Bayern München verpflichtet österreichische Nachwuchstalente

Von am 29. Mai 2007 – 12.26 Uhr

luv_talente.jpgSeit Monaten buhlten die Verantwortlichen der Frauenfußball-Mannschaft von Bayern München um zwei der begehrtesten österreichischen Nachwuchsspielerinnen.

Jetzt wurde die Verpflichtung perfekt gemacht. Die beiden 16-Jährigen werden ab Juli bei den Bayern unter Vertrag stehen, wie Bayern Münchens Frauenfußball-Koordinatorin Karin Danner gegenüber Womensoccer.de bestätigte.

Die Steirerinnen Viktoria „Viki“ Schnaderbeck und Carina Wenninger, Mittelfeldspielerinnen von LUV Graz, gelten neben Elisabeth Tieber als hoffnungsvollste Talente im österreichischen Frauenfußball.

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„Wir werden die beiden Spielerinnen erst einmal in unserer 2. Mannschaft einsetzen, um sie langsam heranzuführen“, bestätigte Bayerns Frauenfußball-Koordinatorin Karin Danner gegenüber Womensoccer.de die Verpflichtung.

Schnaderbeck und Wenninger freuen sich auf die neue Herausforderung: „Es war ein Traum für uns zu zweit nach Bayern zu gehen. Es wird sicher ein schöner neuer Lebensabschnitt.“ Die Familien und Teamkolleginnen bleiben zurück in Graz, doch Probleme haben die beiden damit nicht. „Die freuen sich mit uns und werden uns sicher besuchen kommen, oder ein Spiel anschauen.“

Dabei sah der ursprüngliche Plan vor, dass die Schülerinnen erst nach ihrem Abitur ins Ausland wechseln, doch die Bayern ließen nicht locker und meldeten sich regelmäßig bei den Grazern. Schnell wurde eine schulische Lösung gefunden. „Die beiden Spielerinnen werden in München die 11. Klasse des Theodolinden-Gymnasiums besuchen, um dann später ihr Abitur hier zu machen“, so Danner.

Vorreiter einer neuen Generation

Schnaderbeck und Wenninger sind zwei von vier Grazer Spielerinnen, die die GAK-Akademie in Liebenau besucht haben. „Sie sind die Vorreiter einer neuen Generation im Frauenfußball“, sagt LUV-Graz-Trainer Arnold Freiberger. Dort absolvierten beide Spielerinnen sechs Trainingseinheiten pro Woche.

Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit bei den Grazern hat ihren Niederschlag auch schon in der A-Nationalmannschaft gefunden. Schnaderbeck und Wenninger standen zuletzt beim EM-Qualifikationsspiel gegen Polen in der Startaufstellung. Wenninger bekam von Trainer Ernst Weber sogar Sonderlob. „Sie war super. Davor ziehe ich meinen Hut.“

Schnaderbeck begeisterte zuvor schon in der U-19, wo sie etwa im vergangenen Jahr drei Treffer beim 7:1-Auswärtserfolg in Mazedonien beisteuerte. Sie und auch Wenninger spielen bereits jetzt in den Planungen von Weber eine feste Rolle für die Zukunft. „Wir sind mit den beiden auf einem guten Weg“, freut sich Danner über den gelungenen Coup.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.