das 0:8 die höchste Niederlage seit 2001. Damals hatte man ebenfalls gegen Asker und Trondheim-Ørn mit jeweils 0:8 verloren.

Mit sechs Punkten und 15:0-Toren aus den vergangenen beiden Spielen ist nun auch Asker mit nur vier Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze wieder ein heißer Kandidat auf den norwegischen Meistertitel. Tabellenführer ist Kolbotn (32 Punkte) gefolgt vom punktgleichen Røa, das durch die herbe Niederlage den Sprung an die Tabellenspitze verpasste.

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Markus Juchem

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