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Ljungberg schon wieder verletzt – WM in Gefahr

Von am 21. Juni 2007 – 2.02 Uhr

ljungberg_verletzung.jpg7:0 gewann Schweden sein EM-Qualifikationsspiel locker gegen Ungarn. Doch rechte Freude wollte an diesem Abend in Karlstad nicht aufkommen.

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Der Grund: Hanna Ljungbergs Nationalmannschafts-Comeback nach neun Monaten Pause wurde nach nicht einmal sieben Minuten jäh beendet, die WM-Teilnahme ist in Gefahr.

Es passierte nach einem Zweikampf in der Luft, als Ljungberg unglücklich aufkam und auf dem Boden liegen blieb. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hüpfte sie auf nur einem Bein vom Platz, eine Verletzung in der linken Wade zwang sie zur Aufgabe.

Höhepunkte der Partie Schweden gegen Ungarn

„Wir werden morgen eine Röntgenuntersuchung machen“, so Teamarzt Per Lindblom in der Halbzeitpause. „Es ist schwer, schon etwas Genaueres zu sagen, aber von zwei bis acht Wochen Verletzungspause ist alles möglich.“

Am 14. August will Trainer Thomas Dennerby bereits sein WM-Aufgebot benennen. Ein gewisser Zeitpuffer verbleibt bis zur WM, doch in Topform wird Ljungberg wohl kaum zur WM fahren können.

Seit der schweren Kopfverletzung beim Algarve Cup 2006 ist Ljungberg vom Verletzungspech verfolgt. Ljungberg gibt sich gewohnt kämpferisch und ließ kurz wissen, dass sie „die WM nicht aufgeben“ werde. Vor allem psychisch wird sie den neuerlichen Rückschlag jedoch erst einmal wegstecken müssen. „Wir fühlen mit ihr als Spielerin wie als Mensch“, so Dennerby. „Ich bin aber von Natur aus optimistisch.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.