Tanja Walther: “Sexismus und Homophobie müssen thematisiert werden!”

Von am 24. Juni 2007 – 20.19 Uhr 15 Kommentare

Tanja Walther mit ihrer Arbeit An diesem Wochenende fand in Leipzig der erste DFB-Fankongress statt. Etwa 420 Teilnehmer, die 50 Vereine vertraten, debattierten über so vielfältige Themen wie Stadionverbote, Fankultur und Fanbetreuung. Das Themenforum 4 widmete sich dem Schwerpunkt der Anti-Diskriminierung. Tanja Walther befasst sich seit Jahren mit den Themen Sexismus und Homophobie (siehe der von ihr verfasste Text „Kick it out – Homophobie im Fußball“), worüber sie im Rahmen des Fankongresses informierte.

Das bot uns die Möglichkeit, mit ihr ein ausführliches Gespräch zu diesen häufig tabuisierten, totgeschwiegenen Themen zu führen. Im ersten Teil unseres dreiteiligen Interviews spricht Walther über Ängste sowie Medien- und Verbandsstrukturen, die homosexuelle Fußballerinnen wie Fußballer von einem Coming-Out abhalten. Und sie plädiert mit Nachdruck dafür, diese Punkte zu thematisieren, um zu einem selbstverständlich(er)en Umgang zu gelangen.

Interview mit Tanja Walther (Teil 2)
Interview mit Tanja Walther (Teil 3)

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Das Interview hat noch gar nicht begonnen, da fragt mich Tanja Walther:

Sprechen wir eigentlich über Sexismus oder Homophobie? Das ist immer schwierig. Denn Schwule trifft immer eine andere Diskriminierung als Lesben, weil Lesben immer auch als Frauen diskriminiert werden. Ein Kuddelmuddel und oftmals schwierig, das auseinander zu halten.

Womensoccer: Auffällig war vorhin in der Begrüßungsrede von DFB-Präsident Theo Zwanziger, dass er in seiner Aufzählung diskriminierter Minderheiten diese beiden Punkte nicht genannt hat, obwohl sie Gegenstand im Arbeitsforum „Anti-Diskriminierung“ sind…

Walther: Ja, natürlich hat man das vorhin gemerkt. Ganz brav hat er es noch geschafft, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu nennen, aber die beiden anderen Punkte, die jetzt konsequenter Weise hätten folgen müssen – Sexismus und Homophobie -, kamen dann nicht mehr. Ich denke, da haben viele einfach schon ein Problem damit, diese Begriffe auszusprechen.

Aber Herr Zwanziger weiß auch, dass wir in unserer Anti-Diskriminierungs-AG eine Erklärung vorbereitet haben, die Anti-Rassismus-Paragraphen in Anti-Diskriminierungs-Paragraphen umzuwandeln, wo auch Sexismus und Homophobie aufgeführt werden (Anm.: diese Erklärung wurde auf dem Fankongress einmütig angenommen). Er muss es also in irgendeiner Form schon einmal gelesen haben.

Womensoccer: Wir haben einerseits den Männerfußball, wo Aktive und Verantwortliche – ohne mit der Wimper zu zucken – behaupten, es gäbe keine schwulen Fußballer, während es im Frauenfußball ein offenes Geheimnis ist, dass viele Spielerinnen lesbisch sind. Die Voraussetzungen sind also anders, dennoch wird das Thema bei Frauen wie Männern totgeschwiegen und lebt kein/e SpielerIn Homosexualität offen aus. Wie kann man das erklären?

Walther: Ich denke, bei den Männern ist es eine existenzielle Angst, die durchaus gerechtfertigt ist. Zumindest im Profisport wäre das für jeden, der sich outet, bestimmt ein tierisches Problem. Sogar bei Hertha BSC Berlin, die ihren schwul-lesbischen Fanclub Hertha-Junxx nach Kräften unterstützen, teilt man die Meinung, dass es nach einem Outing Probleme in der Mannschaft gäbe.

DFB-FankongressBei den Frauen habe ich immer das Gefühl, es wurde ihnen schon so lange erzählt, dass sie das nicht publik machen dürfen. Die einzige und drastischste Konsequenz wäre ja, man könnte nicht mehr Fußball spielen. Aber die Existenz hängt nicht daran, so viel verdienen die meisten ja nicht.

Es sind irrationale Ängste, die kaum erklärbar sind, aber genauso funktionieren wie bei den Männern. Eine Angst vor etwas, was man nicht greifen kann – vergleichbar mit dem Coming-Out vor den Eltern. Mögen die mich dann noch? Das ist kein existenzielles Problem, aber wenn es einen trifft, ist es elementar.

