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Stegemann-Wechsel nach Wattenscheid offenbar perfekt

Von am 18. Juni 2007 – 0.29 Uhr

Die SG 09 Wattenscheid wird mit einer Welt- und Europameisterin in den Reihen in die Frauenfußball-Bundesligasaison 2007/2008 starten. Die 159-fache Nationalspielerin Kerstin Stegemann wechselt von Absteiger Heike Rheine zur Lohrheide, vermeldet die WAZ und zitiert dabei erstmals Wattenscheider Verantwortliche.

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„Kerstin Stegemann ist unsere Wunschkandidatin“, so Trainerin Tanja Schulte. Es sei ihr aufgrund der vielen Negativschlagzeilen um den Verein sehr hoch anzurechnen, „dass sich Stegemann für die SG 09 entschieden hat“, so Schulte weiter.

Mit der Verpflichtung ist den Wattenscheiderinnen ein echter Überraschungscoup gelungen, denn den Aufsteiger hatten in Sachen Vereinswechsel wohl nur die wenigstens auf der Rechnung. Dass „Stege“ gegen Ende ihrer Karriere noch einmal zu einem neuen Verein wechseln wollte, war kein Geheimnis. Und das sie keine ist, die die große Bühne sucht, sondern lieber die heile Welt vorzieht, auch nicht.

Auslandswechsel nicht möglich

Ein Wechsel ins Ausland wäre wegen ihrer Tätigkeit als Berufssoldatin bei der Bundeswehr nicht möglich gewesen, ein Engagement bei einem Spitzenklub wie Frankfurt, Duisburg oder Potsdam hatte sie bereits in der Vergangenheit abgelehnt. Favorisiert waren also eher Vereine wie Essen oder Wolfsburg.

Seit 1998 gehört Stegemann der Sportförderkompanie in Warendorf an, ihr Engagement im sowohl von Warendorf als auch von Rheine nur gut 100 Kilometer entfernten Wattenscheid lässt ihr beruflich wie private alle Optionen, kann sie sich doch auch weiter um ihre Pferde kümmern.

Herausforderung Wattenscheid

Ein Garant für den Klassenerhalt ist aber auch die 30-Jährige nicht, wie ihr bisheriger Verein Rheine schmerzhaft feststellen musste. „Natürlich wird sich alles zunächst auf sie fokussieren“, so Schulte. „Eine Chefin ohne ein funktionierendes Gefüge um sie herum ist auch nicht viel wert. Aber ich denke, in Wattenscheid passt das schon.“

Neben Stegemann kommen laut dem Bericht auch die 16-jährige Lena Wermelt und die 18-jährige Melissa Thiem nach Wattenscheid. Zudem soll auch noch Alexandra Popp aus Recklinghausen verpflichtet werden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.