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Frauenfußball-WM: Tore für die Ewigkeit

Von am 16. Juni 2007 – 13.49 Uhr

prinz_wm95_180.jpg428 Tore sind in der Geschichte der Frauenfußball-Weltmeisterschaft seit 1991 bisher gefallen. Nur eine Minderheit davon ist uns in den Köpfen hängen geblieben.

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Einen festen Platz in den Annalen des Fußball eroberten sich die Treffer, die Meilensteine in der Geschichte der Frauenfußball-Weltmeisterschaft markierten. Womensoccer.de ruft einige dieser Tore in die Erinnerung zurück.

Wahrscheinlich ist es purer Zufall, dass die Heldin eines schillernden Epos über China, „Der Jadepalast“ von Raymond A. Scofield, denselben Namen trägt, wie die erste Torschützin der Frauenfußball-Weltmeisterschaft: Ma Li.

Ma benötigte gerade einmal 22 Minuten, um sich im Eröffnungsspiel der WM 1991 einen festen Platz in der Fußball-Historie zu sichern. Sie erzielte den 1:0-Treffer beim 4:0-Sieg Chinas gegen Norwegen. Allerdings war der Treffer nur ein schwacher Trost, denn das Team schied bei der Heim-WM bereits im Viertelfinale mit 0:1 gegen Schweden aus.

Wie man sich effizient einen Platz in der Fußball-Historie sichert, bewies beim gleichen Turnier die amerikanische Stürmerin Wendy Gebauer. Sie bestritt für die USA 1991 ein einziges WM-Spiel, das zugleich ihr letztes in der Nationalmannschaft war. Und genau in diesem erzielte sie den 50. Treffer der WM-Geschichte. Nach drei Spielzeiten in der W-League beendete sie im Jahr 2000 ihre Karriere.

Silvia Neid und Birgit Prinz schreiben Geschichte

Zwei deutsche Spielerinnen erzielten in ihrer Karriere ebenfalls Treffer, die als Meilensteine der WM-Geschichte gelten. Bundestrainerin Silvia Neid schoss im schwedischen Karlstad 1995 beim 1:0-Sieg gegen Japan den 100. WM-Treffer. Nur vier Tage später gelang Birgit Prinz der 150. Treffer, wieder war es das Tor zum 1:0 beim 6:1-Sieg gegen Brasilien.

Zwei weitere große Stars der Frauenfußball-Szene erzielten bei der WM 1999 die Treffer 200 und 250: die Amerikanerin Julie Foudy und die Brasilianerin Sissi, die mit sieben Toren zusammen mit Sun Wen später auch Torschützenkönigin des Turniers wurde. Der Norwegerin Marianne Pettersen gelang noch beim selben Turnier das 300. Tor.

Nummer 350 und 400 gingen bei der WM 2003 auf das Konto der Brasilianerin Rosana und der Ghanaerin Alberta Sackey. Kurioses Detail am Rande: die letzten fünf Meilenstein-Tore waren allesamt Treffer zum 2:0 in einem Spiel.

Auch bei der WM in China wird es wohl wieder einen runden Treffer zu bejubeln geben. Denn die 500-Treffer-Marke ist nicht mehr weit. Ich hätte nichts dagegen, wenn es wieder eine deutsche Spielerin wäre, die sich einen festen Platz in der WM-Geschichte sichern würde.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.