Womensoccer: Was denken Sie, wer hier die treibende Kraft ist, in dieser Entwicklung nicht weiter zu kommen? Sind das Verbände, Vereine, Manager, die Spielerinnen selber?

Walther: Ach, das ist ein Gesamtkunstwerk. Fußball ist in dem Bereich nicht so weit wie die Gesellschaft. In der Politik ist es mittlerweile ja auch okay, dass der Bürgermeister von Berlin schwul ist, was am Anfang noch ein großes Ding war. Jetzt redet da aber auch kein Mensch mehr darüber.

Beim Fußball wird aus vielen Ecken Druck aufgebaut. Zum einen ein Trainer, der einen komischen Kommentar macht, oder Vereinsvorstände, die ihre Spielerinnen anhalten, ihre Homosexualität zu verstecken, weil sonst vielleicht die ganzen Mädchen nicht mehr zum Training kämen und die Eltern Angst bekämen, ihre Kinder würden gleich lesbisch, wenn sie dort hingehen. Das sind Medien- und Verbandsstrukturen, die Homosexualität ausklammern und nicht thematisieren.

Womensoccer: Oftmals heißt es ja, wir leben in einer offenen Gesellschaft, warum solle man über eine Selbstverständlichkeit, zumal Privatsache, reden. Aber wäre es nicht erst dann tatsächlich selbstverständlich, wenn eine lesbische Spielerin ebenso offen über ihre Freundin reden kann wie beispielsweise Nia Künzer über ihren Freund?

Walther: Auf jeden Fall. Wenn einfach keine große Geschichte mehr daraus gemacht wird. Wenn ich z.B. gefragt werde, ob ich verheiratet bin und dann, wenn ich sage, dass ich eine Freundin habe, das Gespräch normal weiter geht und niemand sagt: Oh Gott, mit der will ich jetzt nichts mehr zu tun haben, sonst werde ich vielleicht auch so…

Womensoccer: … die Angst vor „Ansteckung“…

Walther: …richtig, da sind wir ja auch an dem Punkt, was Diskriminierung überhaupt ist. Mich irritiert das jedenfalls enorm, wenn dadurch plötzlich ein Gespräch abgebrochen wird. Manchmal ist das Unsicherheit, manchmal wirklich Homophobie. Aber diese Unsicherheit lässt sich meines Erachtens nur über Information abbauen.

Womensoccer: Man muss es thematisieren?

Walther: Genau, nur so kann es selbstverständlich werden.

Den zweiten Teil des Interviews lest Ihr am Dienstag. Dann wird Tanja Walther einschätzen, mit welchen Konsequenzen ein Coming-Out einer Fußballerin heutzutage verbunden wäre.

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15 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Ich hatte eigentlich gedacht, dass die Frauen hier schon wesentlich weiter sind!!! Glaubt wirklich noch irgend jemand in diesem Land, dass Homosexualität ansteckend ist???
    In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich???

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  • Denker sagt:

    Vielleicht wäre die passendere Frage, wie naiv du durchs Leben läufst, Detlef? Selbstverständlichkeit ist doch noch lange nich erreicht; oder kann eine lesbische Spielerin ihre Freundin auf einen Empfang eben so problemlos mitnehmen, wie eine heterosexuelle Spielerin ihren Freund?

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  • Satine sagt:

    Danke für das Interview. Es gibt mittlerweile, auch angestoßen durch Artikel in Zeitschriften wie „RUND“ ein höheres Medieninteresse an Themen wie Homophobie und Sexismus.

    Es hieß auch lange, dass man nichts gegen Rassismus im Fußball tun kann und auch wenn ich hier nicht sagen will, dass man den abgeschafft hat, so hat sich die Lage doch gebessert, oder nicht?

    @Detlef: Ich erkenne Sarkasmus, wenn er mich anspringt. 🙂 Ich kann mir manche Vorurteile genauso wenig erklären.

    Was den Frauenfußball angeht, dachte ich, dass Spielerinnen nicht so sehr unter dem Druck stehen, heterosexuell sein zu müssen, wie in Männermannschaften. Vorstand und Klubführung sind da wieder eine ganz andere Sache…

    @Denker: Bleib mal ganz unruhig. Ich kann manchmal auch nur den Kopf über die Dummheit der Leute schütteln. Das hat nichts mit Naivität zu tun.

