Annike Krahn: “Ich habe mir viele Gedanken gemacht”

Von am 22. Mai 2007 – 14.48 Uhr 3 Kommentare

Annike KrahnSpielerin für Spielerin verlängerte in den vergangenen Wochen ihren Vertrag beim Tabellenzweiten FCR 2001 Duisburg. Gespannt und etwas besorgt warteten die Löwinnen-Fans darauf, dass unter diesen Namen doch möglichst bald der von Annike Krahn auftauchen würde. Doch die Nationalspielerin ließ sich Zeit und ihre Entscheidung reifen.

Gestern dann gab der FCR zur Freude aller Duisburger Fans und Beteiligten und zur Enttäuschung der um die Dienste der 21-Jährigen buhlenden Clubs ihre Vertragsverlängerung für ein weiteres Jahr bekannt. Gegenüber womensoccer.de äußerte sie sich nun erstmals zu ihrem Entschluss.

„Meine Entscheidung war schon vor dem Potsdam-Spiel gefallen“

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Für manchen kam der Zeitpunkt ihrer Vertragsverlängerung möglicherweise etwas überraschend, hatte der FCR doch gerade am Sonntag seine letzte Chance auf den Meistertitel verspielt und damit auch keine Aussichten auf die Teilnahme am internationalen Wettbewerb mehr.

Doch Krahn erklärt, diese Überlegung habe bei ihrer Entscheidung ohnehin keine vordergründige Rolle gespielt: „Meine Entscheidung habe ich bereits vor dem Spiel gegen Potsdam getroffen. Von daher war ja vorher auch nicht sicher, ob man noch in den Uefa-Cup rutscht oder nicht, da wir es eh nicht selbst in der Hand hatten.“

„Sportliche und private Faktoren waren ausschlaggebend“

Die 25-malige Nationalspielerin baut vor allem darauf, dass ihre Mannschaft ihre Möglichkeiten in Zukunft besser ausschöpft: „Ich habe mir insgesamt sehr viele Gedanken gemacht und letztendlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich noch ein Jahr in Duisburg spielen möchte. Es gab viele Faktoren, die dafür ausschlaggebend waren – sportliche wie auch private. Ich denke, wir haben in Duisburg noch viel Potential, welches wir allerdings noch häufiger abrufen müssen.“

„Ich hatte mehrere gute Angebote vorliegen“

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Dafür ließ sie gleich mehrere andere Interessenten abblitzen, zu denen nach Womensoccer-Informationen an vorderster Front auch der deutsche Serienmeister und Pokalfinal-Gegner am Samstag, der 1. FFC Frankfurt, zählte. Spekulationen, bei denen sich die Innenverteidigerin nachvollziehbarer Weise wortkarg gibt: „Dazu möchte ich mich nicht äußern. Nur soviel, ich hatte mehrere gute Angebote vorliegen. Aber das spielt nun auch keine Rolle mehr.“

Im Vordergrund steht nun zunächst das Pokalfinale am Samstag um 16.45 Uhr (live in der ARD) gegen den 1. FFC Frankfurt. Spekulationen um einen Wechsel, die dem Finale zusätzliche Brisanz verliehen hätten, hat sie den Wind aus den Segeln genommen. Doch abzuwarten bleibt, ob das Potsdam-Spiel die Löwinnen verunsichert hat.

Dementsprechend gibt sich Krahn verhalten optimistisch: „Wenn wir unser Potential in der Mannschaft abrufen und Einsatzbereitschaft zeigen – ich denke, das ist in einem Pokalfinale selbstverständlich – dann haben wir auf jeden Fall gute Chancen, ein gutes Spiel zu machen. Am besten natürlich mit einem positiven Ergebnis.“

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3 Kommentare »

  • schmidt sagt:

    Wie beim Krimi bleibt es spannend bis zum Pokal-Fight. Annike Krahns Entscheidung löste jetzt den Knoten und bringt neue Impulse.
    Ein klares Votum, eine zielgerichtete Entscheidung zur rechten Zeit, spricht für ein prima Teamgeist innerhalb der Mannschaft und des Clubs, starke Motivation der Löwinnen, sorgt jetzt für notwendige Ruhe und bündelt alle Kräfte, die für den Pokal-Fight gebraucht werden.
    Glückauf den beiden sympathischen Teams aus Duisburg und Frankfurt.
    Der Bessere wird am Pokaltag gewinnen.
    mfG schmidt

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  • Stefanie sagt:

    Eine bessere Nachricht hätte es nach dem entäuschenden 0:1 gegen Potsdam wirklich nich geben können. Hoffentlich weiss der FCR sein Potenzial in Zukunf besser auszuschöpfen. Dann wird Annike hoffentlich auch 2008 nochmal ein Jahr dran hängen, sollte der UEFA-Cup mit Duisburg anstehen.

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  • JD sagt:

    She is the best !!!!!HOHO……*^-^*

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