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U-19: Auch gegen Island wirbeln wie ein Geysir

Von am 23. Juli 2007 – 11.07 Uhr

Zwei Spiele, zwei Siege – die Halbfinalteilnahme bei der EM ist gesichert, das WM-Ticket in der Tasche. Doch Geschenke will die deutsche U-19-Nationalmannschaft dem Gastgeber im abschließenden Gruppenspiel (18 Uhr)  nicht machen. „Wir wollen gegen Island gewinnen, um unsere Form aufrecht zu erhalten“, sagt Stephanie Goddard vom FC Gütersloh 2000.

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Nach den beiden Siegen gegen Dänemark und Norwegen kann die DFB-Elf ohne Druck in die Partie gehen. „Dennoch werden wir auch das Spiel gegen Island ernst nehmen“, sagt Meinert, die die Partie nutzen will, um dem gesamten Kader bereits jetzt Spielpraxis für die WM 2008 in Chile zu verschaffen. Heißt im Klartext: Einige Spielerinnen dürften heute zu ihrem ersten Einsatz bei dieser EM kommen, einige andere eine Verschnaufpause für das Halbfinale erhalten.

Am spielfreien Sonntag belohnte sich das Team mit einem Besuch der „Blauen Lagune“, einem Bad mit geothermischem Meerwasser. „Solche Ausflüge stärken den Mannschaftsgeist, sind erholsam und machen Spaß“, so Meinert.

Island nicht unterschätzen

Doch die Gedanken richteten sich schnell wieder auf die Partie am Montag. „Jetzt wollen wir die Spannung hoch halten und auch gegen Island eine gute Leistung zeigen.“ Nach zwei Niederlagen der Isländerinnen rechnet Meinert mit heftiger Gegenwehr. „Island wird sich für die bisherigen Ergebnisse, die teils zu hoch ausfielen, rehabilitieren wollen.“

Die DFB-Elf peilt nun wie schon im vergangenen Jahr den EM-Titel an. „Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Finale zu erreichen, es wäre enttäuschend, wenn wir das nicht schaffen. Denn wir wollen schließlich erneut die Trophäe holen“, so Goddard.

Endspiel zwischen Dänemark und Norwegen

Weniger entspannt können die beiden Teams aus Dänemark und Norwegen in ihr letztes Gruppenspiel gehen. Die Däninnen benötigen aufgrund des schlechteren Torverhältnisses einen Sieg. Dänemarks Stürmerin Emma Madsen strotzt vor Selbstvertrauen: „Ich verspreche, dass wir Norwegen schlagen werden.“

Norwegens Trainer Jarl Torske meint hingegen: „Wir haben es immer noch selbst in der Hand. Wir haben eine gute Ausgangsposition und ich glaube daran, dass wir das Halbfinale erreichen. Wir haben gegen Deutschland gut mitgespielt und sie sind für mich der klare EM-Favorit.“

Gruppe B: Alle Teams haben noch Chancen

Die Konstellation in Gruppe B hat es nach den bisherigen Ergebnissen in sich. Denn ob Tabellenführer England, Spanien, Frankreich oder Schlusslicht Polen – alle Teams können noch das Halbfinale erreichen.

Polen benötigt dazu nach der Niederlage gegen Spanien allerdings einen Sieg gegen Favorit Frankreich. Dass die Französinnen nicht unbezwingbar sind, haben aber die Engländerinnen beim 3:1-Sieg gezeigt.

Polens Torhüterin soll Gegner zum Verzweifeln bringen

Und wenn Polens starke Torhüterin Anna Bocian erneut einen guten Tag erwischt, dürfte es für den Gegner kein leichtes Unterfangen werden. „Das Halbfinale ist unser Traum und wir glauben, dass wir es noch schaffen können. Gegen Spanien waren wir einfach ein bisschen müde.“

England reicht Remis – Spanien optimistisch

England reicht nach dem 3:1-Überraschungserfolg gegen Frankreich gegen Spanien bereits ein Unentschieden, doch das Spiel gegen das Team von Trainer Ignacio Quereda dürfte keine leichte Aufgabe werden. Spaniens Verteidigerin Laura Requena meint: „England ist ein schwieriger Gegner und es war schon stark, dass sie gegen Frankreich gewonnen haben. Aber wenn wir wie gegen Polen spielen, denke ich, dass wir sie schlagen können.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.