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  • Detlef sagt:

    @Denker,
    ich hatte nicht geschrieben, dass es schon selbstverständlich wäre, dass sich lesbische Spielerinnen öffentlich outen!!! Dazu gehört auch im FF immer noch eine große Überwindung, vor allem dann, wenn es sich um Nationalspielerinnen handelt!!!
    Ist man wirklich NAIV, wenn man sich darüber wundert, dass in einer Randsportart, die selten bis gar nicht in den Medien statt findet, sich kaum eine Akteurin traut, ihre Neigungen zuzugeben???
    Weil sie dann befürchten muss, dass sie nicht für die NATIO nominiert wird, obwohl jeder weis, dass Frau Neid diese Dinge aus eigenem Erleben kennt!!! Als FF-Fan ist es mir doch völlig egal, wen oder was die Mädels in ihrer Freizeit ausführen!!! Allein die Leistung auf dem Platz ist für uns wichtig!!! Aber da gibt es die Sponsoren, die Offiziellen aus Politik und Wirtschaft, und nicht zuletzt die verknöcherten und konservativen Elemente im DFB!!! Diese Leute müssen sich erst ändern, oder abtreten, bevor sich etwas ändern kann!!! Bei den Männern kommen noch die Fans und die Öffentlichkeit hinzu!!! Das wir aber viel länger dauern, bis in dieser Schicht die Toleranz groß genug ist!!!

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  • Mosan sagt:

    Ich halte es auch für sehr wichtig, dass man von Seiten des DFB eine klare Stellung bezieht, anstatt es wie eine tolerante Duldung aussehen zu lassen. Gerade jetzt, wo immer mehr Mädchenmannschaften enstehen und der Frauenfußball an Momentum gewonnen hat, wird es Zeit sich nicht von anzüglichen Klichees oder Kalauern der Boulevardpresse den Ton diktieren zu lassen. Es würde allen Beteiligten von Trainern bis Eltern sicher helfen, wenn man an der Statementfront für ein aufgeklärtes Bild sorgt.

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  • Schuchi sagt:

    Ich möchte mein/unser Problem einmal von Vorstandsseite beschreiben: Großer Fußballverein mit insgesamt 34 Mannschaften (davon 5 Teams mit weiblichen Mitgliedern). Frauen spielen in der Landesliga. Anteil der Spielerinnen mit lesbischer Neigung >50 %. Hohe Wertstellung des Frauenteams im Verein (allein aus sportlicher Sicht). Gründung eines Fördervereins mit Schwerpunkt Mädchen- und Frauenfußball. Durschschnittsalter der Mädchen/Frauen in der Seniorenmannschaft ist 19 Jahre. Trainer der Frauen ist ein ausgebildeter Trainer mit B-Lizenz (UEFA). Mittlerweile 3 Spielerinnen in Nachwuchsmannschaften des DFB gebracht. Hohes fußballerisches Können der Frauen. Rahmenbedingungen für die Frauen hervorragend. Die Mädchen/Frauen zeigen offen ihre gegenseitige Zuneigung. Es ist im Verein absolut kein Problem. Würde von Vorstandsseite auch auf keinen Fall geduldet. Problem innerhalb des Frauenteams: Ständige Eifersüchteleien, Streitigkeiten, Ausgrenzungen von sportlich ambitionierten Spielerinnen, Clickenbildung, unprofessionelles Verhalten von einzelnen Sportlerinnen, Trainer dreht ständig am „Rad“ und ist mit den Nerven herunter. Wer kann helfen???

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  • Hastenichgesehn sagt:

    @Schuchi
    Das beschriebene Problem ist aus meiner Sicht eher ein Problem des Jugendalters, als ein Problem aufgrund von „lesbischen Neigungen“, wie es hier nahegelegt wird. Ich denke, dass es Konkurrenz und Eifersucht immer mal in Gruppen gibt- bei Männern wie Frauen, bei Jungs wie Mädchen. Es ist sicher nicht schön, wenn sich die Leute im Team gegenseitig so fertig machen und ausgrenzen. Aber das ist dann eher ein soziales Problem, wo es um Akzeptanz und gegenseitige Wertschätzung insgesamt geht. Ein Thema, welches u. a. auch an Schulen aktuell ist. Vielleicht kann bei dem beschriebenen Team mal was ganz anderes helfen, als das bisher übliche und es wird für das Team statt ein Wochenende sportliches Trainingslager mal ein soziales Trainingslager angeboten?! Erlebnispädagogische Methoden können dabei hilfreich sein, ein Team für diese Dinge zu sensiblisieren und zu einer Gruppe wachsen zu lassen. Das wird mittlerweile vielerorts in Jugendbildungsstätten als ein Baustein angeboten- sicher auch in ihrer Nähe. Übrigens wird die Methode auch in Managertrainings und Teamtrainings von führenden Firmen in Deutschland geschätzt.

