Eigenes Pokalfinale? Womensoccer-Leser gespalten

Von am 4. Juni 2007 – 14.02 Uhr 6 Kommentare

Nachdem wir im Anschluss an das DFB-Pokalfinale zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FCR 2001 Duisburg die Diskussion um ein eigenes Frauen-Pokalfinale angestoßen hatten, wollten wir in der letzten Woche von euch erfahren, wie ihr zu diesem immer wieder heiß und kontrovers diskutierten Thema steht. Das Ergebnis der Umfrage, die noch nicht beendet ist, entspricht der Komplexität des Themas. Bis zum jetzigen Zeitpunkt (4. Juni, 14 Uhr) sprechen sich von den 56 Umfrageteilnehmern 52% gegen und 48% für ein separates Frauenfinale aus. Was uns darin bestärkt, das Thema weiter aufmerksam im Blick zu haben.

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6 Kommentare »

  • Idgie-Jonsi-Fan sagt:

    Das ist gut so… 😉 Vielleicht schaffen wir, die Fans, es ja noch das es ein separates Frauenpokalfinale geben wird. Im Zuge der WM-Bewerbung 2011 wäre das bestimmt auch fördernd.

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  • Christina sagt:

    Grundsätzlich sollte man aber sehen, was die Spielerinnen wollen. Was die Fans wollen ist doch so gesehen schnuppe. Berlin ist für die Spielerinnen ein großer Reiz. DAS Ziel überhaupt im Frauenfußball. Daher sollte man sich das genau überlegen. Sollte man das Finale in eine andere Umgebung verfrachten ist es wichtig, dass die Bedingungen stimmen. Wie viele Fans würden kommen? Nimmt das nicht etwas von der Athmosphäre? Ich denke jede Spielerin freut sich über einen Einsatz in so einem riesigen Stadion wie das Olympia-Stadion in Berlin. Ganz egal, wie viele eigene Fans dort sind.

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  • Christoph sagt:

    Berlin als Austragungsort des Frauen-Endspiels sollte schon sein.

    Aus 3 Gründen bin ich allerdings für einen Extra-Termin, der eine Woche später zur Primetime 20:15 Uhr und mit Live-Übertragung im ÖR statfinden könnte:

    – Die Temperaturen an einem Nachmittag Ende Mai sind in Berlin bei den Pokalendspielen traditionell sehr hoch. Dem Frauenfußball tut es nicht gut, wenn sich die Mädels (wegen der Hitze!) träge über den Platz schleppen und dann jeder sagt: „Ach, Frauenfußball ist doch viel langsamer und unrasanter als bei den Männern…“.

    – Wenn bei Bundesliga-Spielen die Jugendmannschaften vorher was „Vorspielen“, um den schon anwesenden Fans die Zeit zu vertreiben, dann ist das ok. Aber das kann/darf nicht der Grund sein für das vorgezogene Damen-Endspiel.

    – Wer guckt denn 6 Stunden am Stück die Endspiele? Egal ob im Stadion oder vor dem Fernseher. Ich jedenfalls nicht. Und ich habe mich für Stuttgart-Nürnberg entschieden 😉

    Vielleicht fällt jemandem ja noch der eine oder andere Grund mehr ein!

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  • Detlef sagt:

    Ich habe für NEIN gestimmt, da ich der Meinung bin, dass die Zeit noch nicht reif dafür ist!!! Solange die FF-Vereine in den Medien höchstens als Fußnote existieren, solange profitieren sie von dem Medienrummel der um das Herren-Finale gemacht wird!!! Auch wenn das „VORSPIEL“ von den Starjournalisten mit Nichtachtung gestraft wird, so ist es doch eine gute Gelegenheit, sich in der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren!!! Eine bessere Werbung für die FF-Vereine, gibt es zur Zeit nicht!!!
    Erst wenn die FF-Buli, bei ARD und ZDF in der Sportschau ein Thema ist, und somit auch der Zuschauerschnitt in den Stadien auf 3000-4000 Zuschauer gestiegen ist, und jeder Fußballfan in Deutschland endlich weiß, dass es außer Birgit Prinz noch andere Frauen in Deutschland gibt, die aktiv Fußball spielen, ja erst dann kann man über ein separates Frauen-Finale nochmal debattieren!!! Aber bis dahin wird es für jede Fußballerin in Deutschland der größte Wunsch sein, einmal im DFB-Pokalfinale zu stehen, und als „Vorspiel“ des Herren-Events ins Berliner Olympiastadion einzulaufen!!!

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich tendiere auch eher dazu, dass das Pokalfinale besser weiterhin in Berlin stattfinden sollte. Sicherlich ist es frustrierend, dort als eine Art Beiwerk zu fungieren. Ein Finale an einem anderen Ort wäre dennoch weniger öffentlichkeitswirksam, auch wenn mehr Zuschauer kämen. Wer weiß, ob überhaupt eine TV-Übertragung zustande käme.

    Dennoch kann man sicherlich darüber nachdenken, wie man die Abläufe noch optimieren kann. Ich fände es z. B. gut, wenn man die Wahl hätte, zwischen Einzel- und Kombitickets, beim Tennis funktioniert das bei den Grand-Slam-Turnieren glaube ich auch ganz gut. Es gibt sicherlich viele Frauenfußfallfans, denen das Männerfinale schnuppe ist, deswegen müsste man hier eine gerechtere Lösung finden.

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  • schmidt sagt:

    Wollt Ihr nur mitgezogen werden oder ein eigenes Profil entwickeln?

    Keine Kombilösung oder Date mit den Gentlemen am Pokaltag. Auch sollen sich die Clubs, der DFB und die Presse daran gewöhnen, daß beides nicht in einen Topf gehören. Alle sind hoffentlich selbstbewußt genug, daß die Zukunft absolut auch dem Ladies-Fußball gehört. Es ist gerade mal nur der Anfang gemacht und noch einiges zu tun.
    Der Frauenfußball gewinnt auch im Pokal-Finale an Profil, wenn zunehmend eigene Akzente gesetzt werden. Wie diese aussehen könnten, kann ich sicher ausführen, es würde aber den Rahmen dieses kleinen Meinungsbeitrages sprengen.

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