Was Ramona Bachmann mit Lionel Messi verbindet

Von am 19. Juni 2007 – 0.31 Uhr 2 Kommentare

bachmann_arsenal.jpgJa, ich weiß, Vergleiche zwischen Frauenfußball und Männerfußball hinken und sind normalerweise verpönt. Doch in diesem Fall traue ich mich, eine Ausnahme zu machen. Denn die Duplizität der Ereignisse ist zu frappierend, um sie unerwähnt zu lassen. Lag es an Ramona Bachmanns außerordentlichem Ehrgeiz, einer übergroßen Portion Nervosität oder einfach einem Tick zu viel Motivation?

Nach einer guten Stunde eingewechselt flog das 16-jährige Supertalent bei ihrem ersten Länderspieleinsatz in der Schweizer A-Nationalmannschaft schnell wieder vom Platz. Wie der kleine argentinische Wunderstürmer Lionel Messi vor knapp zwei Jahren bei seinem Debüt in der Nationalmannschaft Argentiniens.

Im ersten von zwei Spielen gegen die schwedische U-23-Nationalmannschaft (0:1) sah Bachmann nach ihrer Einwechslung in der 61. Minute schnell die Gelbe Karte wegen Reklamierens (70.) und dann kurz vor Schluss (89.) die Gelb-Rote Karte wegen Nachtretens. Assistenztrainer Roman Hangartner meinte: „In solchen Situationen fehlt ihr halt noch die Erfahrung.“

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Der Schweizer Fußballverband nimmt auf seiner Website kein Blatt vor den Mund. Dort ist die Rede von einem „missratenen Debüt“ und „nervös-aggressivem Spiel an der Grenze des Erlaubten.“ Bachmann selbst meinte: „Ich war natürlich ein bisschen nervös, es war schließlich das erste Spiel in der Nationalmannschaft. Aber insgesamt habe ich ganz gut gespielt und ich hatte eine gute Torchance.“

Trotz des unglücklichen Debüts ist man im Team von Bachmanns Fähigkeiten überzeugt. Mit ihrer Schnelligkeit und ihrer Robustheit sei sie auf jeden Fall ein Gewinn für das Team, so Hangartner.

Und zum Trost sei Ramona gesagt: Immerhin stand sie bei ihrer Feuertaufe fast eine halbe Stunde auf dem Platz, Messi schaffte nach seiner Einwechslung im Spiel gegen Ungarn ganze 30 Sekunden ;-).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Satine sagt:

    Und ich dachte, im Artikel würde es entweder darum gehen, dass a) sie im Alleingang ein Tor vorbei an vier Verteidigern geschossen hätte oder b) eines mit der Hand Gottes.

    Alles Dinge, die Messi und vor ihm Maradona geschafft haben. Aber sie ist ja auf einem guten weg, nicht? 😉

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  • kjhfksh sagt:

    Sollche Vergleich mangelt am Sinn. Mein Gott warum versteht man einfach nicht. Männer und Frauen sind verschieden, vor allem biologisch. Frauen sehen beim Fussballspiel einfach unweiblich aus.

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