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  • Detlef sagt:

    Sehe ich ähnlich wie Hastenichgesehn!!!
    Es ist hier wohl weniger ein Problem der sexuellen Neigung, als vielmehr ein disziplinarisches!!! Da Schuchi von FRAUENTEAM schrieb, nehme ich an, dass dieses keine TEENAGER mehr sind!!!
    Hier muss das Trainerteam, und die Vereinsführung mal „REINEN TISCH“ machen!!!
    Übrigens sehr gute Idee mit dem „sozialen Trainingslager“!!!
    Fußball ist ein Mannschaftssport!!! Und wenn sich die Leute nicht zusammenraufen können, dann müssen halt ein paar gehen, BASTA!!!
    Sie müssen sich ja nicht alle mögen, aber wenigstens respektieren müssen sie sich!!!

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  • Schuchi sagt:

    Das Team besteht weitgehend aus Teenagern (17-20 Jahre alt). Ich sehe es auch so, dass auf keinen Fall die Neigung der Spielerinnen an dem KuddelMuddel schuld ist. Es sind die damit einhergehenden Eifersüchteleien, Clickenbildung, Ausgrenzung Andersdenkender etc.. Konsequenzen hat es gestern nach einer Mannschaftsaussprache gegeben. Eine Spielerin wurde suspendiert. Mit ihr geht noch eine weitere Leistungsträgerin. Das muss man dann halt auch ertragen können. Nach der Maßnahme spielte die Mannschaft und kämpfte bis zum Umfallen (3:2-Sieg). @Detlef hat m.E. auch Recht, dass die Mädels sich zumindest respektieren müssen. Die Seminaranregung von @Hastenichtgesehen habe ich sofort aufgegriffen und werde diese mit dem ansässigen Frauenbüro durchführen. Danke für die guten Tipps!
    Mit sportlichen Grüßen

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  • schmidt sagt:

    Es ist gut so!
    Wer sich zu seinen privaten Neigungen nicht stellen will oder kann, kann halt es auch lassen darüber offen zu reden. Vielleicht sind auch die Persönlichkeit, das Selbstbewusstsein noch nicht so entwickelt oder stabil in der Öffentlichkeit, Familie, Freunde und Arbeitswelt offen damit umzugehen.
    Was ist denn eigentlich dabei es offen auszusprechen, wenn Stolz, Freude und Selbstsicherheit auf sich und seine Neigungen manifestiert sind. Diese Stärke kann sich dann wiederum absolut auf die individuelle sportliche Leistung positiv auswirken.
    Der aktuell amtierende Bürgermeister Berlins sagte mal:
    „Es ist gut so!“

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  • schmidt sagt:

    Das hat viel mit Offenheit zu tun.
    @Schuchi
    Auch ich empfehle eine Supervision mit Coaching.
    Der Club könnte hier handeln. Er braucht auch neben der Offenheit und Ehrlichkeit das Gespräch mit klaren Aufgaben, Zielen und Vorgaben. Dann finden alle wieder auch die nötige Ruhe um erfolgreich sportlich arbeiten zu können.

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  • Hastenichgesehn sagt:

    Da ich erstmal direkt auf die Frage von Schuchi geantwortet habe, hier noch meine Ergänzung konkret zu dem Interview mit Tanja Walther:

