Das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel der Viola Odebrecht

Von am 20. Juni 2007 – 17.17 Uhr 3 Kommentare

odebrecht_neuenahr.jpgDie Verantwortlichen des SC 07 Bad Neuenahr können einem Leid tun. Im März konnte man noch stolz verkünden, Viola Odebrecht per Zwei-Jahres-Vertrag an den Verein gebunden und die Mannschaft um einen wichtigen Baustein ergänzt zu haben. „Die Stimmung in und außerhalb des Teams beim SC 07 Bad Neuenahr ist sehr gut. Der Wechsel wird mich sportlich weiterbringen“, sagte Odebrecht bei ihrer Vorstellung.

Doch gerade einmal drei Monate später hat sich der Wind gedreht. Papier ist geduldig, dachte sich die 24-Jährige wohl, änderte rasch ihre Meinung und schmiedet inzwischen ganz andere Pläne. Die Neubrandenburgerin zieht es zurück nach Potsdam, wo sie bereits von 1998 bis 2005 spielte und das gesamte „Potsdamer Modell“ durchlaufen hat.

„Die Türen stehen für Viola in Potsdam immer offen“, zeigt sich Turbine-Trainer Bernd Schröder nicht abgeneigt. Doch der angedachte Wechsel zur Winterpause ist momentan noch reine Spekulation. „Ich kann das nicht bestätigen“, so Bad Neuenahrs Präsident Oskar Hauger gegenüber Womensoccer.de.

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Hauger bestätigte jedoch, mit Odebrecht bereits gesprochen zu haben und deren Bedenken zu kennen, pocht jedoch erst einmal auf Einhaltung des Vertrags. „Sie hat Angst, dass sie sich hier nicht wohl fühlt und keinen Anschluss findet. Doch wir sind eine homogene Mannschaft und die anderen Spielerinnen könnten ihr sicherlich helfen. Wir sind so verblieben, dass sie ihren Vertrag erfüllt.“

An einer unzufriedenen, wechselwilligen Spielerin wird man allerdings auf Dauer auch in Bad Neuenahr keine Freude haben. Das weiß auch Hauger. „Sollte es ihr bei uns wirklich nicht gefallen, dann können wir sicherlich über einen Wechsel nach Potsdam reden. Einer Spielerin, die sich bei uns nicht wohl fühlt, werden wir keine Steine in den Weg legen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Na da bin ich aber platt!!!
    VIOLA will zurück nach Potsdam??? Und das, obwohl Schröder noch immer Trainer ist??? Damit mich niemand falsch versteht, ich wär wohl der Letzte, der OLI nicht bei TURBINE haben möchte!!! Seit sie damals nach Amerika gegangen ist, hat TURBINE keine richtige Spielmacherin mehr gehabt!!! Es haben einige versucht, PIWI, ARI, BRITTA und zuletzt ESSI, aber niemand hat diese Rolle so ausfüllen können wie VIOLA!!!
    Aber es hat in Potsdam wohl sehr oft Reibereien gegeben, mit Schröder und Heinrichs!!! Auch in Duisburg soll sie wohl nicht so ganz pflegeleicht gewesen sein, was sicher auch auf ihre vielen BANK-AUFENTHALTE hinweist!!! Ob sie mit Didi Schacht zurechtkommt, wage ich eher zu bezweifeln, aber mal sehen!!!
    Sie ist halt ein MECKLENBURGER STURKOPF, und deshalb nicht so einfach zu händeln!!! Auf alle Fälle wünsche ich OLI, dass sie wieder regelmäßig spielen kann, und sich damit wieder für die NATIO empfehlen kann!!!

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  • schmidt sagt:

    Was wünschen wir ihr?
    Viola ließ bislang seit dem Weggang von Turbine, auf allen nächsten Stationen und dem Nichtberücksichtigen im Nationalteam ihren sportlichen Biß, ihr Durchsetzungswillen und Standfestigkeit vermissen. Gerne sonnte sie sich in ihren unbestrittenen sportlichen Erfolgen und unterhielt sich mit der Presse. Jetzt hat sie sich mit ihren gezeigten sportlichen Leistungen in Duisburg und auch wegen ihrer Knieverletzung nicht durchsetzen wollen/ können und sucht die Lösung wieder in einen Vereinswechsel.
    Jeder Wechsel zeigt einen neuen Bruch und einen neuen Versuch heimisch zu werden, sich im neuen Verein schnell profilieren zu wollen, um wieder im nationalen Team Berücksichtigung zu finden. Nicht jeder Wechsel gelingt und löst die alten zurückgelassenen noch nicht bewältigten Aufgaben. Ich hoffe, Viola hat oder findet den richtigen Ratgeber, Partner und Club, der mit ihr jetzt endlich das Richtige zu tun hilft, sich selbst einzuschätzen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, die wirklichen Ziele zu formulieren und sie endlich anzugehen.
    Wir können gespannt sein,
    – was sie letztendlich macht, wo sie tatsächlich spielen wird.
    – wie stark auch ihre Persönlichkeit mit dem Spielvermögen schrittgehalten wird.
    Wie sie sich auch entscheidet, jezt hat sie wieder alle Chancen, sich nach vorne zu spielen. Wir wünschen: Qualität setzt sich immer durch, auch bei Viola ODEBRECHT, viele wissen es und drücken auch ihr beide DAUMEN.

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  • FussballC.H.I.P sagt:

    Martin Luther: “ Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergehen würde, so würde ich dennoch ein Apfelbäumchen plfanzen.. Ihr S@xperten!!!“

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