Home » DFB-Frauen, Frauen-WM 2007

WM ohne Okoyino da Mbabi – Omilade nachnominiert

Von am 9. Juli 2007 – 14.44 Uhr 2 Kommentare

Mbabi_TribueneDie deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft wird bei der Weltmeisterschaft in China im September ohne Célia Okoyino da Mbabi auskommen müssen. Aufgrund ihres im März erlittenen Schienbeinbruchs ist die 18-Jährige noch nicht wieder voll belastbar, teilte der DFB mit.

Anzeige

Die DFB-Mannschaftsärzte Dr. Bernd Lasarzewski und Ullrich Schmieden rieten nach intensiven Untersuchungen zum Verzicht. „Die fußballspezifischen Belastungen sind noch nicht durchführbar“, erklären die Mediziner. Deswegen wurde das Bein am heutigen Montag in der Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid erneut geröntgt.

Bedenken der Ärzte

„Der Knochen ist noch nicht fest durchbaut, der Bruchspalt ist noch erkennbar. Wir sind jedoch mit dem bisherigen Heilungsverlauf zufrieden, Célia kann das Bein schon wieder belasten, aber nicht so sehr, wie das für eine Weltmeisterschaft erforderlich wäre. Das Risiko für Folgeverletzungen ist zu groß, deswegen haben wir die Entscheidung zum Wohle der Gesundheit der Spielerin getroffen“, so die DFB-Mannschaftsärzte weiter.

Silvia Neid bedauert den Ausfall. „Wir hatten bei der Verletzung ja gewusst, dass es eng werden würde. Dennoch ist es schade, dass sie nun tatsächlich ausfällt. Célia ist eines der größten Talente, das wir derzeit in Deutschland haben. Ich hätte sie gerne bei der WM dabei gehabt“, sagt die DFB-Trainerin.

Omilade stößt zum Kader

Silvia Neid nominierte deswegen Navina Omilade nach. Die 25 Jahre alte Mittelfeldspielerin des VfL Wolfsburg wird beim nächsten WM-Lehrgang in der Sportschule Bitburg zum Kader stoßen. Derzeit kämpfen 26 Spielerinnen um 21 freie Plätze im WM-Aufgebot.

Célia Okoyino da Mbabi versuchte die Diagnose mit größtmöglicher Fassung zu nehmen. „Natürlich bin ich traurig. Aber bei einer solchen Verletzung kann man natürlich nicht fest damit rechnen, dass man so schnell wieder voll belastbar ist. Wir haben, was die Reha angeht, nichts falsch gemacht, aber es geht nun mal nicht schneller als schnell, wenn der Körper nicht mitspielt. Für mich wäre es ein Traum gewesen, bei der WM in China dabei zu sein. Ich hoffe aber, dass das nicht meine letzte Chance war“, erklärt die Mittelfeldspielerin.

In Absprache zwischen den DFB-Mannschaftsärzten und dem Vereinsarzt des SC 07 Bad Neuenahr wird sie nun die Reha fortführen. „Wir haben ihr empfohlen, in den nächsten vier Wochen nicht mit dem Ball zu arbeiten und statt dessen Muskelaufbau-, Lauf- und koordinatives Training zu machen“, so die DFB-Ärzte.

Tags: , , , ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Rainer48 sagt:

    Schade! 🙁 Ich hatte gehofft, sie schafft es irgendwie noch. Schon eine Schwächung für das deutsche Team. Hoffentlich verletzt sich nicht noch jemand bis zur WM!!

    (0)
  • Detlef sagt:

    Auch ich finde es sehr schade, dass Celia es nicht geschafft hat, rechtzeitig gesund zu werden!!!
    Eigentlich sah es doch recht zufriedenstellend aus, als ich sie zum letzten mal sah!!! Aber leider ist es nun doch noch nicht soweit!!!
    Sie ist ja noch sehr jung, es wird noch viele Meisterschaften geben!!!

    (0)