    Ich finde es klasse, dass es Frauen wie Frau Walther gibt, die sich so für die Themen Sexismus und Homophobie, speziell im Fussball engagieren, um es immer wieder in die Öffentlichkeit zu bringen und dort zu diskutieren. Ich danke daher auch für das Interview. Es ist wichtig, dass dies thematisiert wird, damit sich im Fussball auch weiterhin diesbezüglich die Einstellungen und Praktiken verändern. Fussball und Gesellschaft sind schon sehr miteinander verwoben und beeinflussen sich wechselseitig, da die Fussballfangemeinde in Deutschland sehr groß ist.
    Auf der strukturellen Ebene, also was Rechte oder sowas angeht, mag da Gesellschaft weiter sein, als der Fussball mit seinen verkrusteten Vereinsstrukturen.
    Aber auf einer anderen Ebene erlebe ich das so, dass die Akzeptanz nur vorgegeben ist, aber vielfach nicht in den Köpfen der Leute angekommen. Sonst denke ich, müsste die Angst der schwulen Fussballer in der Bundesliga vor einem Outing nicht sein. Es besteht doch die Angst vor allem vor den Reaktionen der Fans, oder sehe ich das falsch? – Da ich in der Nähe eines Stadions eines angesagten Männerfussballvereins wohne, erlebe ich unmittelbar die „Ausfälle“ alkoholisierter Fans und dabei scheint „schwul“ eines der diffamierensten und beliebtesten Schimpfwörter überhaupt zu sein, mit dem man unliebsame Spieler, Fans und Schiedsrichter betitelt. Na ja, und am nächsten Tag, wenn sie dann nicht mehr in der Masse der Fans und ausgenüchtert sind, dann ist das ja (angeblich) ganz okay, irgendwie auch egal und persönlich hat man ja sowieso kein Problem, dass der Nachbar XY schwul ist. Denn eigentlich will man ja auch gar nicht wissen, was der im Bett macht…nur Fussball spielen: das soll er gefälligst nicht!!
    Bei den Frauen ist das etwas anders. Lesbisch und schwul löst unterschiedliche Assoziationen, Vorurteile und Ängste in der Gesellschaft aus. Daher ist es auch wichtig, den Sexismus, der die Frauen betrifft auch immer mit wieder zu betonen. Denn die Diskriminierung der Lesben liegt da oft in einem Nicht-ernst-nehmen, Nichtbennen oder Vereinnahmung als Sexualobjekt (z.B. Hetero-Pornofilme).

    Also weiter so, Tanja Walther und Mitstreiterinnen, und mehr und immer wieder Berichte solcher Art und Qualität bitte, damit sich die Gesellschaft weiter entwickeln möge!

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  • @ Hastenichgesehn

    Herzlichen Dank für die netten Worte. Wir bleiben natürlich am Thema dran.

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  • Testwriter sagt:

    Eine sehr wichtige Sache ist, dass Sexismus und Homosexualität (m, wenn nicht geoutet) zusammen ein großes Problem geben. So Männer, die sich aus z.B. finanziellen Gründen nicht outen (Ruf, Firma, Position usw.) ihren Frust dann auf Frauen übertragen, diese wissen oft nichts von der Homosexualität und es kommt zu eigenartigen Phänomenen. Wie viele Zuhälter sind ungeoutete Homosexuelle? Diese Frage sollten wir uns erst mal stellen, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise, wo aus allem Geld gemacht wird. Männer, die Frauen ansprechen und Interesse signalisieren, dann aber ganz andere Absichten verfolgen. Es gibt natürlich Frauen, die drauf reingefallen sind und dann vielleicht als Prostituierte irgendwo gelandet sind. Hier ist Aufklärung gefragt. Männliche Homosexualität scheint in diesem Fall (wenn geheim gehalten, für bestimmte Zwecke, wohlgemerkt) ein Problem zu sein, da sich die Betroffenen nicht am System abreagieren können oder wollen (Gunst), vor dem sie ihre Neigung geheimhalten, sondern statt dessen auf hetero Frauen eifersüchtig sind, und versuchen, diese auch eifersüchtig zu machen (mit anderen Frauen wohlgemerkt – wenn zwei sich streiten usw. oder Bsp: Mode Design: Magersucht, oder: umpolen: der Versuch, Frauen lesbisch zu machen – lesbische Pornofilme (bevorzugt von Schwulen) usw. oder das Einreden: alle Männer seien frauenfeindlich, nur dass eine Frau die Finder von sämtlichen Männern lässt. Bemerke: Hetero Männer sind nicht frauenfeindlich an sich – gäbe es sonst Liebesbeziehungen?!) oder versuchen, diese einfach auszuschalten, und das obwohl Frauen der Thematik toleranter gegenüberstehen als hetero Männer (um deren Zuneigung geht es ja). Ein Paradox, das aber ein großes gesellschaftliches Problem darstellt. Wie lange noch? Oder: Merkt das immer noch keiner?

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  • Charly sagt:

    @Detlef: Es ueberrascht mich auch dass einige Leute immer noch von „Ansteckung“ reden. Ich musste eigentlich lachen als ich den Ausdruck im Artikel gelesen habe.

    Leider ist es hier in den USA nicht anders mit offener Akzeptanz von „out of the closet“ Spieler/innen. In beiden Laendern wird soviel von Toleranz und Anti-Diskriminierung geredet aber bei der Homosexualitaet hoert es dann wohl auf. Das erscheint mir doch eher eine Hochform der Heuchelei zu sein.
    Mein Fazit:
    Artikel 1 GG: „Die Wuerde des Menschen ist unantastbar.“

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