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U-19-Frauen nicht zu stoppen

Von am 24. Juli 2007 – 5.56 Uhr 1 Kommentar

Gleich auf sieben Positionen verändert ging die deutsche U-19-Frauenfußball-Nationalmannschaft ins letzte Gruppenspiel gegen Island. Doch dem deutschen Spiel tat dies keinen Abbruch, am Ende stand der dritte Sieg im dritten EM-Spiel, im Halbfinale am Donnerstag geht es nun in einer Neuauflage des Vorjahresfinales gegen Frankreich.

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Imke Wübbenhorst (8.), Nadine Keßler (22.), Nathalie Bock (74.) und Isabel Kerschowski (90.) erzielte die deutschen Treffer beim 4:2 (2:0)-Sieg gegen die Gastgeberinnen. Islands Fannfis Fridriksdóttir schob sich mir ihren zwei Treffern (61. und 82.) vorläufig an die Spitze der Torschützinnenliste.

Positives Fazit von Maren Meinert

„Ich freue mich über den Sieg und bin sehr mit den Leistungen in allen drei Gruppenspielen und den neun erreichten Punkten zufrieden“, zog Meinert ein positives Vorrundenfazit. „In der ersten Halbzeit haben wir beide Treffer nach Standardsituationen erzielt und waren auch im weiteren Spielverlauf bei ruhenden Bällen immer gefährlich“, so Meinert weiter. Auch in der zweiten Halbzeit habe man schnell umgeschaltet und so weitere Treffer erzielt.

Trotz dreier Niederlagen war man auch bei den Isländerinnen nicht übel gelaunt. „Die Zukunft des isländischen Frauenfußballs ist rosig“, so Trainer Ólafur Thór Gudbjörnsson.

Neuauflage des Vorjahresfinales

Im Halbfinale am Donnerstag wartet nun der Frankreich, der Zweite der Gruppe B, auf die DFB-Elf. Die Französinnen gewannen ihr letztes Gruppenspiel gegen Polen souverän mit 4:0 (3:0). Frankreichs Trainer Stéphane Pillard freut sich auf das Kräftemessen. „Letztes Jahr war Deutschland das bessere Team, aber diesmal sind meine Spielerinnen ein Jahr älter und sie wissen bereits, dass sie sich für die WM qualifiziert haben. Sie werden also viel entspannter sein.“ Polens Trainer Robert Góralczyk verspricht trotz des Ausscheidens: „Das war erst der Anfang.“

England weiter unbesiegt

Das zweite neben Deutschland bisher unbesiegte Team aus England qualifizierte sich nach dem 1:0 (1:0)-Sieg gegen Spanien überraschend als Gruppensieger für das Halbfinale. „Das ist die Belohnung für 15 Monate harter Arbeit“, freute sich Englands Trainerin Mo Marley vor allem über die gelungene WM-Qualifikation.

Spaniens Trainer Ignacio Quereda war nicht enttäuscht. „Verlieren gehört zum Fußball dazu. Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Spielerinnen. Wir haben Charakter gezeigt und das macht Hoffnung für die Zukunft.“

Norwegen jubelt

Ein Treffer von Isabel Herlovsen bescherte Norwegen erst in der Nachspielzeit einen hart erkämpften 2:1 (0:0)-Sieg gegen Dänemark, das in den Schlussminuten beim Stand von 1:1 alles nach vorne warf, denn nur ein Sieg hätte zum Aufstieg ins Halbfinale gereicht.

Norwegens Trainer Jarl Torske jubelte: „Es fühlt sich fantastisch an, dieses Spiel zu gewinnen. Es ist eines der Highlights meiner Trainerkarriere. Ich denke, wir haben den Sieg verdient, auch wenn es in der zweiten Halbzeit ein paar kritische Momente zu überstehen gab.“

Dänemarks Trainer Henrik Lehm erklärte: „Ich bin bitter enttäuscht. Ich denke, wir waren heute das bessere Team und hätten den Halbfinaleinzug verdient gehabt. Das einzig Gute ist, dass meine Spielerinnen aus dieser Enttäuschung eine Menge lernen werden.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Detlef sagt:

    GLÜCKWUNSCH an unsere Mädel!!! 9 Punkte, aus drei Spielen, besser geht es nicht!!! Ich bin ja gespannt, ob sie gegen Frankreich wieder siegreich sind!!!
    Was Stéphane Pillard wohl vergessen hat, auch unsere Mädels sind ein Jahr älter und reifer geworden, und die wichtigsten Stützen der Mannschaft sind wieder mit dabei!!!
    Und natürlich auch die beiden TORSCHÜTZINNEN von BERN, unsere KERSCHOWSKI-TWINS!!!

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